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Amazon Basics ausprobiert: Maus hui, Gamepad pfui

Der neue Gaming-Rechner ist fertig, leider haben wir aber bei der Planung vergessen, Geld für Peripheriegeräte zurückzulegen. Also bestellen wir alles bei Amazon: Dessen Basics-Reihe beinhaltet eine Menge PC-Zubehör - lohnenswert ist ein Kauf aber nicht immer, wie unser Test zeigt.

Ein Test von veröffentlicht am
Unser Testfeld an Amazon-Basics-Geräten
Unser Testfeld an Amazon-Basics-Geräten (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Endlich ist er fertig, der neue Gaming-PC - und wir sind bereit, auf ihm zu zocken. Vor dem dunklen Monitor sitzend stellen wir aber fest, dass wir leider in unserer Finanzplanung sämtliche Peripheriegeräte vergessen haben. Ohne Maus, Tastatur und Kabel lassen sich Games nun mal schlecht spielen, also benötigen wir schnell kostengünstiges Zubehör.

Inhalt:
  1. Amazon Basics ausprobiert: Maus hui, Gamepad pfui
  2. Tastatursoftware mit altbackenem Look
  3. Xbox-Controller mit Macken
  4. Fazit

Dabei kommt uns Amazon mit seiner Basics-Reihe in den Sinn. Amazon bietet seit geraumer Zeit verschiedene Produkte unter seinem eigenen Namen an, die - getreu dem Namen - Basisleistungen zu bezahlbaren Preisen liefern sollen. Das Angebot erstreckt sich von Batterien über Handy-Aufladegeräte und Hundekotbeutel bis hin zu Feuerstellen für den Garten - und eben auch Computerzubehör. Gefertigt werden die Produkte von unterschiedlichen Herstellern, die Amazon allerdings nicht bekanntgibt.

Einige der Basics-Produkte sind vergleichbar günstig wie die Produkte anderer Hersteller oder sogar günstiger. Die Zielgruppe dürften Nutzer sein, die sich nicht besonders gut mit der jeweiligen Produktkategorie auskennen oder sich einfach keine Arbeit machen wollen, verschiedene Angebote zu durchsuchen - nach dem Motto: Was Amazon unter seinem eigenen Namen verkauft, wird schon nicht schlecht sein.

Wir wollen wissen, wie gut die Basics-Produkte sind und haben uns alles besorgt, was wir für unseren Gaming-Rechner noch benötigen: eine Maus, eine Tastatur, ein Mauspad, Lautsprecher, ein Gaming-Headset, einen Controller, ein Ethernet-Kabel, ein Displayportkabel und ein HDMI-Kabel. Im Test zeigt sich, dass einige der Produkte nicht schlecht sind - manche aber auch durchfallen.

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Das erste Amazon-Basics-Produkt, das wir auspacken, ist die Tastatur. Wir haben uns die Gaming-Tastatur mit "mechanischer Haptik" für 35 Euro bestellt, die über programmierbare Makrotasten, eine schnittige Gaming-Beschriftung auf den Tasten und eine LED-Beleuchtung mit 16 Millionen Farben verfügt - was will man als Zocker mehr.

"Mechanische Haptik" bedeutet, dass es sich um eine Rubberdome-Tastatur mit taktilem Widerstand handelt. Dieser Widerstand soll zusammen mit einem deutlich wahrnehmbaren Klackern das Gefühl vermitteln, dass es sich um eine taktile mechanische Tastatur handelt. Genau genommen verwendet die Tastatur ein sogenanntes "Dome with slider"-Konzept, bei dem auf der Gummikappe (Rubberdome) ein Slider wie bei einer mechanischen Tastatur sitzt.

  • Unser Amazon-Basics-Testfeld: eine Maus mit Gewichten, eine Tastatur, Lautsprecher, ein Mauspad, ein Gamepad und ein Headset. Nicht im Bild: die von uns bestellten Kabel (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die PC-Peripheriegeräte stammen von uns unbekannten Herstellern und werden unter Amazons eigenem Namen verkauft. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur verwendet Rubberdomes, die sich mechanisch anfühlen sollen. Das tun sie nicht, die Tasten haben aber einen merklichen Widerstand. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Tippgefühl ist ziemlich gut, für Spieler könnte der Anschlag aber etwas zu hart sein. Kurios: Unsere Tastatur hat keine W-Taste, dafür ein zweites A. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur hat Zusatzbuttons für die Musiksteuerung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Außerdem können wir fünf Makrotasten ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... in drei Ebenen programmieren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Amazon-Basics-Tastatur gefällt uns gut, die Verarbeitung ist ebenfalls gut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gamepad hingegen ist bei uns im Test durchgefallen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zum einen bleibt die Vibration irgendwann hängen; dann hilft nur noch ein Neuverbinden des Controllers. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Außerdem fühlen sich die Schultertasten nicht hochwertig an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die restliche Verarbeitung ist ok. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das gut gepolsterte Headset hat ein eingebautes Mikro. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Sprachqualität hat uns positiv überrascht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Lautstärke der Ohrhörer kann mit einem Drehrad eingestellt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Lautsprecher sind klanglich keine Offenbarung, was bei einem Preis von 18 Euro auch nicht anders zu erwarten war. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Lautsprecher benötigen einen Audioanschluss per Klinke und einen Stromanschluss über USB. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Unser Amazon-Basics-Testfeld: eine Maus mit Gewichten, eine Tastatur, Lautsprecher, ein Mauspad, ein Gamepad und ein Headset. Nicht im Bild: die von uns bestellten Kabel (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Nutzer drückt wie bei einer herkömmlichen Rubberdome-Tastatur auf eine Gummikappe, die ihrerseits auf eine Membran mit Kontakten drückt, die das jeweilige Zeichen auslösen. Der dazwischengeschobene Slider sorgt allerdings dafür, dass sich das Tippgefühl weniger schwammig als bei reinen Rubberdome-Tastaturen anfühlt. Und tatsächlich bietet die Gaming-Tastatur von Amazon Basics ein gutes Tippgefühl mit einem satten haptischen Widerstand, den wir als angenehm empfinden.

Auch die Qualität der Verarbeitung ist an sich in Ordnung: Die Tastatur hat dank einer Metallplatte im Inneren ein gutes Gewicht und ist relativ verwindungssteif. Weniger gut gefällt uns die schlampige Bestückung der Tastaturkappen. Anstelle eines W haben wir ein zweites A auf unserem Modell, es handelt sich streng genommen also um eine QAERTZ-Tastatur. Drücken wir auf diese Taste, erscheint natürlich weiterhin ein W, etwas unverständlich ist ein solcher Fehler aber schon. Der Umstand, dass die Cursortasten und die WASD-Tasten in Leasing-Silber gehalten sind, wirkt auf uns eher billig. Am oberen Rand gibt es Steuertasten für den Medienplayer, Lautstärketasten hat Amazon allerdings bei seiner Tastatur vergessen, was wir unpraktisch finden.

Tastatursoftware mit altbackenem Look 
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gbomacfly 03. Apr 2019 / Themenstart

Kenne die Problematik. Habe selber eine MX Revolution, bei der ich letztens die...

Kleba 29. Mär 2019 / Themenstart

Ich kannte Ricoo schon, hab schon 3 TV-Wandhalterungen von denen gekauft (mit denen ich...

ufo70 28. Mär 2019 / Themenstart

Leasingsilber kommt direkt nach Rentnergold. ;)

dEEkAy 28. Mär 2019 / Themenstart

Eine wenig beachtete Maus von Speedlink. Habe ich auch. Mega zufrieden mit dem Ding...

6502 28. Mär 2019 / Themenstart

Wenn es eine günstige & gute Tastatur sein soll, empfehle ich immer die CHERRY KC1000...

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