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Roboter Cartman: Maluspunkte, wenn ein Objekt zu früh fallen gelassen wurde
Roboter Cartman: Maluspunkte, wenn ein Objekt zu früh fallen gelassen wurde (Bild: ACRV)

Amazon Robotics Challenge: Australier gewinnen Amazons Roboterwettbewerb

Roboter Cartman: Maluspunkte, wenn ein Objekt zu früh fallen gelassen wurde
Roboter Cartman: Maluspunkte, wenn ein Objekt zu früh fallen gelassen wurde (Bild: ACRV)

Cartman packt am besten: Der von australischen Entwicklern konstruierte Roboter Cartman hat einen Wettbewerb gewonnen, den der Onlinehändler Amazon ausgelobt hatte. Ziel war, Objekte zu erkennen, zu fassen und an einem vorgesehenen Ort abzulegen.

Wer hat nicht schon einmal Geld verspielt, weil es vermeintlich einfach erschien, sich mit einem Greifer eines der Kuscheltiere zu greifen. Dabei müssen nur die Voraussetzungen stimmen: Mit einem vernünftigen Steuerungssystem ist diese Aufgabe zu bewältigen, wie der Cartman zeigt. Mit dem Roboter hat das Team des Australian Centre for Robotic Vision (ACRV) gerade die Amazon Robotics Challenge gewonnen.

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Cartman ist ein sogenannter kartesischer Roboter, funktioniert also ähnlich wie der Greifer auf dem Jahrmarkt. Der Greifer wird vorwärts, rückwärts und seitwärts bewegt und dann über einem zu greifenden Objekt nach unten abgelassen. Vorteil des Roboters: Der Greifer ist drehbar, was es erleichtert, ihn so auszurichten, dass er ein Objekt zu fassen bekommt. Er besteht zudem aus zwei Aktoren, einem zweifingrigen Greifer und einem Saugnapf.

Die Roboter mussten drei Aufgaben lösen

Damit gelang es dem australischen Team, die Amazon Robotics Challenge zu gewinnen. Ziel war, in mehreren Teildisziplinen Objekte zu fassen und zu manipulieren. So mussten die Roboter ein bestimmtes Objekt aus mehreren greifen und in eine Versandbox legen oder Objekte aus einem Container herausnehmen und in Lager legen. Die dritte Aufgabe bestand darin, erst alle Gegenstände zuerst ins Lager zu legen, dann bestimmte herauszunehmen und in eine Box zu legen.

Die 16 Teams, die aus zehn verschiedenen Ländern stammten, bekamen von Amazon vorab nur Daten über die Hälfte der Objekte, mit denen die Roboter umgehen mussten. Die zweite Hälfte der Gegenstände bekamen die Teams eine halbe Stunde lang, um sie zu fotografieren und um damit zu üben. Punkte wurden vergeben, wenn ein Objekt richtig platziert wurde. Wurde die Zeitvorgabe unterschritten, gab es zudem Bonuspunkte. Wurde ein Objekt falsch abgelegt, aus zu großer Höhe fallen gelassen oder beschädigt, wurden Punkte abgezogen.

Cartman löste die dritte Aufgabe am besten von allen

Zunächst schienen sich die Roboterarme durchzusetzen: Nach den ersten beiden Wettbewerben lag Cartman nur auf Rang fünf. Bei der letzten, kombinierten Aufgabe schlug sich der australische Roboter so gut, dass die Arme chancenlos waren. Das Team erhielt ein Preisgeld in Höhe von 80.000 US-Dollar.

Die Hardware des Roboters sei nicht aufwendig, sagte Jonathan Roberts, Leiter des Robotiklabors an der Queensland University, der BBC: Die Komponenten hätten weniger als 30.000 australische Dollar, umgerechnet etwa 20.000 Euro, gekostet. Das sei im Vergleich zu anderen Industrierobotern günstig. Den Roboter zu planen, zu bauen und vor allem zu programmieren, habe dann rund 15.000 Stunden in Anspruch genommen.

Bei der Amazon Robotics Challenge ging es darum, dass die Roboter Objekte und ihre Lage erkennen, dass sie die Aufgabe planen und durchführen und dabei mögliche Fehler erkennen und korrigieren. Amazons Idee hinter dem Wettbewerb ist, Roboter zu entwickeln, die in der Lage sind, Objekte aus dem Lager zu nehmen und für den Versand vorzubereiten. Derzeit setzt Amazon Roboter ein, um Waren im Lagerhaus zu transportieren.


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