Amazon: Webassembly macht Prime Video schneller

Statt auf Javascript setzt Amazon in der Prime-App nun auf Rust und Webassembly, was stabile 60 FPS auf jedem Gerät ermöglichen soll.

Artikel veröffentlicht am ,
Teile von Prime Video nutzen nun Rust und Webassembly.
Teile von Prime Video nutzen nun Rust und Webassembly. (Bild: MARTIN BUREAU/AFP via Getty Images)

In seinem Cloud-and-Systems-Blog beschreibt das Entwicklungsteam von Amazon, dass der wichtigste Teil der Prime-Video-App auf den zahlreichen unterstützten Systemen inzwischen Webassembly verwendet statt wie bisher Javascript. Um die Unterstützung für das Webassembly-Ökosystem weiter auszubauen, tritt Amazon außerdem der Bytecode Alliance bei, die sich um die Weiterentwicklung von Webassembly (Wasm) kümmert.

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Die Vorteile des Wechsels sind dabei klar messbar, wie Amazon schreibt. In der Ankündigung heißt es: "Durch die Verwendung von Wasm anstelle von Javascript für bestimmte Elemente der Prime Video-App haben wir die durchschnittlichen Bildzeiten auf einem Mittelklasse-Fernseher von 28 Millisekunden auf 18 reduziert. Die Frame-Zeiten im schlimmsten Fall sind ebenfalls von 40 Millisekunden auf 25 gesunken. Und in laufender Arbeit treiben wir den Rahmen noch weiter nach unten". Erklärtes Ziel sind stabile 60 Bilder pro Sekunde (FPS) auf jedem der Geräte.

Bei dem betroffenen Code handelt es sich demnach um jenen Teil, der mehr oder weniger dauerhaft auf dem Gerät selbst installiert bleibt. Dies umfasst neben sehr viel C++-Code auch eine Javascript-VM und nun eben auch eine Webassembly-VM. Das Frontend der App selbst wird beim Start quasi jedesmal neu heruntergeladen, hinzu kommen weitere Teile wie das Scene-Management oder Ähnliches.

  • Die Architektur der Prime Video App vor dem Wechsel ... (Bild: Amazon)
  • ... und nach dem Wechsel auf Rust und Webassembly (Bild: Amazon)
Die Architektur der Prime Video App vor dem Wechsel ... (Bild: Amazon)

Einen Teil der Komponenten, die jedesmal neu zur Laufzeit heruntergeladen werden, hat Amazon nun von Javascript auf Rust portiert und führt diesen Code auf der Wasm-VM auf. In ersten Test dabei seien bei einzelnen Teilen Geschwindigkeitssteigerungen um das 10- bis 25-fache erreicht worden. Amazon selbst schränkt aber ein, dass nicht alle Teile für diese Portierung geeignet seien, da eben nicht auf jedem Gerät Wasm eingesetzt werden könne.

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Zusätzlich zu der verbesserten Geschwindigkeit spart die Nutzung von Wasm auch Speicherplatz. Von vormals 30 MByte werden nun nur noch 7,5 MByte genutzt. Die Nutzung von Rust bringe dem Team darüber hinaus ein Ökosystem mit gut gepflegten Bibliotheken.

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Kusie 31. Jan 2022

Welche "Äpp" auf welchem Gerät und welchem OS hätte denn was davon? Mein Android Tablet...

oleid 29. Jan 2022

Warum? Für mich klingt das einfach nach einfachem Deutsch.

oleid 29. Jan 2022

Genau, wenn die GUI viel Bling Bling hat und animiert ist, dann ist es durchaus sinnvoll...

lestard 28. Jan 2022

Was hat das denn mit WASM zu tun? Wer prüft denn bitteschön das JavaScript, dass...



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