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Amazon Deutschland: Streiks am Amazon Prime Day

In Deutschland und Spanien streiken am Amazon Prime Day die Lagerarbeiter für bessere Arbeitsbedingungen, in Polen wird Dienst nach Vorschrift gemacht. Die Streikbewegung geht ins sechste Jahr.
/ Achim Sawall
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Protestgrafik von Verdi (Bild: Verdi)
Protestgrafik von Verdi Bild: Verdi

Die Lagerarbeiter von Amazon streiken am Amazon Prime Day in Deutschland, Polen und Spanien. Das gab die Gewerkschaft Verdi(öffnet im neuen Fenster) am 16. Juli 2018 bekannt. Es geht ihnen laut Verdi um einen "Gesundheitstarifvertrag" . Seit Mai 2013 kämpfen die Amazon-Beschäftigten um eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld durch einen Tarifvertrag.

Streiks finden am Dienstag in Bad Hersfeld, Leipzig, Graben (Bayern), Rheinberg, Werne und Koblenz statt. An diesem sogenannten Prime Day verspricht Amazon Kunden weltweit attraktive Angebote. Es wird ein hohes Bestellvolumen erwartet. Auch in Spanien und Polen gibt es Aktionen der Beschäftigten. In Polen wird "Dienst nach Vorschrift" gemacht, wobei laut Verdi "besonders auf ordnungs- und sachgemäße Behandlung der Pakete geachtet" , also besonders langsam gearbeitet wird. In Spanien rufen die Gewerkschaften zum Streik bis Mittwoch auf.

Amazon hat bei allen Streiks erklärt, dass die Arbeitsniederlegungen keine Auswirkungen hätten. "Der Prime Day ist etwas Besonderes, wir freuen uns darauf und sind gut vorbereitet. Der weitaus größte Teil der Mitarbeiter in den Logistikzentren arbeitet regulär. Wir erwarten daher keine Auswirkung auf das Kundenversprechen" , sagte Amazon-Sprecher Stephan Eichenseher. Alle festangestellten Logistikmitarbeiter verdienten nach zwei Jahren umgerechnet mindestens 12,22 Euro brutto pro Stunde. Darüber hinaus biete Amazon Zusatzleistungen wie leistungsbezogene Prämien, eine Sonderzahlung zu Weihnachten und Mitarbeiter-Aktien.

Bislang verweigert Amazon Verdi zufolge jede Verhandlung mit der Gewerkschaft. Dennoch habe der Konzern in den vergangenen Jahren durch die vielen Streikaktionen die Luftzufuhr und die Lichtverhältnisse in den Lagerstandorten verbessern müssen. Auch seien seitdem Löhne und Gehälter regelmäßig gestiegen.


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