Amazon Fresh: Amazon prüft bundesweit Lieferung von frischen Lebensmitteln
Amazon fasst die bundesweite Lieferung von frischen Lebensmitteln ins Auge. Dies sagte Ralf Kleber, Deutschland-Chef des Konzerns, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung(öffnet im neuen Fenster). Bisher hat Amazon den Dienst Amazon Fresh in drei Städten getestet. "Wir sind zufrieden mit dem Kundenfeedback und nehmen uns die Zeit, den Service zu verbessern und auszubauen", erklärte Kleber.
Noch sei der Anteil der Lebensmittel am Onlinehandel gering, "eher unter zehn Prozent", wie Kleber erläuterte: "Das ist das Schöne am Onlinehandel: Es liegt viel Potenzial vor uns." Auf die Frage, welche Städte er als nächstes mit Lebensmitteln bedienen wolle, antwortete er: "Mir fallen viele Orte ein, an denen gegessen und getrunken wird."
Der Onlinehandel mit Lebensmitteln sei "gar nicht so bahnbrechend, wie oft behauptet wird", erläuterte Kleber. "Woraus besteht der große Teil des Einkaufs? Aus Nudeln, aus Kaffee, aus Konservendosen – also Trockenware. Das alles verkaufen wir längst überall in Deutschland. Da jetzt noch einen Kopf Salat drauf zulegen oder 100 Gramm aufgeschnittenen Käse, das ist unsere Aufgabe – und eine spannende dazu."
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Als Amazon 1999 in Deutschland mit Büchern begann, sei ihm die Frage genauso gestellt worden: Wollen Sie die Bücher überallhin liefern? "Ja, war meine Antwort, überallhin, wo gelesen wird", sagte Kleber. "Das gilt immer noch, übertragen auf jede Kategorie an Waren – auch für Lebensmittel."
Amazon Fresh hatte im September 2017 angekündigt, nach Berlin und Potsdam auch nach Hamburg zu expandieren. Der Lieferdienst ist auf Amazon-Prime-Nutzer beschränkt und kostet zusätzlich 9,99 Euro monatlich. Doch das Unternehmen räumte früher ein, dass niemand einen weiteren Supermarkt brauche.
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