Abo
  • Services:
Anzeige
Betrugsversuche auf Amazon nehmen kein Ende.
Betrugsversuche auf Amazon nehmen kein Ende. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Amazon: Betrug durch gefälschte Marketplace-Shops

Betrugsversuche auf Amazon nehmen kein Ende.
Betrugsversuche auf Amazon nehmen kein Ende. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Seit etlichen Monaten finden auf Amazons Webseite Betrugsversuche statt. Teure Elektroartikel werden zu einem Bruchteil des normalen Preises angeboten. Wer bezahlt, ist sein Geld los. Mittlerweile werden auch bestehende Marketplace-Konten gehackt.

Für Händler kann Amazon eine lukrative Plattform sein, weil viele Kunden in Deutschland dort einkaufen. Aber auch Betrüger haben das Potenzial erkannt, über die Amazon-Webseite Geld zu verdienen - allerdings ohne irgendwelche Waren zu liefern. Seit etlichen Monaten läuft die Betrugsmasche nach Beobachtungen von Golem.de immer wieder auf ähnliche Weise ab. Auf Amazon taucht ein gefälschter Marketplace-Eintrag auf und darüber werden hochwertige und teure Elektronikprodukte für sehr wenig Geld angeboten. Teilweise wird weniger als die Hälfte des üblichen Preises verlangt.

Anzeige

Bezahlen ohne Amazon-Konto

Diese Masche wird seit einiger Zeit perfektioniert, indem Betrüger auch bestehende Marketplace-Shops kaperten, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Sie wollen damit von den guten Bewertungen der Shop-Betreiber profitieren und potenzielle Opfer in Sicherheit wiegen. Aber ganz gleich, wie gut die gefälschten Marketplace-Shops gemacht sind, die Art des Bezahlens ist so ungewöhnlich, dass es eigentlich jedem Amazon-Kunden auffallen müsste.

Denn nicht nur die direkt von Amazon verkauften Artikel, auch die Produkte der Marketplace-Händler werden immer über das Amazon-Konto bezahlt. Nicht so bei den Betrugsversuchen. In diesen Fällen wird der Kunde aufgefordert, den Kaufpreis abseits des Amazon-Kontos zu bezahlen.

Ermittler sehen erheblichen Schaden

Die Betrüger würden von ihren Opfern verlangen, ihre Kreditkartendaten bei Bezahldiensten wie Paypal, Western Union oder Paysafe anzugeben, hat das Landeskriminalamt Niedersachsen ermittelt. Nach Beobachtungen von Golem.de fordern die Betrüger stellenweise sogar, sich vor dem Kauf bei Amazon bei einer E-Mail-Adresse zu melden. Damit soll erreicht werden, sogar den Bestellvorgang am Amazon-Ökosystem vorbei zu lotsen.

Wer sich darauf einlässt, Geld abseits des Amazon-Ökosystems zu transferieren, verliert die Möglichkeit, die Zahlungen über Amazon zurückzubekommen. Alle Schutzmaßnahmen seitens Amazon greifen dann nicht. Laut Landeskriminalamt sei ein "erheblicher" Schaden durch diese Betrugsmasche verursacht worden. Weil sich die meisten Opfer an lokale Polizeidienststellen wenden, gebe es keine bundesweit zusammengetragenen Zahlen zu diesen Betrugsdelikten.

Amazon unterbindet Betrügereien nicht im Vorfeld

"Wir nehmen das Thema ernst und beschützen unsere Kunden und Händler", erklärte Ralf Kleber, der Deutschland-Chef des Online-Händlers. Er rät, dass Kunden alle Käufe ausschließlich über die Amazon-Website abwickeln und niemals Ware beim Verkäufer direkt bezahlen sollten, weder durch Überweisung noch per Scheck. Die Verkäufer wiederum seien dazu verpflichtet, alle Transaktionen nur über die Amazon-Plattform laufen zu lassen.

Golem.de hat in den zurückliegenden Monaten beobachtet, dass Betrüger immer wieder gefälschte Marketplace-Konten eröffnen, um ihr Unwesen zu treiben. Meist sind diese Konten nach einigen Tagen nicht mehr da. Weil die Konten neu sind, gibt es keine Kundenbewertungen. Die Betrüger haben sich aber etwas einfallen lassen. Vermeintlich positive Bewertungen werden als Screenshot eingebunden. Ein Klick darauf zeigt nicht eine einzige Bewertung.

Diese Masche läuft seit etlichen Monaten und Amazon ist offenbar nicht in der Lage, diese Betrügereien im Vorfeld zu unterbinden. Vermutlich fehlen bei Amazon Vorkehrungen, um solche gefälschten Konten im Vorfeld ausfindig machen zu können. Der Online-Händler macht bisher keine Anstalten, die Amazon-Kunden vor diesen Betrügereien zu warnen.

Betrüger kapern bestehende Shops

Die Süddeutsche Zeitung stieß auch auf einen Fall, bei dem ein IT-Händler aus Nordrhein-Westfalen Opfer eines Hacker-Angriffs geworden ist. Er hatte eine Phishing-Mail geöffnet und Hackern somit Zugriff auf seinen Computer gewährt. Damit erhielten sie das Kennwort für sein Amazon-Marketplace-Konto und boten darauf Produkte an, die sie nie auslieferten. Alle Bestellungen kamen bei dem betreffenden Händler an, in einer Stunde sollen es 400 Bestellungen gewesen sein.

Nach Aussage des Händlers habe er sein Kennwort verändert, nachdem er den Angriff bemerkt hatte. Außerdem habe er seinen Shop vorübergehend stillgelegt. Dennoch sollen danach weitere Bestellungen eingegangen sein. Der Händler wandte sich an Amazon, die das komplette Konto sperrten und alle darüber getätigten Bestellungen stornierten. Laut Aussage des Händlers sollen Kunden nicht über die Gründe informiert worden sein. Das führte dazu, dass er etliche Beschwerden erhalte. Manche Kunden würden mit rechtlichen Schritten drohen.


eye home zur Startseite
css_profit 30. Nov 2016

Eben. Deshalb kann so etwas als Konzept funktionieren.. Und der Kunde geht bei Bezahlung...

mac4ever 14. Nov 2016

If (substring.Verkäuferinformation == "at, , *at*, (at), AT......" ) delete...

mac4ever 14. Nov 2016

Es nervt einfach tierisch, überall diesen Schrott zu haben. Überall bei der Preissuche...

Hotohori 14. Nov 2016

Wenn man ein Tool wie KeePass nutzt, das auch noch automatisch die Daten in die...

Hotohori 14. Nov 2016

Ähm, als IT Händler muss man kein IT Profi sein. Gerade im Netz kann das auch ein IT...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Knauf Information Services GmbH, Iphofen
  2. Zühlke Engineering GmbH, München, Hannover, Eschborn
  3. Voith Global Business Services EMEA GmbH, Ulm
  4. DuPont Sustainable Solutions (DSS), Neu-Isenburg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 1.499,00€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Folgen Sie uns
       


  1. Nintendo Labo

    Switch plus Pappe

  2. Apple

    Messages-App kann mit Nachricht zum Absturz gebracht werden

  3. Analog

    Kabelnetzkunden in falscher Sorge wegen DVB-T-Abschaltung

  4. Partnerprogramm

    Geld verdienen auf Youtube wird schwieriger

  5. Nur beratendes Gremium

    Bundestag setzt wieder Digitalausschuss ein

  6. Eclipse Foundation

    Erster EE4J-Code leitet Java-EE-Migration ein

  7. Breitbandmessung

    Provider halten versprochene Geschwindigkeit fast nie ein

  8. Virtualisierung

    Linux-Gasttreiber für Virtualbox bekommt Mainline-Support

  9. DJI Copilot von Lacie

    Festplatte kopiert SD-Karten ohne separaten Rechner

  10. Swift 5

    Acers dünnes Notebook kommt ab 1.000 Euro in den Handel



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sgnl im Hands on: Sieht blöd aus, funktioniert aber
Sgnl im Hands on
Sieht blöd aus, funktioniert aber
  1. Displaytechnik Samsung soll faltbares Smartphone auf CES gezeigt haben
  2. Vuzix Blade im Hands on Neue Datenbrille mit einem scharfen und hellen Bild
  3. Digitale Assistenten Hey, Google und Alexa, mischt euch nicht überall ein!

EU-Urheberrechtsreform: Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
EU-Urheberrechtsreform
Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
  1. Leistungsschutzrecht EU-Kommission hält kritische Studie zurück
  2. Leistungsschutzrecht EU-Staaten uneins bei Urheberrechtsreform

Security: Das Jahr, in dem die Firmware brach
Security
Das Jahr, in dem die Firmware brach
  1. Wallet Programmierbare Kreditkarte mit ePaper, Akku und Mobilfunk
  2. Fehlalarm Falsche Raketenwarnung verunsichert Hawaii
  3. Asynchronous Ratcheting Tree Facebook demonstriert sicheren Gruppenchat für Apps

  1. Wohl großteils der Freenet-Kampagne geschuldet...

    xmaniac | 05:26

  2. Re: Kein Backup? Kein Mitleid!

    AntiiHeld | 04:04

  3. Re: Sieht interessant aus

    SanderK | 03:36

  4. Re: Videos von brennenden und sterbenden Menschen...

    SanderK | 03:30

  5. Re: Chile schlechtes Internet (Clickbait)

    SanderK | 03:20


  1. 00:02

  2. 19:25

  3. 19:18

  4. 18:34

  5. 17:20

  6. 15:46

  7. 15:30

  8. 15:09


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel