Amazon-Technik-Vorstand: "Cloud-Sparte wird so wichtig wie unser Onlinehandel"

Amazon sieht seine Cloud-Sparte AWS als bald genauso wichtig wie seinen gesamten Onlinehandel. "Aktuell fügen wir jeden Tag mehr Kapazität hinzu, als wir im Jahr 2003 insgesamt hatten", sagte ein Sprecher.

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Amazon-Vize Andy Jassy auf der AWS re:invent
Amazon-Vize Andy Jassy auf der AWS re:invent (Bild: Richard Brian/Reuters)

Amazon erwartet, dass seine Cloud-Sparte Amazon Web Services das gleiche Umsatzvolumen wie sein Handelsgeschäft erreichen wird. "Ich glaube, dass diese Sparte wahrscheinlich so groß werden wird wie unser Handelsgeschäft", sagte Amazon-Technik-Vorstand Werner Vogels der Zeitung Die Welt. Amazon Web Services wachse aktuell schneller als erwartet.

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Amazon sei dabei, den Dienst weiter auszubauen: "Aktuell fügen wir jeden Tag mehr Kapazität hinzu, als wir im Jahr 2003 insgesamt hatten." Vogels sagte, dass der Cloud-Markt aktuell reifer werde und sich diversifiziert. "Wir glauben nicht, dass dieser Markt von einer Firma allein dominiert werden kann."

Amazon wolle die Preise im Markt weiter drücken: "Cloud Computing ist für uns ein Geschäft mit großem Umsatzvolumen, aber sehr niedrigen Margen - und wir sind glücklich damit, denn das kennen wir aus dem klassischen Handelsgeschäft. Ich verkaufe lieber einen Rechenzyklus für einen Cent, als ihn gar nicht zu verkaufen." Amazon berichtete Ende Januar 2013 über sein viertes Quartal 2012. Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 21,27 Milliarden US-Dollar. Amazons Gewinn sank um 45 Prozent auf 97 Millionen US-Dollar. Die Ausgaben Amazons wuchsen wegen hoher Investitionen um 22 Prozent. Der operative Gewinn stieg um 56 Prozent auf 405 Millionen US-Dollar. Die Kosten für den Bereich Technologie und Content stiegen von 862 Millionen US-Dollar auf 1,35 Milliarden US-Dollar.

Die Berliner Startupszene sei sehr wichtig für Amazon: "Berlin ist in Europa gerade jetzt der Hotspot für IT-Dienstleistungen für Verbraucher, die Innovations-Keimzelle für neue Unternehmen."

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Zum 1. Dezember 2012 wurde das Speichern von Daten in Amazons S3 billiger. Berechnet Amazon für die Speicherung des ersten TBytes derzeit 12,5 Cent pro GByte und Monat, sank der Preis auf 9,5 US-Cent. Deutlicher fiel die Preissenkung bei größerem Speichervolumen aus: Wer mehr als 1 TByte an Daten ablegt, zahlt für die nächsten 49 TByte nur noch 8 statt bisher 11 US-Cent pro GByte und Monat. Für die nächsten 450 TByte fallen 7 US-Cent statt 9,5 US-Cent pro GByte und Monat an. Darüber hinaus sank der Preis für die nächsten 500 TByte von 9 auf 6,5 US-Cent pro GByte und Monat.

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