Abo
  • Services:
Anzeige
Amazon Underground mit vielen Hunderten Gratis-Apps
Amazon Underground mit vielen Hunderten Gratis-Apps (Bild: Screenshot Golem.de)

Amazon weiß, welche Apps der Kunde wie lange verwendet

Anzeige

Unverständlicherweise wird die neue Underground-App im bisherigen App-Shop von Amazon nicht prominent beworben. Dabei findet sich die Underground-App auch dort und kann darüber installiert werden. Der Nutzer muss aber explizit danach suchen. Die Underground-App gibt es für Android-Smartphones und -Tablets, sie ersetzt die bisherige Amazon-App zum Einkaufen und Stöbern in Amazons gesamtem Warensortiment. Amazons installierter App-Shop bleibt parallel bestehen.

Problem bei der Installation der Underground-App

Die Installation der Underground-App kann Probleme bereiten, wenn sich eine ältere Amazon-App auf dem Gerät befindet. Dann bricht die Installation ab, ohne einen Grund zu nennen. Nach derzeitigem Kenntnisstand lässt sich die Underground-App dann installieren, sobald die alte Amazon-App gelöscht wurde. Besitzer eines Fire-Tablets sollen die Underground-App automatisch von Amazon erhalten. Die Fire-TV-Geräte und auch das Firephone werden derzeit nicht unterstützt. Es ist auch nicht bekannt, ob diese Geräte später einmal ebenfalls für das neue Distributionsmodell freigeschaltet werden.

Bei der Installation der Underground-App fällt gleich auf, dass ungewöhnlich viele Berechtigungen verlangt werden. Das könnte eine Folge der umfangreichen Überwachungsmaßnahmen sein, die für die Gratis-Apps erforderlich sind. Allerdings stellt sich die Frage, warum die App Zugriff auf das Adressbuch benötigt, eingehende SMS lesen und das Mikrofon für Aufnahmen verwenden muss.

App-Nutzungsverhalten wird genau überwacht

Spätestens wenn eine App aus dem Underground-Bereich installiert wurde, beobachtet Amazon minutengenau, wie oft und wie lange eine solche App verwendet wird. Dabei wird auch überwacht, wie lange die App verwendet wird, wenn sich das Android-Gerät im Offlinebetrieb befindet. Die auf dem Gerät gesammelten Daten werden dann an Amazon zur weiteren Verarbeitung geschickt. Amazon weiß also, welcher Nutzer welche Apps wie lange verwendet hat. Abhängig von der Nutzungszeit erhält der Anbieter der App Geld von Amazon. Das Bezahlmodell erinnert entfernt an das neue Kindle-Bezahlmodell, bei dem E-Book-Autoren nach vom Kunden gelesenen Seiten bezahlt werden.

In Deutschland zahlt Amazon pro Nutzungsminute 0,18 Cent, in einer Stunde wären das 10,8 Cent. Wenn eine App beispielhaft jeden Tag eine Stunde lang verwendet wird, zahlt Amazon dem Anbieter 75,6 Cent pro Woche. Für Entwickler von Spielen kann das ein sehr lohnenswertes Geschäftsmodell sein. Wenn Apps nur alle paar Wochen für ein paar Minuten verwendet werden, dürfte sich das weniger lohnen. Bisher zeigt sich das deutlich, bei den meisten Underground-Apps handelt es sich um Spieletitel.

App-Abstürze verringern die Einnahmen

Falls die Protokollierung durch einen Absturz der App gestört wird, muss der Anbieter damit rechnen, weniger Geld zu erhalten. Amazon ruft Entwickler daher dazu auf, App-Abstürze möglichst schnell zu beseitigen, damit die Bezahlung korrekt ermittelt werden kann.

Welche Apps im Underground-Bereich gelistet sind, entscheiden die entsprechenden Anbieter. Wenn ein Anbieter seine App dort nicht mehr haben möchte, kann er sie entfernen. Aber alle bis dahin über Underground bezogenen Apps müssen für die Kunden weiterhin kostenlos nutzbar bleiben, verlangt Amazon von den App-Anbietern. Sie verzichten dann nach derzeitigem Kenntnisstand nur auf die Bezahlung, so dass es sich für App-Anbieter nicht lohnt, eine App wieder aus der Underground-Rubrik zu entfernen.

Kann die Überwachung umgangen werden?

Wie auch bei anderen App-Shops üblich, funktionieren die über Amazon bezogenen Apps nur, wenn auch der betreffende App-Shop auf dem Gerät installiert ist. Für das Funktionieren der Apps aus dem Underground-Bereich genügt aber auch Amazons bisherige App-Shop-App. Ob sich damit das umfangreiche Überwachen verhindern lässt, ist derzeit nicht bekannt. Falls es so ist, würde der Anbieter der betreffenden App wohl auch kein Geld mehr erhalten, auch wenn die betreffende App intensiv verwendet wird.

Allerdings können über Underground bezogene Apps nicht über die alte App-Shop-App installiert werden. Dazu muss die Underground-App installiert werden. Alternativ kann die Underground-App auf einem zweiten Android-Gerät installiert werden, um dann eine über die Underground-Rubrik bezogene App mittels Backup auf das erste Android-Gerät zu übertragen. Auf dem ersten Gerät muss dann aber mindestens Amazons bisheriger App-Shop vorhanden sein.

 Amazon Underground: Hunderte Apps gratis im Tausch gegen Überwachung

eye home zur Startseite
r3verend 18. Sep 2015

Die Sorge ist meiner Meinung nach unbegründet. Dieses Modell ist für kostenpflichtige...

Zabrok 31. Aug 2015

Indem Amazon zusätzlich eigene Werbung in den Apps platziert. Was zum Teil schlecht...

sebastiang 31. Aug 2015

Nein, das Recht gilt uneingeschränkt. Es ist egal wie gebildet oder klug jemand ist.

Garius 31. Aug 2015

Ich hoffe du hast ein Golem Abo, bei dem selbstgefälligen Mundwerk.

Anonymster... 30. Aug 2015

Nein ... es besteht Anschnallpflicht. Du musst dich anschnallen ... du hast nicht das...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. CEMA AG, verschiedene Standorte
  2. operational services GmbH & Co. KG, Berlin, Frankfurt, Nürnberg, Zwickau, Dresden
  3. Deutsche Telekom AG, verschiedene Standorte
  4. State Street Bank International GmbH, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-75%) 7,49€
  2. 189,99€
  3. (u. a. Cities: Skylines für 6,66€)

Folgen Sie uns
       


  1. Europol

    EU will "Entschlüsselungsplattform" ausbauen

  2. Krack-Angriff

    AVM liefert erste Updates für Repeater und Powerline

  3. Spieleklassiker

    Mafia digital bei GoG erhältlich

  4. Air-Berlin-Insolvenz

    Bundesbeamte müssen videotelefonieren statt zu fliegen

  5. Fraport

    Autonomer Bus im dichten Verkehr auf dem Flughafen

  6. Mixed Reality

    Microsoft verdoppelt Sichtfeld der Hololens

  7. Nvidia

    Shield TV ohne Controller kostet 200 Euro

  8. Die Woche im Video

    Wegen Krack wie auf Crack!

  9. Windows 10

    Fall Creators Update macht Ryzen schneller

  10. Gesundheitskarte

    T-Systems will Konnektor bald ausliefern



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Essential Phone im Test: Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
Essential Phone im Test
Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
  1. Teardown Das Essential Phone ist praktisch nicht zu reparieren
  2. Smartphone Essential Phone kommt mit zwei Monaten Verspätung
  3. Andy Rubin Essential gewinnt 300 Millionen US-Dollar Investorengelder

Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test: Google fehlt der Mut
Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test
Google fehlt der Mut
  1. Pixel Visual Core Googles eigener ISP macht HDR+ schneller
  2. Smartphones Googles Pixel 2 ist in Deutschland besonders teuer
  3. Pixel 2 und Pixel 2 XL im Hands on Googles neue Smartphone-Oberklasse überzeugt

Krack-Angriff: Kein Grund zur Panik
Krack-Angriff
Kein Grund zur Panik
  1. Neue WLAN-Treiber Intel muss WLAN und AMT-Management gegen Krack patchen
  2. Ubiquiti Amplifi und Unifi Erster Consumer-WLAN-Router wird gegen Krack gepatcht
  3. Krack WPA2 ist kaputt, aber nicht gebrochen

  1. Vertärkter Handel mit Lücken?

    Theoretiker | 13:59

  2. Re: bei mir genau umgekehrt ...

    DeathMD | 13:54

  3. Re: So sieht das Ende aus

    Talhawkins | 13:52

  4. Re: In der Praxis: Alles über die Server von Skype

    schily | 13:48

  5. Re: Traurig für Berlin

    benandex | 13:41


  1. 13:27

  2. 11:25

  3. 17:14

  4. 16:25

  5. 15:34

  6. 13:05

  7. 11:59

  8. 09:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel