• IT-Karriere:
  • Services:

Amazon Rekognition: Amazon verkauft Gesichtserkennungssoftware an Polizei

Amazon verkauft seine Gesichtserkennungstechnologie Rekognition auch an Polizeibehörden und wird dafür kritisiert. Das Unternehmen sieht darin kein Problem - und antwortet, die Software sei auch bei der royalen Hochzeit vergangene Woche zum Einsatz gekommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazons Software erkennt Gesichter.
Amazons Software erkennt Gesichter. (Bild: Amazon)

Die US-Bürgerrechtsorganisation ACLU (American Civil Liberties Union) hat Amazon dafür kritisiert, seine Lösung für Gesichtserkennung an Polizeibehörden zu verkaufen, wie Ars Technica berichtet. Die Software soll mehr als 100 Personen in einem Bild erkennen können. Die Bilder werden dann mit einer hinterlegten Datenbank verglichen.

Stellenmarkt
  1. IT-Servicezentrum der bayerischen Justiz, Schwabmünchen, Bamberg
  2. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Nürnberg

Die Software mit dem Namen Amazon Rekognition wird bereits von der Polizei in Orlando, Florida, und im Sheriffbüro in Oregon eingesetzt, wie nach Angaben der ACLU aus Dokumenten hervorgeht, die mit dem Informationsfreiheitsgesetz befreit wurden. Die Software soll bereits einen Abgleich mit 300.000 Bildern Tatverdächtiger (sogenannte Mugshots) vorgenommen haben. Der Abgleich kann auch über eine mobile Handy-App vorgenommen werden.

Amazon geht den Berichten zufolge recht aggressiv vor, um seine Lösung zu vermarkten. In Orlando werde derzeit eine "Proof-of-Concept-Installation" aufgebaut, Amazon bietet die Consulting-Dienste dabei kostenlos an. Die ACLU kritisiert die Software. "Mit Rekognition kann eine Regierung ein System aufbauen, das eine automatische Identifikation und Tracking von jedermann ermöglicht. Wenn Bodykameras von Polizisten mit Gesichtserkennungssoftware ausgestattet werden, können Geräte, die eigentlich für eine bessere Transparenz sorgen sollen, in Überwachungsmaschinen umgewandelt werden." So könnte die Polizei zum Beispiel die Identität von Menschen bei Demonstrationen automatisch ermitteln.

Bezos soll Verkauf stoppen

Die ACLU, Human Rights Watch, die Freedom of the Press Foundation und die EFF fordern Amazon-Gründer Jeff Bezos daher auf, die Software nicht länger an Regierungsstellen zu verkaufen. Amazon schreibt, man habe keine Handhabe, solange sich ein Kunde an die Nutzungsbedingungen von AWS halte.

Ein Sprecher sagte: "Amazon Rekognition ist ein System, das dabei hilft, Menschen, Objekte oder Aktivitäten automatisch in Videos auf der Basis von Inputs durch den Kunden zu identifizieren." Einige Behörden hätten Rekognition bereits erfolgreich eingesetzt, um vermisste Personen zu finden. Bei der kürzlichen Hochzeit im britischen Königshaus zwischen Prinz Harry und Meghan Markle sei das System außerdem genutzt worden, um Teilnehmer der Zeremonie automatisch zu identifizieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 0,99€ (danach 7,99€/Monat für Prime-Kunden bzw. 9,99€/Monat für Nicht-Prime-Kunden...
  2. (u. a. Stirb Langsam 1 - 5, Kingsman 2-Film-Collection, Fight Club, Terminator)
  3. 0,91€ - 18,16€ (u. a. Q.U.B.E, Asset-Pack Rusty Barrels Volume 2, Unreal Multiplayer Training...
  4. 59,99€ (Release am 15. November)

Anonymer Nutzer 25. Mai 2018

Ok. Aber warum man auf die Idee kommt, dass ein Regime nicht wechseln kann, siehe 193x...

FreiGeistler 24. Mai 2018

Wieso kommt mir dazu das Bild eines Hundes, der Happy seinen Schwanz jagt, in den Sinn?

Berndinio 23. Mai 2018

Dieser Satz ist für mich ohne Referenzgröße nichtsaussagend. 100 Gesichter auf einem 10GB...


Folgen Sie uns
       


The Outer Worlds - Fazit

Das Rollenspiel The Outer Worlds schickt Spieler an den Rand der Galaxie. Es erscheint am 25. Oktober 2019 und bietet spannende Missionen und Action.

The Outer Worlds - Fazit Video aufrufen
Frauen in der IT: Ist Logik von Natur aus Männersache?
Frauen in der IT
Ist Logik von Natur aus Männersache?

Wenn es um die Frage geht, warum es immer noch so wenig Frauen in der IT gibt, kommt früher oder später das Argument, dass Frauen nicht eben zur Logik veranlagt seien. Kann die niedrige Zahl von Frauen in dieser Branche tatsächlich mit der Biologie erklärt werden?
Von Valerie Lux

  1. IT-Jobs Gibt es den Fachkräftemangel wirklich?
  2. Arbeit im Amt Wichtig ist ein Talent zum Zeittotschlagen
  3. IT-Freelancer Paradiesische Zustände

Surface Laptop 3 (15 Zoll) im Test: Das 15-Zoll-Macbook mit Windows 10 und Ryzen
Surface Laptop 3 (15 Zoll) im Test
Das 15-Zoll-Macbook mit Windows 10 und Ryzen

Was passiert, wenn ein 13-Zoll-Notebook ein 15-Zoll-Panel erhält? Es entsteht der Surface Laptop 3. Er ist leicht, sehr gut verarbeitet und hat eine exzellente Tastatur. Das bereitet aber nur Freude, wenn wir die wenigen Anschlüsse und den recht kleinen Akku verkraften können.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Surface Laptop 3 mit 15 Zoll Microsoft könnte achtkernigen Ryzen verbauen

ZFS erklärt: Ein Dateisystem, alle Funktionen
ZFS erklärt
Ein Dateisystem, alle Funktionen

Um für möglichst redundante und sichere Daten zu sorgen, ist längst keine teure Hardware mehr nötig. Ein Grund dafür ist das Dateisystem ZFS. Es bietet Snapshots, sichere Checksummen, eigene Raid-Level und andere sinnvolle Funktionen - kann aber zu Anfang überfordern.
Von Oliver Nickel

  1. Dateisystem OpenZFS soll einheitliches Repository bekommen
  2. Dateisystem ZFS on Linux unterstützt native Verschlüsselung

    •  /