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Amazon: Meta Platforms mietet Millionen Graviton-Kerne von AWS

Die Bedeutung von CPUs wächst durch Agentic AI. AWS profitiert mit seinem Graviton 5.
/ Achim Sawall
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Dave Brown, Vice President bei Amazon Web Services, zeigt die neue CPU. (Bild: AWS)
Dave Brown, Vice President bei Amazon Web Services, zeigt die neue CPU. Bild: AWS

Meta Platforms hat einen Milliardenvertrag über die Nutzung von Graviton-Prozessoren mit Amazon Web Services (AWS) geschlossen. Das hat Amazon am 24. April 2026 bekanntgeben(öffnet im neuen Fenster). Die Unternehmen haben weder finanzielle Details noch die genaue Laufzeit des Vertrags genannt.

Graviton ist ein von AWS entwickelter Prozessor, der speziell für den Einsatz in deren Cloud-Rechenzentren (EC2-Instanzen) konzipiert wurde.

"Die Implementierung beginnt mit mehreren zehn Millionen Graviton-Kernen", erklärte Amazon. Der Vertrag spiegle einen Wandel im Aufbau von KI-Infrastrukturen wider: Während GPUs weiterhin für das Training großer Modelle unerlässlich seien, erzeuge der Aufstieg agentenbasierter KI eine massive Nachfrage nach CPU-intensiven Workloads mit Echtzeit-Schlussfolgerungen, Codegenerierung, Suche und die Orchestrierung mehrstufiger Aufgaben. "Graviton 5 wurde speziell für diese Workloads entwickelt", betonte Amazon.

Der Vertrag von Meta mit AWS ist einer von vielen, die der Social-Media-Konzern in diesem Jahr bereits mit Chipherstellern wie Nvidia, Advanced Micro Devices und Arm Holdings geschlossen hat.

Meta unter den fünf größten Graviton-Kunden von AWS

Durch die Vereinbarung gehört Meta zu den fünf größten Graviton-Kunden von AWS. Anfang dieser Woche kündigte Amazon eine zusätzliche Investition von fünf Milliarden US-Dollar in Anthropic an. Das KI-Unternehmen wird im Rahmen der Investition mehrere zehn Millionen AWS-Graviton-CPU-Kerne nutzen.

Bei dem im Dezember 2025 vorgestellten Graviton 5 sitzen 192 Kerne in einem Die, das wie Trainium 3 von TSMC in einem 3-nm-Prozess gefertigt wird. Der L3-Cache ist mehr als fünfmal so groß wie beim Vorgänger, die Rechenleistung soll um bis zu 25 Prozent höher liegen.


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