Amazon Alexa: Stimmenerkennung startet in Deutschland - mit Beschränkungen

Amazon hat die Alexa-Stimmenerkennung für Deutschland aktiviert. Damit kann Alexa Nutzer anhand der Stimme unterscheiden. Die Neuerung steht nur für ausgewählte Funktionen zur Verfügung.

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Alexa-Lautsprecher erhalten Stimmenerkennung.
Alexa-Lautsprecher erhalten Stimmenerkennung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mehr als ein Jahr mussten deutsche Alexa-Kunden warten, nun hat Amazon die in den USA seit Oktober 2017 verfügbare Stimmenerkennung nach Deutschland gebracht. Bei den unterstützen Alexa-Funktionen hat sich seit über einem Jahr nichts verbessert. Damit unterliegt die Neuerung recht vielen Einschränkungen.

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Bevor die Stimmenerkennung verwendet werden kann, muss das Anlernen der Stimme über die Alexa-App initiiert werden. Es ist nicht möglich, das Trainingsprogramm direkt an einem Alexa-Lautsprecher zu beginnen. Sobald das Training in der App aktiviert wurde, muss zu einem Alexa-Lautsprecher gesagt werden: "Alexa, lerne meine Stimme". Sinnvollerweise weist Alexa dann darauf hin, weitere Alexa-Geräte in der Umgebung stumm zu schalten, bevor mit dem Training begonnen wird.

Der Anwender muss zehn Sätze nachsprechen, das dauert ungefähr zwei Minuten. Anhand der gesprochenen Texte wird ein Stimmenprofil angelegt und Amazon kann den Nutzer künftig daran erkennen. Wer diese Prozedur auf einem Echo Show oder einem Echo Spot, also einem Alexa-Gerät mit Display, durchführt, bekommt die Sätze unpraktischerweise nicht auf dem Display angezeigt.

Stimmenerkennung für alle Alexa-Lautsprecher

Die Stimmenerkennung steht erfreulicherweise nicht nur für die Echo-Geräte von Amazon zur Verfügung, sondern offenbar für alle Alexa-Lautsprecher anderer Hersteller. Wir haben es mit Geräten von Sonos, Onkyo und Ultimate Ears ausprobiert und konnten das Stimmenlernen mit allen Geräten durchführen.

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Ob die Funktion bereit steht, kann erfragt werden: "Alexa, wer bin ich?" Daraufhin nennt das Gerät den Namen der Person, deren Stimme erkannt wurde. Wer eine weitere Stimme anlernen möchte, kann das nicht einfach über den entsprechenden Menüpunkt in der Alexa-App. Stattdessen muss sich der Nutzer erst von der Alexa-App abmelden und nach einer erneuen Anmeldung erscheint dann eine Rückfrage, ob jemand anderes die App nutzt. Dann kann eine weitere Stimme über einen Alexa-Lautsprecher angelernt werden.

Erkennt Alexa den Nutzer an der Stimme, wird automatisch das passende Profil aktiviert. Die Stimmenerkennung kommt aber auch nach mehr als einem Jahr nur für einen Bruchteil der Alexa-Funktionen zum Einsatz. Dazu gehören die Anruf- und Benachrichtigungsfunktionen, das Familienabo von Amazon Music Unlimited, die Einkaufsfunktionen und die tägliche Zusammenfassung. Bei all dem werden die Inhalte an den entsprechenden Nutzer angepasst. Es gibt keine Funktion, um den Alexa-Lautsprecher künftig nur noch mit den erlernten Stimmen zu nutzen.

Viele nützliche Alexa-Funktionen weiterhin ohne Stimmenerkennung

Wer Musik etwa über Spotify oder Deezer auf seinem Echo-Lautsprecher hört, kann die Stimmenerkennung nicht nutzen, um zwischen verschiedenen Musikkonten zu wechseln. Aber auch für einige Alexa-Basisfunktionen kann die Stimmenfunktion nicht verwendet werden, obwohl es durchaus praktisch wäre.

Dazu zählt die Einkaufs- und Aufgabenliste, die je nach Nutzer mit anderen Inhalten gefüllt sein könnte. Auch eine Zuordnung verschiedener Kalender ist nicht vorgesehen, obwohl es ungemein praktisch wäre, wenn Alexa immer nur die Termine der betreffenden Person ansagen würde. Ob Amazon irgendwelche dieser Alexa-Funktionen irgendwann einmal mit der Stimmenerkennung verbindet, ist nicht bekannt.

Nachtrag vom 7. Dezember 2018, 13:20 Uhr

Wir haben den Meldungstext angepasst. Zunächst hieß es im Artikel, dass weitere Stimmen nur durch das Hinterlegen eines entsprechenden Amazon-Kontos möglich ist. Es gibt allerdings die Möglichkeit, weitere Stimme ohne Verknüpfung mit einem Amazon-Konto anlernen zu können, das ist nun im Artikel beschrieben.

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