Abo
  • Services:

Amazon Go: Kassenloser Supermarkt scheitert im Praxistest

Viel mehr als 20 Kunden dürfen es nicht werden, dann kommt der kassenlose Supermarkt von Amazon durcheinander. Das Überwachen der Kundenaktivitäten scheitert. Dadurch hat sich die Einführung von Amazon Go auf unbestimmte Zeit verschoben.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon Go soll ganz ohne Kasse auskommen.
Amazon Go soll ganz ohne Kasse auskommen. (Bild: Amazon/Screenshot: Golem.de)

Amazon will das Einkaufen im Supermarkt revolutionieren, muss aber erstmal einen herben Rückschlag für das ambitionierte Projekt verkraften. Auf unbestimmte Zeit wurde der Start eines kassenlosen Supermarkts namens Amazon Go aus technischen Gründen verschoben, berichtet das Wall Street Journal mit Verweis auf Personen, die mit dem Projekt betraut sind. In Amazons Supermarkt-Konzept werden Kunden umfangreich überwacht. Aber das scheitert, sobald sich mehr als etwa 20 Kunden im Laden aufhalten.

Stellenmarkt
  1. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin
  2. OHB System AG, Bremen, Oberpfaffenhofen

In der Theorie werden alle Kunden in einem Amazon-Go-Supermarkt mit etlichen Sensoren überwacht. Das System soll bemerken, wenn Kunden Waren aus dem Regal nehmen oder Artikel wieder zurückstellen. Sobald Artikel im Einkaufswagen landen, werden diese in den digitalen Warenkorb des Kundenkontos gelegt. Sobald der Kunde den Supermarkt verlässt, wird einfach der digitale Warenkorb abgerechnet - der Kunde muss keine Waren auf ein Kassenband legen.

Rundumüberwachung scheitert

In der Praxis funktioniert die Rundumüberwachung der Kunden allerdings nicht. Bereits etwas mehr als 20 Kunden brächten das System durcheinander, heißt es. Seit Dezember 2016 haben Amazon-Angestellte einen Prototyp des Supermarkts getestet und sind dabei noch auf etliche Probleme gestoßen. Angeblich soll die Technik reibungslos funktionieren, wenn weniger als etwa 20 Kunden im Laden sind.

Sobald es aber mehr Kunden werden, werde es immer schwerer, noch den Aufenthaltsort der Kunden korrekt zu ermitteln. Zudem könnte dann nicht mehr zweifelsfrei erkannt werden, welche Artikel die Kunden aus den Regalen nehmen. Die Kunden müssten sich sehr langsam bewegen, damit die Beobachtung der Kunden weiterhin einwandfrei funktioniert. Damit ist die Technik hinter den Go-Supermärkten derzeit nicht praxistauglich.

Termin für Amazon Go unklar

Eigentlich sollte der erste Go-Supermarkt Ende März 2017 eröffnet werden. Nun wurde die Eröffnung auf unbestimmte Zeit verschoben. Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Go-Supermarkt auch künftig noch Angestellte benötigen wird, die darauf achten, dass alle Einkäufe korrekt vom System beobachtet werden.

Prinzipiell setzt der Einkauf bei Amazon Go ein Smartphone mit der passenden Amazon-App voraus. Beim Betreten des Ladens melden sich die Kunden mit ihrem Amazon-Konto an und werden während des Einkaufs darüber identifiziert. Das Go-System merkt sich, welche Artikel der Kunde in seinen realen Einkaufskorb gelegt hat, beim Verlassen des Supermarkts wird die zu bezahlende Summe vom Amazon-Konto abgebucht.

Damit will Amazon erreichen, dass Kunden nicht mehr an einer Kasse anstehen müssen, der Einkauf soll schneller möglich sein. Ganz ohne Wartezeit wird es aber wohl nicht gehen. Wartezeit kann entstehen, wenn viele Kunden den Laden betreten wollen und es dadurch bei der Anmeldung zu Wartezeiten kommt. Im Unterschied zu einem klassischen Supermarkt soll der Kunde vor dem Betreten des Ladens sehen, ob er warten muss. Und nicht erst, wenn er den Supermarkt verlassen möchte.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 399€ (Vergleichspreis ab 467€)

meinoriginaluse... 25. Jul 2017

Man kann bei SB Kassen Couponfehler schamloser ausnutzen. Außerdem - hat man das Muster...

Mithrandir 30. Mär 2017

Nö. Aber deine Fragestellung: impliziert betrügerische Absichten. Und das ist natürlich...

quineloe 30. Mär 2017

Bei mir steht keine Schweizer Stadt im Namen.

plutoniumsulfat 29. Mär 2017

Aber warum sollte ein Unternehmer den Bedarf füllen? Lieber abschotten und seinen Reibach...

andy01q 29. Mär 2017

Das klingt so anschuldigend. Wenn der Preis mit Service nicht wettbewerbsfähig ist, dann...


Folgen Sie uns
       


Der Güterzug der Zukunft - Bericht

Auf der Innotrans 2018 haben Verkehrsforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ein Konzept für den Güterzug der Zukunft vorgestellt.

Der Güterzug der Zukunft - Bericht Video aufrufen
Resident Evil 2 angespielt: Neuer Horror mit altbekannten Helden
Resident Evil 2 angespielt
Neuer Horror mit altbekannten Helden

Eigentlich ein Remake - tatsächlich aber fühlt sich Resident Evil 2 an wie ein neues Spiel: Golem.de hat mit Leon und Claire gegen Zombies und andere Schrecken von Raccoon City gekämpft.
Von Peter Steinlechner

  1. Resident Evil Monster und Mafia werden neu aufgelegt

Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
Drahtlos-Headsets im Test
Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
  2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
  3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998): El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau
Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998)
El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau

Golem retro_ Electronic Arts ist berühmt und berüchtigt für jährliche Updates und Neuveröffentlichungen. Was der Publisher aber 1998 für digitale Raser auffuhr, ist in puncto Dramatik bei Verfolgungsjagden bis heute unerreicht.
Von Michael Wieczorek

  1. Playstation Classic im Test Sony schlampt, aber Rettung naht

    •  /