Amazon AWS: Preise bis zu 61 Prozent gesenkt

Nur einen Tag, nachdem Google seine Preise für seine Cloud-Angebote gesenkt hat , ist auch Amazon mit Preisreduktionen für seine AWS-Dienste gefolgt. Die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) zitiert Amazons Vice President Andy Jassy mit der Aussage, das Unternehmen habe seit der Schaffung von AWS im Jahr 2006 die Preise 42-mal gesenkt.
Am stärksten fielen die Preise für Amazons Angebot Elastic Mapreduce (EMR). Hier gab es Kürzungen zwischen 27 und 61 Prozent. EMR ist Amazons Version von Hadoop. Für den Storage-Service S3 fielen die Preise um 51 Prozent, beim Computing-Service EC2 gab es Kürzungen um 38 Prozent und beim Datenbankservice RDS wurden die Preise um 28 Prozent gesenkt.
Amazon gilt als Marktführer bei den Cloud-Angeboten. Der Umsatz von Amazon sei laut Gartner fünfmal so hoch wie der der nachfolgenden 14 Konkurrenten zusammen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) . Im vergangenen Jahr umfasste das Marktvolumen für Cloud-Computing 131 Milliarden US-Dollar. Neben Amazon und Google sind auch IBM, Microsoft, HP und EMC auf diesem Gebiet aktiv. Cisco hat angekündigt, zusammen mit Partnern eine Milliarde US-Dollar in den Aufbau eines Cloud-Dienstes zu investieren.
Workspace ist jetzt allgemein verfügbar
Die Preissenkungen wurden in San Francisco auf einer Veranstaltung für Entwickler bekanntgegeben. Parallel dazu wurde auch Amazons Workspace allgemein verfügbar gemacht. Workspace ist Amazons VDI-Angebot (Virtual Desktop Infrastructure). Der Service wurde bereits im Herbst 2013 auf der AWS:re-Veranstaltung vorgestellt, blieb aber bis jetzt auf wenige Testanwender beschränkt. Workspace bietet unter anderem auch eine automatische Backup-Funktion mit Amazons S3-Plattform.