Amazon: Das automatisierte Lagerhaus kommt frühestens in zehn Jahren

So bald werden die Roboter nicht übernehmen: Einen voll automatisierten Betrieb wird es beim Onlineversender Amazon vorerst nicht geben, weil die Technik noch nicht leistungsfähig genug ist.
Wie andere Versandhändler bemüht sich auch Amazon darum, die Prozesse weitgehend zu automatisieren. Roboter sind bereits in Versandzentren im Einsatz . Amazon hat sogar schon einen Wettbewerb für Roboter veranstaltet , die Objekte erkennen, fassen und ablegen.

Ziel ist es, den ganzen Prozess von der Bestellung bis zum Versand zu automatisieren. Bis es soweit sei, werde es noch mindestens zehn Jahre dauern, sagte Scott Anderson, Leiter von Amazon Robotics Fulfillment, der britischen Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) . Die Technik, mit der ein Roboter ein Produkt aus einem Behälter nimmt, ohne andere zu beschädigen, oder mehrere Produkte gleichzeitig greift, werde in den kommenden Jahren nicht verfügbar sein, die Menschen seien, was die Wahrnehmung betreffe, überlegen.
Roboter fassen keine Lebensmittel an
"In der jetzigen Form ist die Technik sehr begrenzt. Die Technik ist noch sehr weit entfernt von dem vollautomatischen Arbeitsplatz, den wir brauchen" , sagte Anderson. Amazon setzt Roboter in Lagerhäusern ein, in denen Massenware versandt wird. Mit Lebensmitteln hingegen haben sie nichts zu tun. Um die kümmern sich ausschließlich Menschen.
Anderson hatte Journalisten durch ein Lager in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland geführt. Es sei ein Missverständnis, dass Amazon bald vollautomatische Lager betreiben werde, sagte er. Amazon steht seit längerem wegen der Arbeitsbedingungen in der Kritik sowie aufgrund der Bemühungen, Abläufe zu automatisieren.



