Amazon: Prime Video erhält Profile

Amazon liefert eine immer wieder gewünschte Funktion in Prime Video nach und erlaubt künftig Profile für bis zu sechs Zuschauer.

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Amazons Prime Video erhält eine Profilverwaltung.
Amazons Prime Video erhält eine Profilverwaltung. (Bild: Pixabay/CC0)

Prime Video bekommt eine Profilverwaltung und schließt damit endlich zur Konkurrenz von Netflix und Disney+ auf. Sowohl Netflix als auch Disney+ bieten Profile bereits, seitdem die Dienste in Deutschland zur Verfügung stehen. Bei Amazons Prime Video hat dies bisher immer gefehlt. Amazon will die Profilverwaltung in Etappen für die Kundschaft bereitstellen, es kann also einige Tage dauern, bis die Funktion allen zur Verfügung steht.

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Die Profilverwaltung will Amazon in der Prime-Video-App für Android sowie iOS und den Fire Tablets ab der zehnten Generation bereitstellen. Außerdem soll es die Profilverwaltung auf Fire-TV-Geräten geben. Ansonsten nennt Amazon bisher nur, dass ausgewählte Geräte die Profilverwaltung erhalten, hat diese aber bisher nicht konkretisiert. Golem.de bekam die Profilverwaltung bisher im Desktop-Browser und in der Prime-Video-App für iOS. In der Prime-Video-App für Android fehlte die Profilverwaltung noch. Gleiches gilt für Amazons Fire-Tablets, hier fehlt die Profilverwaltung ebenfalls noch. Auf Fire-TV-Geräten erhielten wir die Profilverwaltung ausschließlich in der Prime-Video-App, nicht aber auf der Fire-TV-Oberfläche. Letztere listet alle Prime-Video-Inhalte und dient dem Zugriff auf die Prime-Video-Inhalte.

Bis zu sechs Profile wird es für Prime Video geben und jedes Profil hat seine personalisierbaren Inhalte. Wie auch bei der Konkurrenz gibt es für jedes Profil eine eigene Watchlist und in jedem Profil wird gespeichert, welche Filme und Serien bis wohin geschaut wurden. Basierend auf der Profilaktivität soll jedes Profil andere Empfehlungen liefern. Profilbilder gibt es nicht.

Leih- und Kauffunktion im Kinderprofil gesperrt

Mit der Einführung von Profilen wird es auch spezielle Kinderprofile geben. Amazon gab auf Nachfrage von Golem.de bekannt, dass darin nur altersgerechte Inhalte erscheinen sollen. Dabei werden in einem Kinderprofil alle Inhalte angezeigt, die maximal eine FSK-12-Einstufung erhalten haben. Diese Altersstufe soll auch bei Suchergebnissen und Empfehlungen gelten. Es ist nicht möglich, eine andere Alterseinstufung vorzugeben. Im Kinderprofil ist die Leih- und Kaufmöglichkeit von Filmen und Serien deaktiviert, die nicht im Prime-Abo enthalten sind. Anders als etwa bei Netflix zeigt Amazon in der Prime-Video-Oberfläche immer wieder auch Filme und Serien, die nicht Bestandteil des Abos sind.

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Die Profilverwaltung von Prime Video bietet keinen PIN-Schutz, die Profile lassen sich beliebig wechseln. Auch Disney+ hat keinen PIN-Schutz und es kann ohne Probleme von einem Kinderprofil in ein Erwachsenenprofil gewechselt werden. Auch die Einstufung als Kinderprofil kann sowohl bei Prime als auch bei Disney+ geändert werden, ohne dass eine PIN oder Ähnliches eingegeben werden muss.

In den Einstellungen des Prime-Video-Kontos kann weiterhin eine Jugendschutz-PIN vergeben werden. Die gilt dann aber weiterhin für alle Profile. Darin kann festgelegt werden, dass etwa für die Wiedergabe von Inhalten ab der FSK-Einstufung ab 12 Jahren eine PIN eingegeben wird.

Nach derzeitigem Kenntnisstand wird es keine Möglichkeit geben, selbst auszuwählen, welche Inhalte in einem Kinderprofil geschaut werden dürfen. Ebenfalls wird eine Blacklist-Funktion fehlen, die es erlaubt, einzelne Titel aus einem Kinderprofil zu entfernen.

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Profilverwaltung bei Netflix und Disney+

Anfang April 2020 hatte Netflix die Profilverwaltung überarbeitet und seitdem kann jedes Profil bei Bedarf mit einer PIN geschützt werden. Zudem wurden die Funktionen für Kinderprofile erweitert. Die Konfiguration ist aber unnötig umständlich ausgefallen. Wir können zwar bei Bedarf selbst entscheiden, wenn ein Film oder eine Serie nicht im Kinderprofil erscheinen soll, aber die Auswahl der Inhalte ist sehr kompliziert.

Disney+ bietet ebenfalls eine Profilverwaltung, die aber in unserem Test noch enttäuscht hat. So fehlt ein PIN-Schutz, so dass Kinder problemlos entweder zu einem anderen Profil wechseln oder das bestehende Profil ändern können. Eine Änderung der Alterseinstufung in einem Profil ist nicht vorhanden und bei der vorgegebenen Einstufung kommt es noch zu Fehlern. Bei Disney+ gibt es keine Möglichkeit, gezielt einzelne Inhalte aus einem Kinderprofil entfernen zu können. Es ist auch nicht möglich, nur gezielt Inhalte im Kinderprofil freischalten zu können.

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