Amazon: Smartphone-Kauf wird durch Werbeeinblendungen billiger

Amazon verkauft Android-Smartphones günstiger, wenn sich Prime-Kunden mit Werbebotschaften auf dem Sperrbildschirm und im Benachrichtigungsbereich abfinden. Außerdem werden eine Reihe von Amazon-Apps auf dem Smartphone vorinstalliert.

Artikel veröffentlicht am ,
Lenovos Moto G4 ist Teil des Programms Prime Exclusives Phones.
Lenovos Moto G4 ist Teil des Programms Prime Exclusives Phones. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Amazon hat ein spezielles Programm für Android-Smartphones aufgesetzt. Es heißt Prime Exclusives Phones und verspricht Preisnachlässe auf den Gerätepreis, wenn Amazon Werbebotschaften auf das Smartphone schicken darf. Außerdem sind auf den betreffenden Smartphones eine Reihe von Amazon-Apps vorinstalliert. Das Angebot setzt eine aktive Prime-Mitgliedschaft voraus. Amazon bietet diese Möglichkeit derzeit nur in den USA an. Ob es die Option auch in Deutschland geben wird, ist nicht bekannt.

50-US-Dollar Preisnachlass für dauerhafte Werbung

Stellenmarkt
  1. Fachinformatiker*in für Systemintegration
    3A Composites GmbH, Singen (Hohentwiel)
  2. Datenqualitätsmanager*in (w/m/d)
    Investitionsbank Schleswig-Holstein, Kiel
Detailsuche

Im Rahmen der Prime Exclusives Phones gibt es derzeit unter anderem Lenovos Moto G4 in zwei Speichervarianten. Das Modell mit 16 GByte Flash-Speicher kostet bei Amazon regulär 200 US-Dollar. Mit Werbebotschaften verringert sich der Gerätepreis um 50 US-Dollar auf 150 US-Dollar. Das Moto G4 mit 32 GByte gibt es ebenfalls mit einem Nachlass von 50 US-Dollar, es kostet mit Werbeeinbendungen 180 US-Dollar. Alle Preisangaben gelten ohne Abschluss eines Mobilfunkvertrags.

Die Werbung wird von Amazon auf das Smartphone geliefert und wird sowohl im Sperrbildschirm als auch im Benachrichtigungsbereich angezeigt. Über die möglichen Inhalte der Werbung gibt es noch keine Informationen. Während die Werbebotschaften des Sperrbildschirms bei der Nutzung des Smartphones nicht weiter auffallen, lässt sich die Werbung im Benachrichtigungsbereich kaum übersehen. In welcher Häufigkeit der Nutzer Werbung erhält ist nicht bekannt und er wird wohl auch keinen Einfluss darauf nehmen können.

Werbung auf Fire-Tablets und Kindle-Readern

Mit dem neuen Angebot gibt es erstmals Nicht-Amazon-Geräte mit solchen Werbeeinblendungen. Bereits seit Jahren werden Fire-Tablets und Kindle-Reader mit Werbebotschaften ausgeliefert. Anders als bei den Fire- und Kindle-Geräten nennt Amazon die Werbung bei den Android-Smartphones auch Werbung. Bei den eigenen Geräten verschleiert Amazon die Werbebotschaften mit der Bezeichnung Spezialangebote. Bei Modellen ohne Spezialangebote erhöht sich der Anschaffungspreis entsprechend.

Golem Akademie
  1. Penetration Testing Fundamentals: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. Januar 2022, Virtuell
  2. Webentwicklung mit React and Typescript: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    6.–10. Dezember 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Nach Aussage von Amazon werden die meisten Fire- und Kindle-Geräte mit Spezialangeboten verkauft. Ob das aus Überzeugung oder Unwissenheit geschieht, bleibt unklar. Denn wer ein Fire-Tablet oder einen Kindle-Reader ohne Spezialangebote kaufen möchte, muss die Option bewusst aktivieren. Auf der Amazon-Webseite werden jedoch immer nur die Preise mit Spezialangeboten genannt und die Varianten ohne Spezialangebote werden in den Amazon-Suchergebnissen nicht erwähnt. Und wer sich einen Kindle-Reader im lokalen Handel kauft, bekommt nur die Modelle mit Spezialangebot.

Immer mehr Werbung auf dem Fire TV

Jüngst setzt Amazon immer stärker auf Einnahmen durch Werbeschaltungen. In den vergangenen Wochen haben sich die Werbeeinblendungen auf der Fire-TV-Oberläche erheblich intensiviert. Vor über sechs Wochen hat Amazon damit begonnen, Werbebanner auf dem Fire-TV-Startbildschirm nicht mehr länger nur für Filme und Serien von Amazon Video anzuzeigen. Es werden immer mehr Produkte beworben, die nichts mit Amazons Video-Streaming-Dienst zu tun haben. Anders als bei den oben genannten Angeboten werden Käufer des Fire TV bis heute nicht darüber informiert, dass sie ein Gerät kaufen, das mit Werbeeinblendungen versehen ist.

Die Werbeclips vor Filmen und Serienepisoden behandeln vorerst weiterhin Filme und Serien aus Amazons Video-Streaming-Dienst. Während die oben genannten Werbebanner nur auf Fire-TV-Geräten zu sehen sind, erscheinen die Werbeclips bei allen Prime-Kunden, die Amazons Video-Streaming-Dienst verwenden. Welches Gerät bei der Wiedergabe verwendet wird, spielt hier keine Rolle.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


The_Soap92 30. Jun 2016

Naja was soll mich denn da erwischen? Die Rückgaben waren alle berechtigt und wie ich...

Kondom 30. Jun 2016

Das Kindle Fire kann man zum Beispiel von sämtlichen Amazon Sachen befreien und den...

TrollNo1 30. Jun 2016

Und wenn ich das Gerät ausschalte und 1 Jahr in die Schublade lege? Kommt dann der...

Smile 30. Jun 2016

Bzz, Bzz, Bzz, Kauf dir das SmartPhone XY! Bzz, Bzz, Bzz, Kauf dir das Tablet XY! Bzz...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bitcoin und Co.
Kryptowährungen stürzen ab

Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen haben ein schlechtes Wochenende hinter sich. Bitcoin liegt fast 20 Prozent unter dem Wert der Vorwoche.

Bitcoin und Co.: Kryptowährungen stürzen ab
Artikel
  1. Virtueller Netzbetreiber: Lycamobile ist in Deutschland insolvent
    Virtueller Netzbetreiber
    Lycamobile ist in Deutschland insolvent

    Lycamobile im Netz von Vodafone ist pleite. Der Versuch, über eine Tochter in Irland keine Umsatzsteuer in Deutschland zu zahlen, ist gescheitert.

  2. Arbeiten bei SAP: Nur die Gassi-App geht grad nicht
    Arbeiten bei SAP
    Nur die Gassi-App geht grad nicht

    SAP bietet seinen Mitarbeitern einiges. Manchen mag das zu viel sein, aber die geringe Fluktuation spricht für das Softwareunternehmen.
    Von Elke Wittich

  3. VATM: Telekommunikationsverband will Bundesnetzagentur aufspalten
    VATM
    Telekommunikationsverband will Bundesnetzagentur aufspalten

    Die beiden großen Telekommunikationsverbände VATM und Breko sind hinsichtlich einer Spaltung der Bundesnetzagentur gespalten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional Werkzeug und Zubehör • Corsair Virtuoso RGB Wireless Gaming-Headset 187,03€ • Noiseblocker NB-e-Loop X B14-P ARGB 24,90€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • Alternate (u. a. Patriot Viper VPN100 2 TB SSD 191,90€) [Werbung]
    •  /