Amazon: Lieferdienst Flex wird ab sofort eingestellt

Mit Flex machte sich Amazon die Gig-Economy zunutze. Heute wurde das Aus für den Logistikdienst angekündigt.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Einige Fahrer hatten es wegen ausbleibender Aufträge schon geahnt...
Einige Fahrer hatten es wegen ausbleibender Aufträge schon geahnt... (Bild: Amazon)

Amazon stellt seinen Lieferdienst Flex mit sofortiger Wirkung ein. Das Unternehmen veröffentlichte am Nachmittag eine offizielle Mitteilung.

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"Wir entwickeln kontinuierlich bestehende Programme weiter und evaluieren sie", teilte ein Sprecher des Unternehmens mit. "Wir haben die schwierige Entscheidung getroffen, das Amazon Flex Programm in Deutschland bis auf weiteres nicht weiterzuführen." Spürbare Auswirkungen für die Kunden soll es keine geben, "da nur eine vergleichsweise kleine Anzahl der Lieferungen in Deutschland mit Amazon Flex zugestellt wurden."

Bei Amazon Flex konnten Soloselbstständige auf Stundenbasis Lieferungen für Amazon ausfahren. Amazon warb mit einer Bezahlung von 25 Euro pro Stunde. Der Dienst war 2018 in einigen Regionen Deutschlands gestartet, konnte sich aber nicht nennenswert durchsetzen.

Aktive Fahrer - beziehungsweise Lieferpartner, wie Amazon es nennt - wurden ebenfalls heute per E-Mail informiert. Diese Fahrer erhalten "einmalige, freiwillige Unterstützungszahlung", die auf dem durchschnittlichen Verdienst der letzten vier Wochen basiert. Dieser dürfte gering ausfallen, da die meisten Fahrer nur geringe Wochenstunden für Flex gearbeitet haben.

Kritik von Gewerkschaften

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Die Gewerkschaft Verdi kritisierte Amazon Flex noch Ende 2021 als Form der Scheinselbstständigkeit. "Wir müssen wegkommen von einem Geflecht von Subunternehmen", so eine Verdi-Sprecherin. Die Gewerkschaft forderte eine Festanstellung der Fahrer.

Dass Amazon den Dienst nun einstellt, dürfte weniger mit der Kritik an den Arbeitsbedingungen, als der vergleichsweise geringen Bekanntheit von Flex in Deutschland zu tun haben. In den USA wird Flex weiterhin angeboten. Laut der Webseite Wortfilter.de mutmaßten Fahrer schon länger aufgrund eines Auftragsrückgangs über eine mögliche Einstellung. "Die Subunternehmer können offensichtlich inzwischen alles übernehmen", wird ein Fahrer zitiert.

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cat24max1 29. Jun 2022

Diese Fahrer erhalten "einmalige, freiwillige Unterstützungszahlung", die auf dem...

M.P. 08. Jun 2022

Naja, es gibt solche und solche Soloselbständige ... Architekten, IT-Spezialisten...

berritorre 07. Jun 2022

Ich vermute mal, das sollte Satire sein. Bei den ersten Zeilen dachte ich auch noch: Wow...

M.P. 07. Jun 2022

Die Brotkrumen, die nach der Filterung durch Hermes, DHL, dem Amazon eigenen Lieferdienst...



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