• IT-Karriere:
  • Services:

Amazon Go: Kassenloser Supermarkt scheitert im Praxistest

Viel mehr als 20 Kunden dürfen es nicht werden, dann kommt der kassenlose Supermarkt von Amazon durcheinander. Das Überwachen der Kundenaktivitäten scheitert. Dadurch hat sich die Einführung von Amazon Go auf unbestimmte Zeit verschoben.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon Go soll ganz ohne Kasse auskommen.
Amazon Go soll ganz ohne Kasse auskommen. (Bild: Amazon/Screenshot: Golem.de)

Amazon will das Einkaufen im Supermarkt revolutionieren, muss aber erstmal einen herben Rückschlag für das ambitionierte Projekt verkraften. Auf unbestimmte Zeit wurde der Start eines kassenlosen Supermarkts namens Amazon Go aus technischen Gründen verschoben, berichtet das Wall Street Journal mit Verweis auf Personen, die mit dem Projekt betraut sind. In Amazons Supermarkt-Konzept werden Kunden umfangreich überwacht. Aber das scheitert, sobald sich mehr als etwa 20 Kunden im Laden aufhalten.

Stellenmarkt
  1. BERTHOLD TECHNOLOGIES GmbH & Co. KG, Bad Wildbad bei Karlsruhe
  2. Lebensversicherung von 1871 a. G. München, München

In der Theorie werden alle Kunden in einem Amazon-Go-Supermarkt mit etlichen Sensoren überwacht. Das System soll bemerken, wenn Kunden Waren aus dem Regal nehmen oder Artikel wieder zurückstellen. Sobald Artikel im Einkaufswagen landen, werden diese in den digitalen Warenkorb des Kundenkontos gelegt. Sobald der Kunde den Supermarkt verlässt, wird einfach der digitale Warenkorb abgerechnet - der Kunde muss keine Waren auf ein Kassenband legen.

Rundumüberwachung scheitert

In der Praxis funktioniert die Rundumüberwachung der Kunden allerdings nicht. Bereits etwas mehr als 20 Kunden brächten das System durcheinander, heißt es. Seit Dezember 2016 haben Amazon-Angestellte einen Prototyp des Supermarkts getestet und sind dabei noch auf etliche Probleme gestoßen. Angeblich soll die Technik reibungslos funktionieren, wenn weniger als etwa 20 Kunden im Laden sind.

Sobald es aber mehr Kunden werden, werde es immer schwerer, noch den Aufenthaltsort der Kunden korrekt zu ermitteln. Zudem könnte dann nicht mehr zweifelsfrei erkannt werden, welche Artikel die Kunden aus den Regalen nehmen. Die Kunden müssten sich sehr langsam bewegen, damit die Beobachtung der Kunden weiterhin einwandfrei funktioniert. Damit ist die Technik hinter den Go-Supermärkten derzeit nicht praxistauglich.

Termin für Amazon Go unklar

Eigentlich sollte der erste Go-Supermarkt Ende März 2017 eröffnet werden. Nun wurde die Eröffnung auf unbestimmte Zeit verschoben. Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Go-Supermarkt auch künftig noch Angestellte benötigen wird, die darauf achten, dass alle Einkäufe korrekt vom System beobachtet werden.

Prinzipiell setzt der Einkauf bei Amazon Go ein Smartphone mit der passenden Amazon-App voraus. Beim Betreten des Ladens melden sich die Kunden mit ihrem Amazon-Konto an und werden während des Einkaufs darüber identifiziert. Das Go-System merkt sich, welche Artikel der Kunde in seinen realen Einkaufskorb gelegt hat, beim Verlassen des Supermarkts wird die zu bezahlende Summe vom Amazon-Konto abgebucht.

Damit will Amazon erreichen, dass Kunden nicht mehr an einer Kasse anstehen müssen, der Einkauf soll schneller möglich sein. Ganz ohne Wartezeit wird es aber wohl nicht gehen. Wartezeit kann entstehen, wenn viele Kunden den Laden betreten wollen und es dadurch bei der Anmeldung zu Wartezeiten kommt. Im Unterschied zu einem klassischen Supermarkt soll der Kunde vor dem Betreten des Ladens sehen, ob er warten muss. Und nicht erst, wenn er den Supermarkt verlassen möchte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

meinoriginaluse... 25. Jul 2017

Man kann bei SB Kassen Couponfehler schamloser ausnutzen. Außerdem - hat man das Muster...

Mithrandir 30. Mär 2017

Nö. Aber deine Fragestellung: impliziert betrügerische Absichten. Und das ist natürlich...

quineloe 30. Mär 2017

Bei mir steht keine Schweizer Stadt im Namen.

plutoniumsulfat 29. Mär 2017

Aber warum sollte ein Unternehmer den Bedarf füllen? Lieber abschotten und seinen Reibach...

andy01q 29. Mär 2017

Das klingt so anschuldigend. Wenn der Preis mit Service nicht wettbewerbsfähig ist, dann...


Folgen Sie uns
       


Toyota Mirai II Probe gefahren

Die Brennstoff-Limousine gefällt uns, aber Tankstellen muss man suchen.

Toyota Mirai II Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /