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Amazon: "Verlag macht E-Books im Einkauf teurer als Printtitel"

Laut Amazon macht der Großverlag Bonnier seine E-Books teurer als die gedruckte Version des gleichen Titels. Darum ginge es bei dem Streit mit der Gruppe, zu der Carlsen, Piper und Ullstein Buchverlage gehören. Bonnier sieht das anders.

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Amazon-Chef Jeff Bezos
Amazon-Chef Jeff Bezos (Bild: Jason Redmond/Reuters)

Amazon kritisiert, dass die Verlagsgruppe Bonnier E-Books für den US-Internethändler wesentlich teurer mache als gedruckte Titel. Amazon-Sprecherin Christine Höger erklärte Golem.de: "Bei der großen Mehrheit der Titel, die wir von Bonnier - Teil des internationalen 3-Milliarden-Euro-Medienkonglomerats Bonnier Media Group AB - verkaufen, verlangt Bonnier von uns wesentlich mehr für die digitale Version eines Titels als für die gedruckte Version des gleichen Titels."

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E-Books sollten für Kunden jedoch günstiger sein als die entsprechende Printversion, denn bei digitalen Büchern entfielen Druck- und Frachtkosten, Lagerung und Retouren, sagte Höger. Bonnier Media gilt als drittgrößte Buchhandelsgruppe in Deutschland. Zur Verlagsgruppe gehören Aladin, Ars Edition, Berlin Verlag, Carlsen, Hörbuch Hamburg, Piper, Thienemann-Esslinger, Ullstein Buchverlage sowie der Buchvertrieb Blank. Nach Angaben des Verbandes der Versandbuchhändler hat Amazon beim Online- und Versandhandel mit gedruckten und digitalen Büchern in Deutschland einen Marktanteil von rund 70 Prozent.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels behauptet: Seit Anfang Mai verzögere der Online-Händler die Auslieferung von gedruckten Büchern der schwedischen Verlagsgruppe Bonnier, um höhere Rabatte beim Einkauf von E-Books zu erzwingen. So würde die Marktmacht Amazons als Einkäufer elektronischer Bücher missbraucht. Der Branchenverband hat gegen den US-Konzern Amazon Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht.

Amazon erklärt dagegen: "Diese Behauptung ist nicht wahr. Für einige Printtitel des Verlagshauses Bonnier kaufen wir derzeit weniger Lagerbestand ein als wir dies normalerweise tun würden. Bestellungen von Titeln, die wir auf Lager haben, verschicken wir sofort." Titel, die Amazon nicht auf Lager habe, könnten Kunden weiterhin bestellen, woraufhin der Internethändler diese Titel bei Bonnier ordere, bei entsprechend längerer Lieferzeit.

Bonnier will sich offiziell zu dem Streit nicht äußern. Aus informierten Kreisen war aber zu erfahren, das E-Books von Bonnier für den Endkunden immer weniger als die Printversion kosten. In dem Streit gehe es darum, wie hoch der Rabatt sei, der für Amazon auf E-Books und Printprodukte gegeben wird. Der Rabatt für Print sei höher als für E-Books, was für Amazon den Einkauf der E-Books verteuere.

Amazon möchte im Print wie E-Book denselben Stückerlös erzielen, was aber nicht möglich sei. Selbst bei dem gleichen hohen Rabatt würde immer ein Unterschied im Einkauf bestehen, weil für digitale Produkte nicht 7 Prozent, sondern 19 Prozent Mehrwertsteuer entrichtet werden müssen. Dazu komme der niedrige Ladenpreis.



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Dwalinn 26. Jun 2014

Ich glaube viele unterschätzen die tatschae das sich eBooks leicht "Fälschen" lassen. Ich...

mich 25. Jun 2014

Soso, Amazon muss für digitale Produkte also 19% "Mehrwertsteuer" entrichten. Mal...

Nolan ra Sinjaria 25. Jun 2014

ja wäre eine geschickte Lösung. Bietet Amazon ja mit AutoRip auch bei einigen CDs an

Peter Brülls 25. Jun 2014

Es gibt etablierte Standards und zumindest klassische Literatur und Belletristik kann...

Peter Brülls 25. Jun 2014

Nicht vergessen: Das DRM dort ist eine Forderung der jeweiligen Herausgeber. Auch...


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