Technisch sehr ähnlich

Als System-on-a-Chip (SoC) setzen beide Tablets auf den MT8127 von Mediatek. Die vier Kerne des Prozessors takten mit 1,3 GHz, die GPU ist eine Mali-450 MP4. Auch der Arbeitsspeicher ist bei beiden Geräten mit 1 GByte nicht sehr groß. Das zeigt sich im Alltag vor allem an trägen Reaktionen nach Eingaben und dem leichten Ruckeln des Homescreens. Auch größere Apps, besonders Spiele, brauchen etwas länger zum Laden als auf schnelleren und damit teureren Tablets. Selten ruckeln sie ein wenig.

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Doch um mit den Geräten zu surfen, mal ein Video zu schauen oder die Musikanlage zu steuern, reicht die Leistung vollkommen aus. Selbst Spiele wie Riptide GP2 können flüssig gespielt werden, wenn auch nicht auf den höchsten Grafikeinstellungen. Aufgrund des gleichen SoCs fallen die Benchmark-Werte fast identisch aus. Im Geekbench erreichen sie nur rund 356 Punkte im Single-Score und 1.167 Punkte im Multi-Score. Zum Vergleich: Das zwei Jahre alte Nexus 7 erreicht 583 beziehungsweise 1.837 Punkte.

Die etwas bessere Kamera hat das Telekom-Tablet. Die Frontkamera nimmt Bilder mit 2 Megapixeln auf, die rückwärtige Kamera hat 5 Megapixel. Richtig gute Bilder kann das Tablet allerdings nicht aufnehmen. Ähnlich sieht es beim Amazon-Tablet aus: Die Rückkamera hat 2 Megapixel, die Frontkamera sogar nur 0,3 Megapixel. Für mehr als Videotelefonie ist sie nicht zu gebrauchen.

Der große Unterschied

Am stärksten unterscheiden sich die Geräte beim Betriebssystem: Beide Tablets verwenden zwar Android, allerdings ist besonders bei Amazons Tablet nicht viel davon zu erkennen, denn Amazon installiert eine komplett auf seine Dienste wie Instant Video oder den Kindle-Shop angepasste Oberfläche.

  • Telekom Puls (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Amazon Fire (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Telekom Puls (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Amazon Fire (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Telekom Puls (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Etwas anders sieht es beim Telekom-Tablet aus: Die Benutzeroberfläche von Android 5.0 alias Lollipop wurde nur leicht angepasst. Die ersten beiden Seiten auf dem Homescreen sind Telekom-Anwendungen vorbehalten. Dort sind von Werk an die Kachel-Widgets der zahlreichen Telekom-Dienste platziert. Wer weder eine E-Mail-Adresse bei der Telekom hat noch ein Smart-Home-System verwendet, kann diese einfach löschen.

Die Anwendungen sind nicht exklusiv für Nutzer des Telekom-Tablets entwickelt worden. Sie können einfach aus dem Play Store von Google heruntergeladen werden. Neben der Google-Suchleiste gibt es noch ein kleines Telekom-Logo, hinter dem sich noch mal eine Übersicht der Telekom-Dienste befindet. Ansonsten entspricht die Oberfläche der des Stock-Android. Schön ist, dass neben einem Google-Account kein Telekom-Account nötig ist, um das Tablet zu nutzen.

Anders sieht es beim Fire-Tablet aus. Hier wird ein Amazon-Account vorausgesetzt. Als Betriebssystem kommt Android 5.1 mit Amazons eigener Benutzeroberfläche Fire OS in der Version 5 zum Einsatz. Im Vergleich zur Vorgängerversion hat Amazon viel verändert: Das App-Karussell der alten Benutzeroberflächen wurde entfernt, stattdessen ist die erste Seite des Homescreens die App-Übersicht.

Mit einem Wisch nach links lässt sich durch die einzelnen Amazon-Dienste wischen. Von hier aus kann etwa ein Film über Instant Video gekauft oder gestreamt oder ein E-Book über den Kindle-Dienst gelesen werden. Wer diese Amazon-Dienste sowieso nutzt, für den ist die Benutzeroberfläche recht praktisch, alle anderen werden die verschiedenen Seiten mit Angeboten von Amazon eher nerven.

Wer hauptsächlich mit den Tablets surfen und auch mal ein Video schauen möchte, wird nur selten Ruckler in der Benutzung feststellen. Natürlich reagieren die Geräte nicht immer so schnell wie ein iPad Air 2 oder ein Nexus 9, doch wirklich gestört hat das nicht. Wir waren selbst überrascht, wie gut sich die Geräte im Alltag schlagen, andere Billig-Tablets haben größere Probleme, stürzen regelmäßig ab oder ruckeln die ganze Zeit. Bei den Telekom- und Amazon-Tablets gibt es solche Schwierigkeiten nicht.

Und auch die Akkulaufzeit ist bei beiden Geräten in Ordnung. Gut zwei bis drei Tage hält der Akku bei durchschnittlicher Nutzung, beim Amazon-Tablet meist etwas länger als beim Telekom Puls. Wer nicht nur surft und Musik streamt, sondern auch mal spielt und viele Videos oder Filme mit den Geräten schaut, muss die Tablets bereits nach zwei Tagen laden.

Anfangs hatte das Telekom-Tablet in unserem Test kleine Probleme, die nach einem Software-Update behoben waren. Das Tablet schaltete sich nicht in den Ruhezustand und benötigte dadurch auch nachts recht viel Strom. Davon berichteten auch andere Nutzer des Tablets im Telekom-Forum. Ein weiteres Update soll laut einem Telekom-Mitarbeiter bei allen Geräten das Problem lösen.

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 Amazon Fire und Telekom Puls im Kurztest: Billig-Tablets schwächeln weniger als vermutetVerfügbarkeit und Fazit 
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MagentaMeins 24. Nov 2015

Hallo. Ich finde, das Puls ist deutlich besser. Es hat einen Kinderschutzmodus und GPS...

Anonymer Nutzer 24. Nov 2015

Es geht auch um unnötige Leistungsverschwendung, gerade im Mobilbereich. Und manche...

currock63 24. Nov 2015

Das war ein sehr dummer Beitrag. Mein China-SP (über 1 Jahr alt) hat schon mehr...

querschlaeger 12. Nov 2015

Ob es für das PULS Android 6 geben wird?

plutoniumsulfat 12. Nov 2015

Dafür ist das Risiko bei Guten Geräten deutlich geringer. In unserer Firma sind die...



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