Abo
  • IT-Karriere:

Amazon-Tochter Ring: Mitarbeiter konnten angeblich in Kundenwohnungen blicken

Auf die Videobilder der Überwachungskameras des Herstellers Ring konnten einem Medienbericht zufolge nicht nur die Eigentümer, sondern auch die Mitarbeiter zugreifen - und Kunden beobachten. Der Hersteller widerspricht allerdings der Darstellung.

Artikel veröffentlicht am ,
Live sehen, was zu Hause passiert - das konnten auch Mitarbeiter von Ring.
Live sehen, was zu Hause passiert - das konnten auch Mitarbeiter von Ring. (Bild: Ring)

"Haben Sie alles im Blick. Egal, wo Sie sind", wirbt der Hersteller von Überwachungskameras und smarten Türklingeln Ring. Die Garage, das Wohnzimmer, das Büro und der Hinterhof - alles kann mit den Überwachungskameras über Smartphone und Cloud im Blick behalten werden. Allerdings gelte das nicht nur für Eigentümern der Kameras, sondern auch für Mitarbeiter des Herstellers, behauptet The Intercept. Vor knapp einem Jahr wurde Ring von Amazon für über eine Milliarde US-Dollar übernommen.

Stellenmarkt
  1. Reply AG, Berlin, Bremen, Hamburg
  2. Heidemark GmbH, Ahlhorn

Sowohl die Entwickler als auch die Geschäftsführung benötigten dem Bericht zufolge nur die E-Mail-Adresse eines Ring-Nutzers, um live auf die Videostreams ihrer Kunden zugreifen zu können. Ring vertreibt nicht nur Überwachungskameras für den Außenbereich, sondern hat auch Kameras im Programm, die explizit für Innenräume ausgelegt sind. Der Zugriff auf die Kameras soll über das Videoportal des technischen Supports möglich gewesen sein. Ring-Mitarbeiter hätten sich sogar gegenseitig nach romantischen Dates damit aufgezogen, wen der Kollege mit nach Hause genommen habe, heißt es in dem Bericht.

Zugriff auf alle Videos

In einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung in der Ukraine hätten die Ring-Mitarbeiter 2016 Zugriff auf einen Ordner in Amazons S3-Cloudspeicher gehabt, in dem sich alle Videos befanden, die von Ring-Kameras auf der ganzen Welt aufgenommen wurden. Zudem hätten sie auf eine Datenbank zugreifen können, die die einzelnen Videos Ring-Kunden zuordnete. Hin und wieder hätten die Mitarbeiter sich gegenseitig Videos von Ring-Kunden gezeigt, sie kommentiert oder sie beschrieben - darunter Menschen, die sich küssten, Gewehre abfeuerten oder stahlen. Nach dem Kauf durch Amazon seien mehr Zugriffsrestriktionen eingeführt worden, die die Mitarbeiter allerdings umgehen könnten.

Nachtrag vom 11. Januar 2019, 18:15 Uhr

In einer Stellungnahme gegenüber Golem.de widerspricht Ring der Darstellung von The Intercept: Die Mitarbeiter hätten nur Zugriff auf Videos, die öffentlich über die Neighbour-App von Ring geteilt wurden oder von Ring-Kunden, die einer Analyse ihrerer Videos explizit zugestimmt hätten. Ring gebe und habe den Mitarbeitern keinen Zugriff auf die Livestreams der Ring-Geräte gegeben. Man habe strikte Regelungen für alle Teammitglieder und implementiere Systeme, die den Zugriff beschränkten und regelten.

Laut The Intercept ist unklar, seit wann die Regelungen in Kraft sind und ob sie auch durchgesetzt werden. 2016 war dies laut The Intercept nicht der Fall, zur gleichen Zeit habe auch Zugriff auf die Livestreams bestanden. Ob der Zugriff aktuell noch bestehen soll, geht nicht aus dem Bericht hervor.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Grafikkarten, Monitore, Mainboards)
  2. ab 234,90€
  3. 119,90€
  4. 249€ + Versand

Bolzkopf 14. Jan 2019

Blödsinn ? Keineswegs und Mitnichten. Ganz im Gegenteil. Man verwendet ja die Ende-zu...

TurbinenBewunderer 14. Jan 2019

Nicht wirklich, Geld wurde schon immer zentral gemanaged.

Hotohori 13. Jan 2019

Thanks für die Info. Das ist doch mal hilfreich direkt von einem Kunden zu hören. Wenn...

Rail 12. Jan 2019

Die ganze 'Smart' kacke ist auch nix für mich. Aber was sich hier einige an Aufwand...

NCC1701 12. Jan 2019

Bei allem anderen stimme ich dir zu aber der Satz ist quatsch. Es macht einen großen...


Folgen Sie uns
       


LG V50 mit Dualscreen - Hands on (MWC 2019)

LG hat auf dem Mobile World Congress 2019 in Barcelona das 5G-fähige Smartphone V50 Thinq gezeigt. Passend dazu gibt es eine spezielle Hülle, die sich Dual Screen nennt. Darun befindet sich ein zweites Display, das sich parallel zum normalen Smartphone-Display nutzen lässt.

LG V50 mit Dualscreen - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
Adblock Plus: Adblock-Filterregeln können Code ausführen
Adblock Plus
Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck

  1. Urheberrecht Axel-Springer-Verlag klagt erneut gegen Adblocker
  2. Whitelisting erlaubt Kartellamt hält Adblocker-Nutzung für "nachvollziehbar"
  3. Firefox Klar Mozilla testet offenbar Adblocker

Elektromobilität: Was hat ein Kanu mit Autos zu tun?
Elektromobilität
Was hat ein Kanu mit Autos zu tun?

Veteranen der deutschen Autoindustrie wollen mit Canoo den Fahrzeugbau und den Vertrieb revolutionieren. Zunächst scheitern die großen Köpfe aber an den kleinen Hürden der Startupwelt.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. EU Unfall-Fahrtenschreiber in Autos ab 2022 Pflicht
  2. Verkehrssenatorin Fahrverbot für Autos in Berlin gefordert
  3. Ventomobil Mit dem Windrad auf Rekordjagd

Falcon Heavy: Beim zweiten Mal wird alles besser
Falcon Heavy
Beim zweiten Mal wird alles besser

Die größte Rakete der Welt fliegt wieder. Diesmal mit voller Leistung, einem Satelliten und einer gelungenen Landung im Meer. Die Marktbedingungen sind für die Schwerlastrakete Falcon Heavy in nächster Zeit allerdings eher schlecht.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer und dpa

  1. SpaceX Dragon-Raumschiff bei Test explodiert
  2. SpaceX Raketenstufe nach erfolgreicher Landung umgekippt
  3. Raumfahrt SpaceX zündet erstmals das Triebwerk des Starhoppers

    •  /