• IT-Karriere:
  • Services:

Amazon: Vorhandene bezahlte Rezensionen bleiben - oder nicht

Amazon gestattet keine bezahlten Rezensionen mehr - bisherige bezahlte Bewertungen bleiben aber erhalten. Das sagt Amazon offiziell, Kunden berichten vom Gegenteil.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon lässt bisherige bezahlten Rezensionen bestehen.
Amazon lässt bisherige bezahlten Rezensionen bestehen. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Bezüglich bezahlter Rezensionen gibt es auf Amazon.de neuerdings zwei Welten. Neue bezahlte Rezensionen sind nicht mehr zugelassen, bis zur Änderung bei den Bewertungen verfasste bezahlte Rezensionen dagegen bleiben. Amazon sagte Golem.de auf Nachfrage: "Rezensionen, die vor den Änderungen der Richtlinien zur Erstellung von Kundenrezensionen eingegangen sind, werden nur entfernt, sofern sie gegen die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gültigen Richtlinien verstoßen."

Stellenmarkt
  1. ECKware GmbH, München
  2. Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf

Leser von Golem.de berichteten uns vom Gegenteil. Demnach ist Amazon.de gerade dabei, bezahlte Bewertungen zu löschen, die vor der Änderung erschienen sind. Uns liegt eine Antwort des Amazon-Supports vor, in der bestätigt wird, dass "rückwirkend Rezensionen" gelöscht werden. In dem Fall soll es sich um Artikel mit besonders hohem Anteil an bezahlten Rezensionen handeln.

Nur wenige bezahlte Rezensionen auf Amazon

Und weiter: "Außerdem haben wir wegen Manipulationsversuchen Tausende Personen zeitweise oder vollständig für die Abgabe von Kundenbewertungen gesperrt", sagte Amazon.de. Details gibt es dazu nicht. Amazon gibt an, dass bezahlte Rezensionen nur "einen verschwindend geringen Teil der Dutzenden Millionen Amazon-Rezensionen" ausmachten. Genaue Zahlen liefert das Unternehmen nicht.

Seit einer Woche erlaubt Amazon keine bezahlten Rezensionen mehr. Bis dahin hatten Unternehmen Kunden ihre Produkte kostenlos zur Verfügung gestellt und verlangten dafür Rezensionen auf Amazon.de. Unklar ist, wie stark Firmen hierbei Einfluss auf den Inhalt nahmen.

Analysen zeigen, dass Tester zu deutlich besseren Urteilen neigen, wenn sie die Produkte vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen. Bisher mussten solche Rezensionen mit einem Hinweis versehen sein, dass der Rezensent das Produkt vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen hat.

Bezahlte Rezensionen sind nicht leicht zu erkennen

Fehlt dieser Hinweis, ist es für Kunden kaum möglich, eine bezahlte Rezension zu erkennen. Dieses Problem hat auch Amazon, hat aber auf Nachfrage keine Angaben dazu gemacht, mit welchen Mitteln bezahlte Rezensionen künftig erkannt werden sollen.

Amazon hat nun auch die Menge der Rezensionen beschränkt für Rezensenten beschränkt, die das betreffende Produkt nicht bei Amazon gekauft haben. Künftig sind pro Woche nur noch fünf Rezensionen erlaubt, die nicht auf Bestellungen auf Amazon.de zurückzuführen sind. Außerdem will Amazon eingreifen, wenn für ein Produkt in kurzer Zeit ungewöhnlich viele Rezensionen eingereicht werden, die alle nicht durch Amazon-Käufe legitimiert sind.

Dann wird vermutet, dass für das betreffende Produkt bezahlte Rezensionen veranlasst wurden. In einem solchen Fall sind Rezensionen nur noch dann erlaubt, wenn die Produkte über Amazon gekauft wurden und mit dem Hinweis "verifizierter Kauf" versehen sind.

Veränderungen beim Vine-Programm geplant

Bezüglich der bezahlten Rezensionen gibt es zwei Ausnahmen: Bücher und Amazons Vine-Programm. "Buchautoren und Verlage können Lesern weiterhin kostenlose oder vergünstigte Exemplare ihrer Bücher zur Verfügung stellen, solange der Autor oder Herausgeber keine Rezension im Austausch dafür verlangt oder die Rezension zu beeinflussen versucht."

Im Rahmen des Vine-Programms wählt Amazon Kunden für Produkttests aus und stellte diesen Produkte zur Verfügung. "Die Kunden sind im Gegenzug verpflichtet, Rezensionen zu schreiben. Wir regen Rezensenten nicht an, positive Bewertungen zu verfassen." Es gebe keinen Einfluss auf den Inhalt der Bewertungen. Amazon will Vine verbessern, machte dazu noch keine Angaben, weitere Details sollen noch folgen.

Nachtrag vom 1. Dezember 2016, 14:53 Uhr

Mehrere Leser von Golem.de berichteten uns, dass Amazon.de derzeit auch ältere bezahlte Rezensionen entfernt. Der Artikel wurde entsprechend überarbeitet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Fallout 76 für 14,99€, Fallout 4: Game of the Year Edition für 16,99€, Fallout 4 VR...
  2. 4,99€
  3. 14,99€

ErichBergen 01. Dez 2016

Viele hater bewerten absichtlich die Produkte mit einem Stern aus richtigen Hass, diese...

Funny77 01. Dez 2016

Meistens stimmt das schon, aber das heißt natürlich nicht, dass es nicht in 10 Tagen...

Brainwash 01. Dez 2016

So einfach ist das aber nicht. Bei fast allen Produkttests auf Amazon an denen ich...


Folgen Sie uns
       


Microsoft Flight Simulator 2020 angespielt

Golem.de hat den Microsoft Flight Simulator 2020 in einer Vorabfassung angespielt und erste Eindrücke aus den detaillierten Cockpits gesammelt.

Microsoft Flight Simulator 2020 angespielt Video aufrufen
Mobilfunk: UMTS-Versteigerungstaktik wird mit Nobelpreis ausgezeichnet
Mobilfunk
UMTS-Versteigerungstaktik wird mit Nobelpreis ausgezeichnet

Sie haben Deutschland zum Mobilfunk-Entwicklungsland gemacht und wurden heute mit dem Nobelpreis ausgezeichnet: die Auktionstheorien von Paul R. Milgrom und Robert B. Wilson.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Coronakrise Deutsche Urlaubsregionen verzeichnen starke Mobilfunknutzung
  2. LTE Telekom benennt weitere Gewinner von "Wir jagen Funklöcher"
  3. Mobilfunk Rufnummernportierung darf maximal 7 Euro kosten

Star Trek Discovery: Harte Landung im 32. Jahrhundert
Star Trek Discovery
Harte Landung im 32. Jahrhundert

Die dritte Staffel von Star Trek: Discovery nutzt das offene Ende der Vorgängerstaffel. Sie verspricht Spannung - etwas weniger Pathos dürfte es aber sein.
Eine Rezension von Tobias Költzsch

  1. Star Trek Prodigy Captain Janeway spielt in Star-Trek-Cartoonserie mit
  2. Paramount Zukunft für Star-Trek-Filme ist ungewiss
  3. Streaming Star Trek Discovery kommt am 15. Oktober zurück

Oneplus 8T im Test: Oneplus gutes Gesamtpaket kostet 600 Euro
Oneplus 8T im Test
Oneplus gutes Gesamtpaket kostet 600 Euro

Das Oneplus 8 wird durch das 8T abgelöst. Im Test überzeugen vor allem die Kamera und die Ladegeschwindigkeit. Ein 8T Pro gibt es 2020 nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Bloatware Oneplus installiert keine Facebook-Dienste mehr vor
  2. Smartphone Oneplus 8 und 8 Pro bekommen Android 11
  3. Mobile Neues Oneplus-Smartphone für 200 US-Dollar erwartet

    •  /