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Amazon-Chef: KI-Dienste bringen in diesem Jahr 15 Milliarden Umsatz

Amazon muss die gigantischen KI-Ausgaben vor den Aktionären rechtfertigen. Laut Andy Jassy sind die Nachfrage und der Umsatz bei AWS riesig.
/ Achim Sawall
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Amazon-CEO Andy Jassy spricht in New York City, USA, am 26. Februar 2025. (Bild: REUTERS/Brendan McDermid)
Amazon-CEO Andy Jassy spricht in New York City, USA, am 26. Februar 2025. Bild: REUTERS/Brendan McDermid

Amazons KI-Dienste in seiner Cloud-Computing-Sparte AWS generieren bereits einen Jahresumsatz von über 15 Milliarden US-Dollar. Das erklärte Konzernchef Andy Jassy im am 9. April 2026 veröffentlichten jährlichen Aktionärsbrief(öffnet im neuen Fenster). Es ist das erste Mal, dass der Cloudbetreiber Zahlen zu dem KI-Bereich veröffentlicht.

Die Angaben von Jassy basieren auf Hochrechnungen mit den Ergebnissen des ersten Quartals 2026.

Wie alle Akteure in dem Bereich steht auch Amazon unter Druck, den Erfolg seiner KI-Investitionen unter Beweis zu stellen. Amazon kündigte im Februar Investitionen in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar für 2026 an, die hauptsächlich in KI-Entwicklung und Infrastruktur fließen sollten. Das wurde von den Aktionären zum Teil stark kritisiert.

Jassy versuchte das zu entkräften: "Für einen erheblichen Teil der AWS-Investitionen, die wir 2026 planen und die sich größtenteils 2027/28 amortisieren werden, liegen uns bereits Kundenzusagen vor." Das Unternehmen sei bereit, hohe Investitionen zu tätigen und kurzfristige Schwankungen beim freien Cashflow in Kauf zu nehmen, um mittel- bis langfristig einen deutlichen Überschuss beim freien Cashflow zu erzielen.

"Wir werden hier nicht konservativ vorgehen – wir investieren, um eine führende Rolle einzunehmen, und unser zukünftiges Geschäft, unser operatives Ergebnis und unser freier Cashflow werden dadurch deutlich höher ausfallen", schrieb Jassy.

Amazon hat Probleme mit KI-Zulieferern

Die KI-Umsätze bei AWS stiegen rasant und das Cloudgeschäft würde ohne die aktuellen Kapazitätsengpässe der Zulieferer sogar noch schneller wachsen, erklärte Jassy.

Auf einer internen Beschäftigtenversammlung erklärte der Konzernchef laut einem Reuters-Bericht, KI könne den Jahresumsatz von AWS auf 600 Milliarden US-Dollar verdoppeln.

Das Geschäft mit kundenspezifischen Chips erwirtschaftet laut Jassy einen Jahresumsatz von über 20 Milliarden US-Dollar und wächst jährlich dreistellig.

Custom-KI-Chips von Amazon kommen in den Verkauf

Amazon setzt auf Graviton-Prozessoren, Trainium-KI-Chips und Nitro-Netzwerkkarten, um gegenüber Nvidia Kosten zu sparen. Trainium ist Amazons spezialisierter Chip für das Training von KI-Modellen. Graviton-Prozessoren basieren auf der ARM-Architektur. Andererseits vertiefte Amazon erst im März 2026 seine Partnerschaft mit Nvidia, die den Kauf von über einer Million Nvidia-GPUs (Blackwell- und Rubin-Architektur) bis 2027 vorsieht.

Jassy wies auf das rasante Wachstum von Amazons Geschäft mit seinen Custom-Chips hin. Er meinte, dass diese zukünftig auch an externe Kunden verkauft werden könnten. "Die Nachfrage nach unseren Chips ist so hoch, dass wir sie in Zukunft wahrscheinlich in großen Mengen an Dritte verkaufen werden", sagte Jassy.


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