Amazon Lumberyard: Zuschauer können Let's Player ärgern

Amazon hat die Beta 1.1 einer Lumberyard-Engine veröffentlicht. Verbesserungen gibt es unter anderem bei Twitch Chatplay - was Live-Let's-Player vor Herausforderungen stellt, ihnen aber auch neue Chancen bieten könnte.

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Twitch Chatplay im Lumberyard-Editor
Twitch Chatplay im Lumberyard-Editor (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

Auf der GDC 2016 hat Amazon die neue Fassung seiner Spiele-Engine Lumberyard vorgestellt. Mit der Version Beta 1.1 gibt es erstmals Unterstützung für mobile Endgeräte, allerdings nur für iOS-Smartphones und Tablets mit mindestens einem A8-Prozessor und für das Android-basierte Nvidia Shield. Auf iPhone und iPad kann Lumberyard immerhin die Metal-API verwenden; Support für weitere Mobilgeräte soll rasch folgen.

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Neben einer Reihe von Verbesserungen bei der Nutzerführung hat Amazon auf Wunsch vieler Entwickler eine bislang nur rudimentär vorhandene Funktion namens Twitch Chatplay erweitert. Damit können Zuschauer, die einer in Echtzeit ausgetragenen Partie eines auf Lumberyard basierenden Spiels über Twitch folgen, direkt Einfluss auf das Spiel nehmen.

Auf der GDC 2016 hat Amazon gezeigt, dass ein Zuschauer etwa einen Sockel mit dieser "Fernsteuerung" senken konnte, so dass der tatsächliche Spieler an ein Extra kam. Das Ganze funktioniert auch mit Abstimmungen, so dass viele Zuschauer per Mehrheit beschließen könnten, dass in dem Rückspiel einer Multiplayerpartie der schwächste Spieler die stärkste Waffe erhält.

Diese Art der Interaktivität könnte vor allem für Let's Player interessant sein, die live auf Twitch antreten - und damit rechnen müssen, dass die Spieler sie bewusst auch mal vor größere Herausforderungen stellen. Noch gibt es keine Spiele, die Chatplay direkt unterstützen, laut Amazon befinden sich aber einige in der Entwicklung. Auch andere Laufzeitumgebungen können Chatplay verwenden - die entsprechende Twitch-API ist frei zugänglich.

Cryengine ist technische Basis

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Wichtigste technische Basis von Lumberyard ist die Cryengine. Amazon hatte die Technologie 2015 von Crytek für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag lizenziert und die erste Version von Lumberyard im Februar 2016 kostenlos veröffentlicht. Die beiden Laufzeitumgebungen werden nicht parallel weiterentwickelt, sondern gehen getrennte Wege. Die Laufzeitumgebung unterstützt - dank Vereinbarungen mit Microsoft und Sony - neben PC-Spielen und Mobile Games auch die Xbox One und die Playstation 4. Unterstützung für Virtual-Reality-Anwendungen gibt es ebenfalls.

Lumberyard steht inklusive des C++-Quellcodes zur Verfügung, Entwickler haben also vollen Zugriff auf alle Funktionen. Open Source ist Lumberyard allerdings nicht: Die Software darf beispielsweise nicht als Basis für eine eigene, neue Engine dienen.

Das Geschäftsmodell von Lumberyard sieht vor, dass Entwickler, wenn sie für den Multiplayermodus keine eigenen Server verwenden, die Amazon Web Services zu den üblichen Kosten verwenden müssen. Auf der GDC 2016 konnte sich Golem.de das übersichtliche Frontend anschauen, das mit Statistiken die jeweilige Serverauslastung anzeigt, die Partien der Spieler protokolliert und laut einem Amazon-Entwickler in der Lage ist, bei starkem Andrang umgehend größere Kapazitäten bereitzustellen.

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