Amazon Games: Eine Million Bots in Lost Ark gesperrt - und einige Spieler

Es dürfte eine der bislang größten Bann-Wellen der jüngeren Spielegeschichte sein: Amazon Games hat Anfang März 2022 nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) über eine Million Nutzerkonten bei Lost Ark gesperrt. Eigentlich sollen davon ausschließlich Accounts getroffen werden, auf denen zumindest zeitweise Bots unterwegs waren.
Die Betreiber räumen aber ein, dass auch ein paar korrekt antretende Konten betroffen sein dürften. Wer sich zu Unrecht aus Lost Ark ausgesperrt fühlt, kann sich beim Kundendienst melden. Wie groß der Aufwand für das Entsperren des Accounts ist und wie lange es dauert, ist unklar.
Die Sperren dürften vor allem Spieler in den USA und in Europa treffen. Die Aktion hat einen angenehmen Nebeneffekt: Die Wartezeiten sind seit den Maßnahmen von Amazon Games spürbar kürzer.
Das berichten Fans von Lost Ark in Foren und sozialen Netzwerken - wobei man natürlich nicht wirklich sagen kann, was die Gründe für schnelleren Zugang sind.
Lost Ark: Automatisiert Gold sammeln
Grund für den Einsatz von Bots in Lost Ark dürfte vor allem der Versuch sein, Ausrüstungsgegenstände und vor allem Gold zu sammeln (sogenanntes Farmen) und damit ein paar Euro zu verdienen. Auf Auktionsplattformen wie Ebay werden momentan für 10.000 Gold meist knapp 15 Euro verlangt.
Lost Ark ( Test auf Golem.de ) stammt von den südkoreanischen Entwicklerstudios Tripod und Smilegate. In Asien ist das MMORPG seit 2019 online, hierzulande hat es Amazon Games im Februar 2022 veröffentlicht.

Seit dem Start gibt es teils massive Zugangsschwierigkeiten, teils mussten Spieler mehrere Stunden warten. Allmählich bessert sich die Lage allerdings - auch durch die nun blockierten Konten.