Amazon-Chef: Jeff Bezos ist der reichste Mensch der Welt

Die Aktie des Online-Händlers Amazon steigt und steigt - und damit auch das Vermögen seines Gründers Jeff Bezos. Doch es gibt auch Rückschläge, wie der Prime Day zeigt.

Artikel von Axel Postinett/Handelsblatt veröffentlicht am
Amazon-Chef Jeff Bezos ist der reichste Mensch der Welt.
Amazon-Chef Jeff Bezos ist der reichste Mensch der Welt. (Bild: Abhishek Chinnappa/Reuters)

Es geschah pünktlich am Montag zum Start der größten einzelnen jährlichen Online-Konsumorgie der westlichen Welt, dem Amazon Prime Day: Amazon-Gründer, CEO und Großaktionär Jeff Bezos wurde "der reichste Mensch der modernen Geschichte".

Inhalt:
  1. Amazon-Chef: Jeff Bezos ist der reichste Mensch der Welt
  2. Amazon im Wettstreit mit Apple

Mit einem Nettovermögen von über 150 Milliarden Dollar war der 54-Jährige laut Bloombergs Milliardärs-Index zu Börsenbeginn am Montag 55 Milliarden Dollar reicher als die Nummer zwei der Welt, Microsoft-Mitgründer Bill Gates. Der, so hat Bloomberg ausgerechnet, hatte vor dem Dotcom-Crash 1999 kurzfristig die 100-Milliarden-Dollar-Marke gestreift, was auf heute umgerechnet dem Wert von "nur" 149 Milliarden Dollar entsprechen würde.

Die Aktienmärkte starteten schwach in die neue Woche, nur die Amazon-Aktie ragte an der Wall Street mit einem Plus von 0,52 Prozent auf 1822,49 Dollar heraus. Es war der achte Kursanstieg in Folge. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus der Aktie auf rund 56 Prozent.

Websiteprobleme am Prime Day

Nachbörslich gab die Amazon-Aktie jedoch am Montagabend US-amerikanischer Zeit ein Prozent nach - Probleme mit der Webseite während des Prime Days sollen dazu geführt haben. An diesem Tag bietet das Internetkaufhaus Amazon seine treuen Kunden viele Produkte zu Vorzugspreisen an. Die Rabattaktion hat am Montag eine Stunde vor Börsenschluss begonnen und dauert diesmal 36 Stunden. Doch kurz nach dem Auftakt berichteten viele Nutzer von Ausfällen der Webseite.

Die genauen Gründe für den Ausfall teilte Amazon nicht mit, doch der Ansturm der Schnäppchenjäger dürfte dazu beigetragen haben. Das Unternehmen ließ aber wissen, dass trotz der Panne die Kunden in der ersten Stunde der Rabattaktion mehr Artikel geordert hätten als im Vorjahr. Der E-Commerce-Analysefirma Feedvisor zufolge berappelte sich der Absatz bei Amazon jedoch schnell. In den ersten drei Stunden hätten die Umsätze deutlich über dem Vorjahr gelegen, schätzt die Firma auf Basis der Daten eigener Kunden.

Dennoch wirft der Vorfall kein gutes Licht auf den Weltmarktführer im Cloud-Computing, also dem dezentralen Verwalten von Daten und Informationen. Denn der Vorteil einer solchen IT-Landschaft soll ja gerade sein, jedem Ansturm gerecht zu werden. Die Ausfälle treffen nicht nur Verkäufer auf der Plattform, sondern auch Amazon selbst. 15 der 16 am heftigsten beworbenen und rabattierten Produkte stammen vom Unternehmen selbst. Dazu zählen intelligente Lautsprecher mit Sprachsteuerung, Tablets oder USB-Sticks, die es ermöglichen, Internetinhalte auf Fernsehgeräten zu streamen.

Erstmals gibt es auch Verkaufsaktionen in echten Geschäften: Amazon hat den Prime Day auf die Supermarktkette Whole Foods ausgeweitet, in denen die Abonnenten des Amazon-Prime-Dienstes zusätzliche Vergünstigungen erhalten. Der stationäre Handel bekommt eine immer größere Bedeutung für das Unternehmen. Automatisierte Supermärkte ohne Kassierer - nach dem Vorbild eines Pilotgeschäfts in Seattle - sollen in mehreren US-Städten eröffnet werden, unter anderem in San Francisco.

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Amazon im Wettstreit mit Apple 
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SJ 24. Jul 2018

Welche irreführende Werbung?

derdiedas 23. Jul 2018

Na ja bei eBay bescheißen immer noch zu viele. Immer noch zu viele gehackte Accounts, so...

Thomas 21. Jul 2018

So ein Aktienpaket verkauft man auch nicht einfach so in einem Rutsch an der Börse...

Thomas 21. Jul 2018

Also für mich klingt der Originalbeitrag von "Bouncy" nicht danach, dass er irgendwelche...



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