Amazon: Prime-Kunden können schneller zuschlagen

Amazon hat ein neues Feature für Prime-Kunden vorgestellt. Künftig sollen Abonnenten bevorzugten Zugriff auf Angebote erhalten. Auch Google will das Geschäft mit Express-Lieferungen ausweiten.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Google und Amazon konkurrieren um die Vorherrschaft im Onlineshopping.
Google und Amazon konkurrieren um die Vorherrschaft im Onlineshopping. (Bild: Andrew Yates/Afp/Getty Images)

Amazon führt in den USA einen neuen Service für Prime-Kunden ein: Diese erhalten ab sofort früheren Zugriff auf zeitlich begrenzte Aktionsangebote des Online-Händlers, die sogenannten Blitzangebote. Wie Amazon am Dienstag mitteilte, können Prime-Mitglieder bei ausgewählten Blitzangeboten 30 Minuten eher zuschlagen als herkömmliche Amazon-Kunden. Dies soll auch für Amazons Designermode-Outlet Myhabit.com gelten.

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"Mit unseren Early-Access-Deals für Prime-Kunden ermöglichen wir unseren Stammkunden einen ersten Blick auf die besten Angebote bei Amazon und Myhabit", teilte Greg Greeley, Vice President Amazon Prime, mit. Die Prime-Mitgliedschaft kostet in den USA 99 US-Dollar im Jahr und umfasst neben dem neuen Blitzangebot-Feature den kostenlosen Premium-Versand, den unbegrenzten Zugriff auf eine Video- und Musikflatrate sowie Zugriff auf die Kindle-Leihbücherei.

Der Schritt fällt zusammen mit Googles Ankündigung, das Geschäft mit Express-Lieferungen auszuweiten und in weiteren Städten anzubieten. Für 95 US-Dollar Jahresbeitrag können Google-Express-Abonnenten Lieferungen künftig noch am selben Tag oder spätestens einen Tag später erhalten. Bestellungen ab 15 US-Dollar Warenwert sind kostenlos. Google Express bietet Kleidung, Bücher und verpackte Lebensmittel von Partnern wie Target, Costco und Walgreens.

Google will Abwanderung zu Amazon verhindern

Google will so verhindern, dass Kunden zu Amazon abwandern, nachdem sie bei Google nach einem Produkt gesucht haben. Zudem will der Internetkonzern Nutzer abwerben, die bislang direkt bei Amazon nach Produkten suchen - denn das reduziert die eigenen Werbeeinnahmen durch Anzeigen auf den Ergebnisseiten. Google hatte seinen Lieferdienst im Frühjahr 2013 als Shopping Express zunächst in San Francisco und dem Silicon Valley gestartet. Der Wettbewerb um immer schnellere Lieferungen wird nach und nach zum wichtigen Alleinstellungsmerkmal der Online-Händler.

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Bislang hatte Google für den Lieferdienst eine Pauschale von 4,99 US-Dollar für jeden besuchten Laden verlangt. Nicht-Abonnenten zahlen von jetzt an nur noch eine Lieferpauschale von 4,99 US-Dollar, egal bei wie vielen Läden sie einkaufen. Zusätzlich zu dem Jahresabo gibt es die Möglichkeit, eine Pauschale von 10 US-Dollar pro Monat zu zahlen. Zum Vergleich: Amazon verlangt für sein Prime-Fresh-Programm 299 US-Dollar im Jahr. Dafür können Kunden jedoch anders als bei Google auch frische Lebensmittel wie Eier oder Milch bestellen.

Google bietet seinen Service vorerst nur in sechs US-Städten und Washington DC an. Zudem beinhaltet das Abonnement anders als bei Amazon keinen Zugriff auf Digitalangebote.

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Endwickler 16. Okt 2014

Auf der Wunschliste stehen bei mir nur Dinge, die ich nicht brauche, mir aber wünsche...

blackadder 15. Okt 2014

DHL ist mir eigentlich auch am liebsten. Obwohl die Fahrer andauernd die RFID-Schlüssel...

plutoniumsulfat 15. Okt 2014

Achja, die sind ja so ein Möchtegernsonderfall.

Endwickler 15. Okt 2014

Da man auch dann, wenn man schneller schlägt, verlieren kann, ist es das wohl eher...



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