Amazon: US-Außenministerium will 35.000 Kindles kaufen

Das US-Außenministerium beabsichtigt den Kauf von mehreren tausend E-Book-Readern von Amazon. Die E-Book-Reader vom Typ Kindle Touch 3G sind für Bildungseinrichtungen der US-Botschaften gedacht.
Zunächst 2.500 Kindles
Amazon soll im ersten Jahr 2.500 Kindle Touch inklusive Inhalte im Wert von knapp 2,3 Millionen US-Dollar liefern, sagte eine Sprecherin des Ministeriums dem US-Nachrichtenangebot Nextgov(öffnet im neuen Fenster) . Macht Amazon dann ein angemessenes Angebot, soll der Regierungsauftrag(öffnet im neuen Fenster) um vier weitere Jahre verlängert werden. Das Ministerium will insgesamt 35.000 E-Book-Reader im Wert von 16,5 Millionen US-Dollar kaufen.
E-Book-Reader statt gedruckte Bücher
Die E-Book-Reader sind für die Bildungsabteilungen der US-Botschaften gedacht. Bislang habe das Außenministerium gedruckte Bücher an die Botschaften geschickt, erzählte Philippe Reines, Sprecher von Außenministerin Hillary Clinton, dem US-Nachrichtenangebot Cnet(öffnet im neuen Fenster) . Diese sollen jetzt durch die Lesegeräte ersetzt werden.
Das Ministerium hat bereits 6.000 Kindles gekauft und getestet. Das Programm sei ein Erfolg gewesen, sagte Reines. Die E-Book-Reader seien flexibler, es könnten darauf mehr Inhalte abgerufen werden und schließlich seien sie günstiger als gedruckte Bücher.
Nur Kindle entspricht den Anforderungen
Der Auftrag wurde ohne Ausschreibung an Amazon vergeben. Eine US-Regierungsstelle kann einen solchen No-Bid-Contract(öffnet im neuen Fenster) vergeben, wenn nur ein Produkt den Anforderungen eines Projektes entspricht. Das sei beim Kindle der Fall gewesen, schreibt Nextgov: Ausschlaggebend seien unter anderem das integrierte Englisch-Wörterbuch, die Unterstützung von anderen Sprachen, das Sprachsynthesesystem gewesen sowie die Möglichkeit, Daten sicher über eine vom US-Außenministerium eingerichtete Plattform auszuliefern.
Die Konkurrenzgeräte von Barnes & Noble, Sony oder Kobo schienen den Beamten nicht geeignet(öffnet im neuen Fenster) , da sie keine Sprachsynthese hatten, keine internationale Mobilfunkanbindung boten oder weil der Akku nicht lange genug hielt. Das iPad wurde unter anderem ausgeschlossen, weil die Sicherheitsmechanismen für dieses Projekt nicht ausreichten.



