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Amazon China: Amazon bekommt Lizenz als Seefrachtanbieter

Amazon dringt weiter in die Logistikbranche vor. Zwischen China und den USA ist der Onlinehändler nun selbst als Seefrachtanbieter aktiv.
/ Achim Sawall
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Containerschiff vor der Küste von Mumbai (Bild: Shailesh Andrade/Reuters)
Containerschiff vor der Küste von Mumbai Bild: Shailesh Andrade/Reuters

Amazon China hat erfolgreich eine Lizenz als Seefrachtanbieter beantragt. Das Blog von Flexport berichtet(öffnet im neuen Fenster) , die Federal Maritime Commission führe Amazon China als lizenzierten Serviceanbieter. Das Unternehmen heißt offiziell Beijing Century Joyo Courier Service und führt den Handelsnamen Amazon China.

Im Jahr 2004 berichtete Cnet, dass Amazon Joyo, einen chinesischen Onlinehändler, übernommen habe. In einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC (Securities And Exchange Commission) aus dem Jahr 2006 von Amazon hieß es, Joyo sei eine Tochterfirma des Konzerns. Die Seefrachtlizenz gilt bisher wohl für Handelsrouten zwischen den USA und China.

Logistiker Amazon

Amazon wird in Deutschland einen eigenen Paketzustelldienst aufbauen. Das berichtete die Deutsche Logistik-Zeitung unter Berufung auf Bernd Schwenger, Director Amazon Logistics (DVZ). Das Lager in Olching bei München, das im September 2015 für das Lieferprogramm Prime Now angekündigt wurde, sei dafür das Modellprojekt. Ist der weltgrößte Onlinehändler hier erfolgreich, soll der Amazon-Paketdienst ausgeweitet werden.

Amazon baue in Deutschland eigene Lieferkapazitäten auf, um mögliche Engpässe durch das anhaltende Wachstum des Onlinehandels zu vermeiden, sagte Schwenger. Das Vertrauen zu den Partnern DHL, Hermes und DPD sei ungebrochen, daran habe auch der Poststreik im Jahr 2015 nichts geändert.

Paketmüllberge wachsen immer weiter

Mehr als die Hälfte der 2,1 Milliarden Pakete, die 2014 in Deutschland verschickt wurden, kamen aus dem Onlinehandel und von anderen Versendern. Die Paketmenge wuchs im Vergleich zu 2013 um elf Prozent.


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