Amazon: US-Abgeordnete werfen Jeff Bezos Lüge im Kongress vor

Jeff Bezos und weitere Amazon-Manager sollen in einer Befragung vor dem US-Kongress gelogen haben. Eine Falschaussage könnte Konsequenzen haben.

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Amazon steht in den USA vor Problemen im Kongress.
Amazon steht in den USA vor Problemen im Kongress. (Bild: Reuters)

In einem Brief haben fünf Mitglieder des Justizausschusses des US-amerikanischen Abgeordnetenhauses Amazon vorgeworfen, dass hochrangige Manager bei Aussagen vor dem Ausschuss gelogen haben sollen. Wie Reuters berichtet, soll unter anderem Firmengründer Jeff Bezos die Unwahrheit gesagt haben, wie die Abgeordneten in dem an Amazon-CEO Andy Jassy gerichteten Brief erklären.

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In der Befragung ging es darum, ob Amazon in Indien interne Daten zu Verkäufern im Marketplace dazu verwendet hatte, um Produkte zu kopieren und unter eigenem Namen herauszubringen. Dies hatte eine Untersuchung von internen Papieren durch Reuters ergeben. Außerdem zeigten die Unterlagen, dass Amazon in Indien den Suchalgorithmus so beeinflusste, dass eigene Produkte zuerst gezeigt wurden.

Vor dem Ausschuss hatten Bezos und andere Amazon-Manager diese Vorgänge abgestritten. In dem Brief schreiben die Mitglieder des Justizausschusses allerdings, dass die Berichte von Reuters glaubhaft seien und im Einklang zu vergleichbaren Untersuchungen anderer Medienunternehmen seien. Die Aussagen von Bezos und anderen Amazon-Managern stünden dazu im klaren Widerspruch.

Amazon streitet Falschaussagen ab

"Im besten Fall zeigen die Untersuchungen [von Reuters], dass die Amazon-Vertreter das Komitee irregeführt haben. Im schlimmsten Fall zeigen sie, dass die Vertreter den Kongress angelogen haben, was eine mögliche Verletzung von Bundesrecht wäre", erklären die Parlamentarier in ihrem Brief. Amazon streitet in einer Stellungnahme ab, dass die Manager die Unwahrheit gesagt haben.

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Bei Amazon gebe es eine interne Richtlinie, die es dem Unternehmen untersage, mit Hilfe von internen Daten eigene Produkte zu entwickeln. Die Vorwürfe würden untersucht.

Der Justizausschuss gibt Amazon-CEO Jassy bis zum 1. November 2021 Zeit, die von Bezos und den anderen Managern getätigten Aussagen mit Fakten zu untermauern. Die Aussage muss unter Eid abgegeben werden. "Wir ermutigen Sie, diese Gelegenheit zu nutzen und die bisherigen Aussagen zu korrigieren und dem Komitee Antworten zu geben, die der Wahrheit entsprechen", erklären die Parlamentarier in dem Brief. Ansonsten würde man die Angelegenheit an das Justizministerium zwecks strafrechtlicher Verfolgung weitergeben.

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Nach ersten Berichten über Amazons Geschäftspraxis in Indien haben Politiker in den USA eine Ermittlung gefordert. Die demokratische Senatorin Elisabeth Warren hat eine Zerschlagung des Unternehmens ins Spiel gebracht.

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