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Amazon One: Bezahlung per Handfläche wird großflächig eingeführt

Amazon will die Bezahlung über Handflächenscanner bis Ende 2023 auf alle US-Filialen seiner Whole-Foods-Supermarktkette ausweiten.
/ Marc Stöckel
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Amazon One erlaubt es Käufern, im Geschäft durch einen Handflächenscan zu bezahlen. (Bild: YouTube / Amazon News)
Amazon One erlaubt es Käufern, im Geschäft durch einen Handflächenscan zu bezahlen. Bild: YouTube / Amazon News

Schon Ende 2019 tauchte ein Patentantrag für eine neue Technologie von Amazon auf , mit der das Unternehmen seine Kunden anhand ihrer Handfläche identifizieren will. In den USA soll das Amazon One genannte Verfahren nun mittels speziell dafür entwickelter Handflächenscanner großflächig in allen Whole-Foods-Filialen eingeführt werden, um Zahlungsvorgänge abzuwickeln.

Der offiziellen Ankündigung von Amazon(öffnet im neuen Fenster) zufolge will der Konzern bis Ende 2023 alle 500 US-Filialen seiner Supermarktkette mit dem kontaktlosen Bezahlsystem ausstatten. "Das bedeutet, dass Kunden von Whole Foods Market, die sich für Amazon One entscheiden, zum Bezahlen weder ihre Brieftasche noch ein Telefon benötigen" , erklärte der Konzern.

An den Kassenterminals authentifizieren sich die Käufer dem Unternehmen zufolge, indem sie "einfach ihre Handfläche über ein Amazon-One-Gerät halten" . Anhand biometrischer Merkmale, zu denen etwa Falten und tiefere Gewebestrukturen wie Venen und Knochen gehören, soll das System Benutzer nach Abgleich mit in einer Datenbank hinterlegten Handscans zielsicher identifizieren.

Wenn das Amazon-One-Profil mit einem regulären Amazon-Konto verknüpft ist, wird der zu zahlende Geldbetrag daraufhin automatisch abgebucht. Dafür wird eine im Konto hinterlegte Kredit- oder Debitkarte belastet. Amazon-Prime-Mitglieder sollen darüber hinaus von speziellen Rabatten und anderen Vorteilen profitieren, wenn sie die neue Zahlungstechnologie verwenden.

3 Millionen Bezahlvorgänge bereits abgeschlossen

Wie Fast Company berichtet(öffnet im neuen Fenster) , ist Amazon One bereits in rund 200 Whole-Foods-Filialen sowie weiteren 200 Einzelhandelsgeschäften verfügbar. Bis Ende des Jahres dürfte die Gesamtzahl der mit den Handflächenscannern ausgestatteten Geschäfte Amazons Plänen zufolge auf über 700 ansteigen. Bisher wickelte der Konzern nach eigenen Angaben bereits 3 Millionen Transaktionen über das System ab.

Dazu, ob und wann die neue Technologie ihren Weg auch in den deutschen Handel findet, äußerte sich Amazon bisher noch nicht. Auch die Frage nach möglichen Sicherheitsmängeln der Technologie bleibt vorerst ungeklärt. Dass sich viele Venenerkennungssysteme leicht umgehen lassen , ist schließlich schon seit Jahren bekannt.


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