• IT-Karriere:
  • Services:

Amazon und Co.: Onlinehändler entsorgen 20 Millionen Retouren

Den Pullover in drei Größen und Farben bestellen, einen behalten, den Rest zurückschicken - kein Problem, Onlinehändler wie Amazon nehmen die Ware häufig unkompliziert wieder zurück. Umso problematischer ist, was dann manchmal damit passiert.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Viele Onlinehändler entsorgen zurückgeschickte Artikel, auch wenn sie sinnvoll weiterverwendet werden könnten.
Viele Onlinehändler entsorgen zurückgeschickte Artikel, auch wenn sie sinnvoll weiterverwendet werden könnten. (Bild: Jeff J Mitchell/Getty Images)

Onlinehändler in Deutschland haben allein im Jahr 2018 20 Millionen zurückgeschickte Artikel entsorgt. Dabei handelte es sich um Kleidung, aber auch um Elektro- und Freizeitartikel, Möbel und Haushaltswaren sowie Produkte des täglichen Bedarfs.

Stellenmarkt
  1. Dental Wings GmbH, Berlin
  2. über Hays AG, Bonn, München

7,5 Millionen der zurückgeschickten Artikel hätten gespendet oder wiederverwertet werden können. Das entspricht 40 Prozent der entsorgten Retouren, wie Wirtschaftswissenschaftler der Universität Bamberg ermittelten. Es sei "eine unnötige Verschwendung", kritisierte Björn Asdecker, Leiter der Forschungsgruppe.

Die Entsorgung von Produkten kostet im Schnitt nur 85 Cent, es wäre hingegen viel teurer und aufwendiger, die Ware weiter zu verwerten. Manche Händler wüssten auch nicht, wer eine Spende überhaupt gebrauchen kann und welchen Wert die Ware noch hat. Die meisten Produkte, die am Ende weggeworfen werden, kosten weniger als 15 Euro.

Nicht alle retournierten Produkte eignen sich für Weiterverwendung

Dementsprechend gering sei dann meistens auch die Qualität, so die Forscher. Immerhin gut die Hälfte der Produkte kann nicht mehr aufbereitet werden oder ist technisch defekt. "Eine Entsorgung ist oftmals alternativlos", heißt es in der am 9. Oktober 2019 veröffentlichten Studie. Nach Einschätzung der Forschungsgruppe ist es deshalb auch wenig sinnvoll, das Wegwerfen gesetzlich zu verbieten. Zumal das kaum kontrollierbar wäre.

Stattdessen schlagen die Wissenschaftler vor, Anreize zu entwickeln - zum Beispiel mit der Einführung eines Nachhaltigkeitssiegels. Auch ein Verzeichnis mit Spendenempfängern könnte den Händler helfen, damit sie erfahren, welche Organisation welche Art von Gütern auch in kleinen Stückzahlen entgegennimmt.

Außerdem müsse die Entsorgung teurer werden, fordert die Bamberger Forschungsgruppe. Nur so könne der "Fehlanreiz" beseitigt werden. Der Marktführer Amazon reagierte schon: Seit September 2019 kostet die Entsorgung nach Angaben des Unternehmens statt 10 Cent mindestens 25 Cent - genauso viel wie der Rückversand. Aber nicht nur die Händler müssen umdenken. Rund eine Million Artikel werden laut der Studie nur entsorgt, weil es die Marken- oder Patentinhaber so vorschreiben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 106,90€ (Bestpreis!)
  2. 379€ (Bestpreis!)
  3. (u. a. PC-Gehäuse bis -50% und Weekend Sale)
  4. (u. a. Surviving Mars - First Colony Edition für 5,29€, Monopoly - Nintendo Switch Download Code...

Cerb 12. Okt 2019

Was ich als Bastler, der gern mal defektes kauft um bei der Reparatur ein wenig zu...

crazypsycho 11. Okt 2019

Ein Rückläufer ist ja nicht automatisch B-Ware. Meist kann man das ja weiterhin als...

crazypsycho 11. Okt 2019

Bei der Rechnung stimmt etwas nicht. Der Konsument bestellt zwar 3, aber bezahlt nur 1...

Herr_Be 11. Okt 2019

... Wenn alles im Warehouse landen würde, würde sich Amazon selbst die Preise kaputt...

crazypsycho 10. Okt 2019

Das mit der Größe ist natürlich richtig, aber wenn man es weiß auch kein Problem. Und...


Folgen Sie uns
       


Opel Zafira-e Life Probe gefahren

Wir haben den Opel Zafira-e Life ausführlich getestet.

Opel Zafira-e Life Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /