Amazon Go: Kassenloser Supermarkt scheitert bei Familieneinkauf

Beim kassenlosen Supermarkt von Amazon sind noch nicht alle Probleme gelöst. Wenn Familien oder Gruppen gemeinsam einkaufen, kommt Amazon Go damit noch nicht klar. Am Start des kassenlosen Supermarkts will Amazon dennoch festhalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon Go soll ganz ohne Kassen auskommen.
Amazon Go soll ganz ohne Kassen auskommen. (Bild: Amazon/Screenshot: Golem.de)

Ein neues Startdatum gibt es für den kassenlosen Supermarkt Amazon Go nicht. Einige Probleme hätten bereits gelöst werden können, andere noch nicht, heißt es in einem Bericht von Bloomberg, in dem sich ein Amazon-Mitarbeiter zu dem Projekt äußert, der anonym bleiben möchte. In diesem Jahr sei viel Arbeit darin investiert worden, die zweifelsfreie Erkennung der Kunden sicherzustellen. Würden aber Gruppen einkaufen, habe das System noch Mühe, die Einkäufe korrekt zuzuordnen.

Einkaufen soll bequemer werden

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Mit dem Go-Supermarkt will Amazon das Einkaufen im Supermarkt revolutionieren. Das Konzept sieht keine Kassen mehr vor, so dass keiner mehr anstehen sollte. Sobald der Kunde den Supermarkt betritt, identifiziert er sich mit seinem Smarpthone, auf dem das Amazon-Kundenkonto eingerichtet ist.

Alle Aktivitäten des Kunden im Supermarkt werden durch Sensoren und Kameras überwacht. Wenn ein Artikel im realen Einkaufswagen landet, wird dieser in den digitalen Warenkorb des Kundenkontos gelegt. Dabei soll der intelligente Supermarkt auch bemerken, wenn Produkte ins Regal zurückgestellt werden. Der Artikel soll dann wieder aus dem virtuellen Warenkorb verschwinden. Die Waren seien nicht mit Überwachungschips versehen, heißt es. Sobald der Kunde den Supermarkt verlässt, wird der digitale Warenkorb abgerechnet. Der Kunde muss keine Waren auf ein Kassenband legen und sich auch nirgends anstellen.

Wenn mehrere Personen gemeinsam einkaufen

Soweit zur Theorie, in der Praxis klappt das noch nicht zuverlässig, sobald eine Gruppe gemeinsam einkauft. Wenn etwa die Familie durch den Supermarkt geht und fleißig Waren in den realen Einkaufswagen gelegt werden, kommt das System durcheinander. Dann erkennt der Supermarkt nicht einwandfrei, welche Waren im Einkaufswagen welchem Amazon-Konto zugeordnet werden sollen.

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Die Erkennung von Einzelpersonen funktioniert hingegen mittlerweile reibungslos. Amazon hat drei seiner Mitarbeiter aufgefordert, verkleidet einzukaufen. Alle drei trugen das gleiche Kostüm, waren also für die Kameras nicht mehr ohne weiteres zu unterscheiden. Dabei sollen alle Einkäufe erfolgreich den richtigen Amazon-Konten zugewiesen worden sein.

Go-Supermarkt könnte auch nach Europa kommen

Der Go-Supermarkt befindet sich in der Innenstadt von Seattle direkt in der Nähe vom Amazon-Hauptquartier. Amazon Go wurde erstmals im Dezember 2016 vorgestellt und eigentlich sollte er seit Anfang 2017 in Betrieb sein. Die Herausforderungen eines solchen Supermarkts wurden von Amazon aber wohl unterschätzt und das Projekt wurde aufgrund nicht lösbarer Probleme auf unbestimmte Zeit verschoben.

Damals wurde bekannt, dass nur maximal 20 Kunden den Supermarkt betreten dürfen, ansonsten werden die Einkäufe nicht mehr korrekt zugeordnet. Dieses Problem scheint nun behoben zu sein. Ob der kassenlose Supermarkt dann aber ganz ohne Wartezeit auskommen wird, ist noch unklar.

So kann durchaus Wartezeit entstehen, wenn viele Kunden den Laden zur gleichen Zeit betreten wollen und es dadurch bei der Anmeldung länger dauert. Im Unterschied zu einem klassischen Supermarkt würde der Kunde vor dem Betreten des Ladens sehen, ob er warten muss - und nicht erst, wenn er den Supermarkt verlassen möchte.

Im Mai 2017 wurde bekannt, dass Amazon sich vier Slogans für den Go-Supermarkt für Europa schützen lassen will. Demnach wird erwartet, dass Amazon die Go-Supermärkte langfristig auch in Europa anbieten will.

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mhstar 07. Mai 2018

die mit 4,5 Mrd Umsatz in DE

Dwalinn 17. Nov 2017

Kommt ja immer auf dem Markt an. Ich kaufe meistens bei Netto (schlicht weil es am...

Dwalinn 17. Nov 2017

Klar Hemmschwelle gibt es immer aber man sagt ja auch gelegenheit macht Diebe. Vorteil...

Anonymer Nutzer 16. Nov 2017

die lassen sich bestimmt auch zuverlässig vor dem checkout braten ...



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