Amazon: Entlassungen treffen offenbar auch AWS

Amazon will noch in diesem Jahr 10.000 Stellen abbauen. Nach Informationen des Handelsblatts(öffnet im neuen Fenster) wird davon auch die profitable Cloudsparte AWS betroffen sein.
Das Handelsblatt beruft sich dabei auf Angestellte aus der Personalabteilung von Amazon, die anonym bleiben wollen. Führungskräfte seien demnach dazu aufgefordert worden, "schwache Mitglieder ihrer Teams zu identifizieren" , schreibt das Handelsblatt. Außerdem gebe es einen Einstellungsstopp. Ein Amazon-Sprecher äußerte sich auf Anfrage der Wirtschaftszeitung nicht zu dem Bericht.
Offiziell sollen die Maßnahmen nach der AWS-Konferenz Reinvent kommuniziert werden, die vom 28. November bis 2. Dezember in Las Vegas stattfindet.
AWS ist umsatzstark
Amazons AWS ist vor Microsoft und Google Marktführer auf dem Cloudmarkt . Seinen Unternehmensgewinn von 2,9 Milliarden US-Dollar im letzten Quartal verdankt Amazon auch der Cloudsparte: AWS machte 20,5 Milliarden US-Dollar Umsatz, 16 Prozent des gesamten Umsatzes des Gesamtunternehmens.
Über die Massenentlassungen wurde bereits vergangene Woche berichtet . Damals hieß es aber noch, dass vor allem die Hardwaresparte Amazon Devices betroffen sei, die unter anderem den Sprachassistenten Alexa entwickelt. Auch beim Team des Cloudgamingdienstes Luna(öffnet im neuen Fenster) soll es Entlassungen gegeben haben.
Die Ankündigung der Entlassungen folgte auf einen bereits Anfang November 2022 bekannt gegebenen Einstellungsstopp . "Wir gehen davon aus, dass diese Pause in den nächsten Monaten beibehalten wird, und werden weiterhin beobachten, was sich in der Wirtschaft und im Betrieb abzeichnet, um anzupassen, wenn wir es für sinnvoll halten" , erklärte Beth Galetti, Senior Vice President of People Experience and Technology von Amazon, in einem Blogbeitrag.



