Amazon Prime Air: Lieferdrohnen könnten in Großbritannien bald starten

Amazon hat in Großbritannien nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) die Genehmigung der britischen Flugsicherheitsbehörde Civil Aviation Authority (CAA) erhalten, Lieferdrohnen sowohl in ländlichen als auch im urbanen Raum testen zu dürfen. Sie sollen auch ohne Sichtverbindung zum Piloten am Boden arbeiten sowie selbstständig Hindernisse erkennen und ausweichen können. Außerdem sollen Tests mit hochautomatisiert fliegenden Drohnen gemacht werden, die von einer einzelnen Person kontrolliert werden.

Wie Tech Week Europe Anfang Juli 2016 berichtete(öffnet im neuen Fenster) , wurde in einer sogenannten Notam (Notice to Airmen) darüber informiert, dass ab dem 9. Oktober 2016 im Süden von Cambridge mit unbemannten Flugobjekten zu rechnen sei.
Welche Tests dort genau durchgeführt werden, ist noch nicht bekannt. In Großbritannien suchte Amazon seit 2014 Mitarbeiter für sein Prime Air Team . Unter anderem brauchte der Onlinehändler Spezialisten für die Handhabung der Drohnen.
Ende November 2015 stellte Amazon ein neues Design für seine Lieferdrohnen vor. Dabei handelt es sich nicht mehr um reine Quadcopter, sondern um Flugzeuge, die senkrecht starten und landen können. Im Geradeausflug wird die hintere Luftschraube genutzt. Sogar kleine Tragflächen besitzt das Fluggerät, das im mittig angeordneten Rumpf das Paket transportiert. Dieser Antrieb dürfte wesentlich ökonomischer sein. Die Drohne soll eine Geschwindigkeit von knapp 90 km/h erreichen.
Die FAA (Federal Aviation Administration) hat in den USA kommerzielle Drohnenlieferdienste bis auf wenige Ausnahmen untersagt . Die Sichtverbindung zum Piloten am Boden muss jederzeit gegeben sein. Amazon hatte Ende 2013 angekündigt , in ferner Zukunft Pakete auch mit Drohnen auszuliefern.