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Amazon Prime Video: Neue Regionen haben nur ein Mini-Sortiment

Amazon will Netflix auf dem Weltmarkt attackieren. Prime Video gibt es zwar neuerdings weltweit, aber in den neuen Regionen startet der Streamingdienst mit einer sehr geringen Auswahl. Und in der Schweiz kommen noch andere Probleme hinzu.

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Amazons Prime Video hat in den neuen Regionen weniger als 300 Titel pro Land.
Amazons Prime Video hat in den neuen Regionen weniger als 300 Titel pro Land. (Bild: Rachel Murray/Getty Images for Amazon)

Es klang wie der große Frontalangriff auf Netflix: Amazon hatte Mitte Dezember 2016 die weltweite Verfügbarkeit von Amazon Prime bekanntgegeben. Bei einem Blick auf die jeweiligen Dienste wirkt Amazons Schritt allerdings wie eine Verzweiflungstat. Vor allem der Amazon-Auftritt in der Schweiz wirkt unfertig und Kunden wenden sich von Prime Video bereits wieder ab.

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Zuvor war Amazon mit seinem Streamingdienst lediglich in fünf Ländern verfügbar, es kamen auf einmal über 200 weitere Länder dazu. Netflix ist seit Anfang des Jahres ebenfalls weltweit verfügbar. Damit sind Amazon und Netflix derzeit die einzigen Anbieter in diesem Segment, die weltweit agieren.

Prime Video mit wenig Auswahl

In den neu hinzugekommenen Prime-Video-Ländern erhalten Kunden nur einen Bruchteil der Titel, die es im jeweiligen Land bei der Konkurrenz gibt - bei Netflix. Das hat sich auch in den ersten beiden Wochen nach dem Start nicht gebessert, wie eine Stichprobe von Golem.de ergeben hat.

Die Streaming-Suchmaschine Justwatch zeigt für jeden Streaminganbieter an, wie viele Titel insgesamt im jeweiligen Katalog vorhanden sind. Laut diesen Angaben erhalten Amazon-Kunden in den Ländern Frankreich, Spanien, Kanada und Italien rund 250 Titel. In diesen Ländern ist Prime Video Bestandteil des Prime-Abos, so dass für den Videodienst keine weiteren Kosten anfallen. In Ländern wie den Niederlanden, Russland, Australien, Dänemark und Norwegen wird Prime Video separat angeboten und auch hier erhalten die Kunden nicht einmal 300 Titel. Für die meisten neuen Prime-Video-Länder hat Justwatch derzeit kein Datenmaterial, Amazon selbst gibt keine Daten heraus.

Netflix-Katalog bietet das Zehnfache

Im direkten Vergleich haben wir uns in den jeweiligen Ländern das Sortiment von Netflix angesehen. In allen Ländern bietet Netflix mit rund 2.500 Titeln etwa die zehnfache Auswahl an Filmen und Serien. Prime Video ist in den neuen Regionen zwar preisgünstiger als Netflix, aber die deutlich verringerte Auswahl macht diesen Vorteil schnell wieder zunichte. Zum Vergleich: In Deutschland hat der Katalog von Prime Video derzeit etwas mehr als 2.500 Titel und Netflix kommt auf 1.900 Einträge.

Regulär kostet Prime Video in den neuen Regionen monatlich 5,99 Euro respektive 5,99 US-Dollar. Dieser Preis gilt ab Sommer 2017, bis dahin ist es zum Monatspreis von 2,99 Euro zu haben. Ein Netflix-Abo mit einem zehnmal so großen Katalog kostet 7,99 Euro und mit HD-Material sind es 9,99 Euro im Monat.

Schweizer Amazon-Kunden sind verärgert

Für die Schweiz liegen derzeit keine Angaben vor, wie viele Prime-Titel in dem Land angeboten werden. Möglicherweise sind es ebenfalls um die 250 Titel, Kunden kamen nach eigener Zählung auf weniger als 100 Einträge. Viele gelistete Inhalte lassen sich derzeit nicht abspielen. Bei dem Versuch erscheint nur der Hinweis, dass die betreffende Lizenz am Standort nicht verfügbar sei. Das passiert sogar bei Material, das als Amazon Originals gekennzeichnet ist.

Darüber ärgern sich Kunden in der deutschsprachigen Schweiz und haben sich nach eigenem Bekunden bereits wieder von Prime Video abgewandt. Als weiteres Ärgernis wird im Forum von Digi-TV.ch berichtet, dass für fast alle Filme und Serien keine deutsche Synchronisation angeboten wird. Vielfach fehlen sogar deutsche Untertitel. Das bestätigt auch ein Bericht auf 20Minuten.ch, die das Sortiment von Prime Video als sehr klein einstufen, aber ebenfalls keine genaue Zahl nennen können. Die gesamte Oberfläche von Prime Video ist in der deutschsprachigen Schweiz nur in Englisch zu haben, eine deutsche Übersetzung fehlt.

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paris 28. Dez 2016

Nachvollziehbare Kritik. Ich finde aber etwas anderes viel übler: Amazon bietet via HTML...

paris 28. Dez 2016

Da sie neimanden etwas schulden werden sie wohl kaum Ausreden brauchen. Das ist deren...

sleepbaker 27. Dez 2016

Ich wollte gerade bei Amazon ein Original Serie schauen, musste aber feststellen, dass...


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