Angenehmes Einkaufserlebnis

Der Einkauf bei Amazon Go ist simpel, auch wenn ich mich dabei sehr unwohl fühle. Nach einer Rückversicherung beim Personal, das zur Erklärung da ist, suche ich vier Produkte aus. Noch halbwegs gesund ist der Mango-Trinkjoghurt, den ich nach kurzem Zögern im Rucksack verschwinden lasse. Ich schaue mich um wie ein Ladendieb, während ich den Laden ausräume. Mit einem Mexican-Vanilla-Kaffeemilchmischgetränk wandere ich sogar durch den halben Laden, bevor ich ihn einstecke. Die Gummipfirsichringe und die sehr leckeren Vanilla Cashew Nuts verschwinden dann aber schon viel schneller im Rucksack. Ich hätte übrigens auch eine Amazon-Tüte nehmen können, die gibt es derzeit sogar kostenlos. In Zukunft will Amazon aber, dass Kunden ihre eigenen Taschen mitbringen.

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Nach dem Einkauf hadere ich ein wenig. Gehe ich jetzt wirklich einfach raus? Ist das alles richtig so? Zu ungewohnt ist das Verfahren dieses Einkaufs. Wer sich bei Selbstbedienungskassen schon unwohl fühlt, dem wird Amazon Go noch unangenehmer sein. Aber irgendwann übernimmt der rationale Teil der Gedanken und ich laufe aus dem Laden. Denn die vielen Sensoren über den Regalen habe ich entdeckt. Dass die Regale mit Gewichtssensoren ausgestattet sind, ist mir hingegen nicht aufgefallen. Es hat ein wenig die Aufregung überwogen, weswegen ich auch nur normal eingekauft und keine Sonderszenarien ausprobiert habe.

Als ich aus dem gesperrten Bereich ausgetreten bin, warte ich auf meine Rechnung per App, doch die kommt nicht. Das Personal sagt, es könne zwischen fünf und zehn Minuten dauern. Ich bekomme die Rechnung, die per Push-Notification auch angepriesen wurde, also erst auf dem Rückweg.

  • Vor dem Eintreten muss die App gezückt werden. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Zugangssperren wie bei U-Bahnen (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Zu sehen ist geschätzt ein Zehntel der Regalflächen.  Die Auswahl ist aber gut. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Sensorik oberhalb der Regale (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Taschen sind erst einmal kostenlos. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Amazon Go ist nahe der Innenstadt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Nach der Rechnungsstellung wird uns die Rückgabe angeboten. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Günstig war der Einkauf nicht. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • In den USA sind klassische günstige Supermärkte in den Innenstädten aber auch recht selten. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
Vor dem Eintreten muss die App gezückt werden. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Am Ende habe ich 12,46 US-Dollar in dem Laden gelassen, ohne mich irgendwo anstellen zu müssen, meine Waren selbst durch einen Scanner einzulesen oder ein Zahlungsmittel hervorkramen zu müssen. Die App reichte aus. Das ist tatsächlich komfortabel und ein technisch interessanter Ansatz für den Einkauf in einem klassischen Ladengeschäft. Das Unwohlsein beim Einkauf dürfte irgendwann verschwinden.

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Zwar dürfte dieser hohe Level an Automation einen Arbeitskräfteabbau bedeuten, andererseits wird aber auch in anderen Geschäften mitunter nicht genug Personal eingesetzt, so dass Kunden warten müssen. Für solche Läden könnte Amazon Go ein ernsthaftes Problem werden. Abschließend bewerten lässt sich das aber noch nicht, dafür ist das Konzept noch nicht weit genug verbreitet.

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 Amazon Go ausprobiert: Als würde man einen Laden ausräumen
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Mimifrie 16. Mai 2018

Danke... Es hat aber auch mit der Amerikanischen Mentalität zu tun. Erst einmal was auf...

plutoniumsulfat 15. Mai 2018

Man wird ja noch träumen dürfen :)

plutoniumsulfat 10. Mai 2018

Wo ist dann der Vorteil?

plutoniumsulfat 09. Mai 2018

Und in unserem Edeka wird damit geworben, das Fleisch ist aber auch nur dasselbe, was du...

Garius 09. Mai 2018

Schon Mal was von Payback gehört? Deutschland Card, Netto Card, Treuepunkte? Ist alles...



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