Amazon Game Studios: Privat entwickelte Spiele gehören künftig den Entwicklern

Amazon Game Studios hat bislang sämtliche Rechte an Spielen reklamiert, die Entwickler in ihrer Freizeit programmieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon hebt Richtlinien für Spieleentwickler auf.
Amazon hebt Richtlinien für Spieleentwickler auf. (Bild: Pascal Rossignol/Reuters)

Der US-Konzern Amazon hat die Richtlinien für privat entwickelte Spiele von Mitarbeitern entschärft. Einem Bericht des Wirtschaftsdienstes Bloomberg zufolge will das Unternehmen künftig nicht mehr die Rechte an den Spielen reklamieren und den Mitarbeitern von Amazon Game Studios keine weiteren Einschränkungen mehr auferlegen.

Zu den Vorgaben zählte unter anderem, dass die Mitarbeiter für die Spiele Amazon Web Services verwenden und diese in digitalen Amazon-Shops verkaufen mussten. Zudem erhielt Amazon "eine kostenlose, weltweite, voll bezahlte, unbefristete und übertragbare Lizenz" an den geistigen Eigentumsrechten aller von den Mitarbeitern entwickelten Spiele.

Bloomberg beruft sich auf eine interne Mail von Mike Frazzini, dem Chef von Amazon Game Studios. "Diese Richtlinien wurden ursprünglich vor mehr als einem Jahrzehnt eingeführt, als wir viel weniger Informationen und Erfahrungen hatten als heute, und daher wurden die Richtlinien ziemlich weit gefasst", zitiert Bloomberg aus der E-Mail.

Der Google-Entwickler James Lui hatte Auszüge der Richtlinien Anfang Juli 2021 auf Twitter veröffentlicht. Er hat den Tweet inzwischen jedoch wieder gelöscht. Seinen Angaben zufolge hat er im Jahr 2018 ein Jobangebot von Amazon wegen dieser "drakonischen" Vorgaben abgelehnt. Andere Entwickler bezeichneten solche Richtlinien laut Gameworldobserver als branchenüblich. So sei es in manchen Unternehmen verboten, überhaupt ein eigenes Programm außerhalb der Arbeitszeit zu entwickeln.

Lui kommentierte die Entscheidung Amazons nun mit den Worten: "Sie hören ein Jahrzehnt lang nicht auf Dutzende Amazon-Mitarbeiter, aber in dem Moment, wo ein Außenstehender involviert ist, wird es sofort fallengelassen."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ssmurf 16. Aug 2021

Fernstudium und Teilzeitstudium kann er dir nicht verwehren. Musst du nicht mal angeben...

jothme 16. Aug 2021

Nächstes Mal den Vertrag lächelnd unterschreiben, und wenn Überstunden eingefordert...

franzropen 15. Aug 2021

Die Katzengeschichte ist frei erfunden und die Kaffeeklage wurde übertrieben dargestellt...

SmikeSl 14. Aug 2021

Ich entwickle hobbymässig ein Spiel die letzten Jahre und Firmen in der IT haben...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Updates für GPT-3 und GPT-4
GPT im Geschwindigkeitsrausch

OpenAIs Updates für GPT-4 und GPT-3 machen die Modelle zuverlässiger, vor allem aber anpassungsfähiger. Die Änderungen und neuen Features im Detail.
Von Fabian Deitelhoff

Updates für GPT-3 und GPT-4: GPT im Geschwindigkeitsrausch
Artikel
  1. Candy Crushed: Royal Match wird profitabelstes Mobile Game
    Candy Crushed
    Royal Match wird profitabelstes Mobile Game

    Die langanhaltende Dominanz von Candy Crush Saga ist vorbei. Das meiste Geld verdient jetzt ein Start-up aus Istanbul mit einem Puzzlespiel.

  2. Datenschutz: ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern
    Datenschutz
    ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern

    Eigentlich sollte der Chatbot auf diese Anfrage gar nicht antworten. Tut er es dennoch, lauern womöglich noch viel brisantere Informationen.

  3. Donald E. Knuth: 30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar
    Donald E. Knuth
    30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar

    Ein bisschen theoretische Informatik, Algorithmen oder Mathematik zu Weihnachten? Wer das mag, kann nun sogar alle Vorlesungen hintereinander ansehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • TeamGroup Cardea Graphene A440 2 TB mit zwei Kühlkörpern 112,89€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • AVM FRITZ!Repeater 3000 AX 129€ • Philips Ambilight 77OLED808 2.599€ • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /