Amazon: Alexa und Drittanbieter speichern Daten unendlich lang

Erst wenn Kunden aufgenommene Daten manuell auswählen, werden sie gelöscht. Das bestätigt Amazon auf eine Anfrage des US-Senators John Coon. Selbst dann seien einige Ausnahmen zu beachten, in denen Alexa und Anbieter Daten weiterverarbeiten.

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Alexa sammelt fleißig weiter Daten.
Alexa sammelt fleißig weiter Daten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de/Montage: Golem.de)

Amazon hält sehr hartnäckig an aufgenommenen Sprachdaten mit der Sprachassistentin Alexa fest. In einem Fragebogen des US-Senators John Coons bestätigt der Versandhändler, dass Kunden entsprechende Informationen immer manuell löschen müssen. "Wir behalten die Audioaufnahmen der Kunden und Transkripte, bis sie sich entscheiden, diese zu löschen", sagt das Unternehmen. Es gibt demnach also keine Ablaufzeit der Daten, selbst wenn diese mehrere Jahre alt sein sollten.

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Bei Audiotranskripten scheint die Löschoption nicht gegeben zu sein. Coons sagt dazu: "Ich bin von Berichten sehr beunruhigt, die behaupten, dass die Audiodateien in Textform auf Amazons Servern unendlich lange gespeichert werden, ohne Nutzern die Optionen zu geben, diese zu löschen". Mit solchen Texten kann Amazon Gespräche rekonstruieren und beispielsweise Machine-Learning-Modelle für Dialoge trainieren. Theoretisch wäre es auch möglich, aus solchen Texten Vorlieben der Nutzer zu filtern und für diese zu werben. Allerdings helfen Texte nicht unbedingt dabei, Sprachen, Dialekte und Betonungen zu verstehen, die Alexa für eine richtige Interpretation von Kommandos lernen muss.

Amazon löscht Textform teilweise selbstständig

"Wenn ein Kunde eine Audioaufnahme löscht, löschen wir die Transkripte, die mit dem Kundenkonto in Verbindung stehen - die Anfrage des Kunden und Alexas Reaktion darauf", antwortet Amazon. Allerdings behält das Unternehmen laut eigenen Aussagen beispielsweise die Informationen bei, welche Aktionen Alexa durchführt. Das könnten Kaufaktionen, das Abspielen von Musiklisten und andere Dinge sein.

Außerdem gibt das Unternehmen zu verstehen, dass Dritthersteller ihre gesammelten Daten selbstständig auswerten und speichern können, wenn Nutzer deren Skills verwenden. Das ist zur Archivierung von Transaktionen wichtig, begründet Amazon. Alle Antworten der Anfrage hat das IT-Magazin ZDnet zur Verfügung gestellt.

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