• IT-Karriere:
  • Services:

Amazon-Patent: Stimme des Nutzers verrät Alexa dessen Gesundheitszustand

Amazon hat ein Patent zugesprochen bekommen, in dem beschrieben wird, wie Alexa den Gesundheitszustand des Nutzers anhand dessen Sprache erkennt. Als Reaktion darauf schlägt der digitale Assistent vor, passende Medikamente zu bestellen.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon hat viel vor mit Alexa.
Amazon hat viel vor mit Alexa. (Bild: Grant Hindsley/AFP/Getty Images)

Amazon erwägt, aus Alexa auch eine Art digitalen Arzt zu machen. Der Sprachassistent soll in die Lage versetzt werden, die Stimme des Nutzers zu analysieren und daraus Rückschlüsse auf dessen gesundheitlichen Zustand zu ziehen. Unter anderem sollen Erkältungskrankheiten anhand der Stimmlage erkannt werden. Auch eine depressive Stimmung soll Alexa bemerken können. Amazon bekam das Patent mit der Bezeichnung Voice-based Determination of physical and emotional Characteristics of Users zugesprochen. Der Antrag war im März 2017 eingereicht worden.

Stellenmarkt
  1. BEHG HOLDING AG, Berlin
  2. Stadtwerke Herford GmbH, Herford

Der Sprachassistent soll ungewöhnliche körperliche und emotionale Zustände in der Stimme erkennen. In der Patentschrift heißt es, dass etwa "körperliche Zustände wie Halsschmerzen oder Husten zumindest teilweise durch eine Spracheingabe des Benutzers bestimmt werden" könnten. Die Stimme klingt anders als die eines gesunden Nutzers. Das gleiche gelte für "emotionale Zustände wie ein erregter emotionaler Zustand oder ein trauriger emotionaler Zustand". Auch dabei verändert sich das Klangbild der Stimme.

Als Reaktion darauf soll der digitale Assistant vorschlagen, passende Medikamente zu bestellen. Alexa würde etwa bei der Erkennung einer Erkältung fragen, ob Schnupfenmittel und Hustenbonbons bestellt werden sollten - am besten mit einem Zeitfenster von einer Stunde, damit der Kunde schnell beliefert werde.

Werbebotschaften für Kranke

Alternativ könnten passende Werbebotschaften angesagt werden. Wie genau das am Ende realisiert werden könnte, ist noch unklar. Bisher verwendete Amazon Alexa-Lautsprecher noch nicht für die Ansage von Werbung. Das Patent beschreibt, dass Amazon dafür den Browserverlauf und bereits getätigte Käufe bei Amazon berücksichtigte.

Bei einem Schnupfen ist es nicht abwegig, trotzdem einen digitalen Assistenten zu verwenden. Wer aber unter akuten Depressionen leidet, wird möglicherweise nicht unbedingt einen digitalen Assistenten mit der Stimme bedienen wollen.

Das Emotionserkennungssystem würde auf jeden Benutzer zugeschnitten sein und dessen Normalzustand speichern, um so Abweichungen davon zu erkennen. Bei all dem stellen sich Fragen zum Datenschutz - nicht jeder Alexa-Nutzer ist möglicherweise begeistert, wenn sich Amazon als digitaler Arzt versucht und seinen Gesundheitszustand analysiert.

Ob Amazon das Patent tatsächlich als reales Produkt einsetzt, ist noch nicht bekannt. Es kommt durchaus vor, dass solche Patente nie auf den Markt kommen. In jedem Fall zeigt das Patent, in welche Richtung bei Amazon rund um Alexa gedacht wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. 569€ (Bestpreis!)
  2. 206,10€ (mit Rabattcode "PFIFFIGER" - Bestpreis!)
  3. 499,90€

das-emu 16. Okt 2018

Die preisfrage ist doch: haben kranke Menschen weniger recht auf eine kredit weil sie...

coass 16. Okt 2018

Geht mir ehrlich gesagt ganz genauso. Finde eigentlich die tatsächlichen Möglichkeiten...

FreiGeistler 16. Okt 2018

Die Freunde stellen das nicht nur an der Stimme fest.

Eheran 15. Okt 2018

Geht bei mir jetzt auch beides. Komisch.


Folgen Sie uns
       


Linux-Smartphone Pinephone im Test

Das Pinephone ist das erste echte Linux-Smartphone seit rund 5 Jahren und dazu noch von einer Community erstellt. Das ambitionierte Projekt scheitert letztlich aber an der Realität.

Linux-Smartphone Pinephone im Test Video aufrufen
Made in USA: Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren
Made in USA
Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren

Zu unbequemen Fragen schweigen die Transatlantiker Manuel Höferlin, Falko Mohrs, Metin Hakverdi, Norbert Röttgen und Friedrich Merz. Das wirkt unredlich.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Sandworm Hacker nutzen alte Exim-Sicherheitslücke aus

No One Lives Forever: Ein Retrogamer stirbt nie
No One Lives Forever
Ein Retrogamer stirbt nie

Kompatibilitätsprobleme und schlimme Sprachausgabe - egal. Golem.de hat den 20 Jahre alten Shooter-Klassiker No One Lives Forever trotzdem neu gespielt.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper

  1. Heimcomputer Retro Games plant Amiga-500-Nachbau
  2. Klassische Spielkonzepte Retro, brandneu
  3. Gaming-Handheld Analogue Pocket erscheint erst 2021

Geforce RTX 3060 Ti im Test: Die wäre toll, wenn verfügbar-Grafikkarte
Geforce RTX 3060 Ti im Test
Die "wäre toll, wenn verfügbar"-Grafikkarte

Mit der Geforce RTX 3060 Ti bringt Nvidia die Ampere-Technik in das 400-Euro-Segment. Dort ist die Radeon RX 5700 XT chancenlos.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Supercomputer-Beschleuniger Nvidia verdoppelt Videospeicher des A100
  2. Nvidia Geforce RTX 3080 Ti kommt im Januar 2021 für 1.000 US-Dollar
  3. Ampere-Grafikkarten Specs der RTX 3080 Ti und RTX 3060 Ti

    •  /