Amazon Prime Air: Amazon-Lieferdrohne kracht gegen Wohnhaus in Texas
Ein autonomes Fluggerät des Typs MK30 von Amazon Prime Air ist am 4. Februar 2026 in Richardson, einem Vorort von Dallas, gegen die Außenwand eines Apartmentkomplexes geprallt. Eine Anwohnerin, Cesarina Johnson, filmte laut USA Today(öffnet im neuen Fenster) den Vorfall zufällig aus ihrem Fenster. Laut ihren Angaben geschah die Kollision fast unmittelbar, nachdem sie die Aufnahme gestartet hatte.
Nach dem Aufprall an der Hauswand stürzte die Drohne zu Boden. Auf den Videoaufnahmen ist zu sehen, wie die Propeller des verunglückten Fluggeräts noch kurzzeitig weiterdrehten, während bereits Rauch aufstieg. Die herbeigerufene Feuerwehr musste jedoch nicht löschen, da kein Brand ausbrach. Amazon-Mitarbeiter und Einsatzkräfte räumten die Trümmer anschließend gemeinsam weg.
Minimaler Schaden am Gebäude
Amazon bestätigte den Zwischenfall gegenüber lokalen Medien und gab an, dass sich die Drohne zum Zeitpunkt der Kollision wohl im vertikalen Flug befunden habe. Das Unternehmen betonte, dass der Schaden am Gebäude minimal sei und man bereits an der Reparatur arbeite. Personen kamen bei dem Absturz nicht zu Schaden.
Das Modell MK30 ist erst seit Ende 2024 im regulären Lieferbetrieb im Einsatz. Es wurde von Amazon als leisere, leichtere und wetterfestere Alternative zum Vorgängermodell MK27-2 entwickelt. Die MK30 verfügt über ein Sense-and-Avoid-System, das Hindernisse wie Menschen, Haustiere oder Gebäude mithilfe von maschinellem Lernen und Sensoren automatisch erkennen und umfliegen soll. Warum dieses System den Aufprall in Richardson nicht verhinderte, ist derzeit Gegenstand einer internen Untersuchung.
Serie von Zwischenfällen
Der Absturz in Texas ist nicht der erste Rückschlag für das Prime-Air-Programm. Erst im November 2025 rammte eine MK30-Drohne in Waco, Texas, ein Internetkabel. Zuvor gab es Berichte über Kollisionen mit Kränen und Abstürze auf Testgeländen in Oregon, bei denen teilweise Brände entstanden.
Trotz dieser Vorfälle hält Amazon an seinem Ziel fest, bis zum Ende des Jahrzehnts jährlich rund 500 Millionen Pakete per Drohne zuzustellen. Die MK30 ist für Pakete bis zu einem Gewicht von bis zu 2,3 Kilogramm ausgelegt und soll Lieferungen innerhalb von 60 Minuten ermöglichen.
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