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Alexa+ kann mit Daten gefüttert werden

Alexa+ besitzt eine Bilderkennung und mit einem Echo Show kann etwa die Kamera genutzt werden, um Gegenstände oder Umgebungen zu identifizieren. Ansonsten können Dokumente per E-Mail an den Assistenten geschickt werden, deren Inhalte dann von dem System berücksichtigt werden. Bei einer Amazon-Präsentation kam es immer wieder zu Wartezeiten, in denen die KI Aufgaben erledigte.

Wie bei Alexa hören Menschen Anfragen von Alexa+ mit, falls das nicht in den Einstellungen untersagt wird. Solche Mitschnitte werden zur Verbesserung des Dienstes verwendet; dabei werden die Anfragen auf mögliche Fehler hin analysiert.

Den Early Access begründet Amazon damit, dass der Dienst in der jetzigen Form nicht ganz fertig sei. Außerdem sollen alle erdenklichen Szenarien geprüft werden, die bei Kunden vorkommen können, aber möglicherweise eher unüblich sind. Dadurch sollen Probleme vor einer offiziellen Markteinführung abgefangen werden.

Early Access soll kürzer als in den USA sein

Amazon macht noch keine Angaben dazu, wie lange die Early-Access-Phase in Deutschland und Österreich dauern wird. Das Unternehmen geht aber von einer kürzeren Phase als in den USA aus, wo Alexa+ weltweit das erste Mal überhaupt angeboten wurde. In den USA wurde der Early Access nach zehn Monaten beendet. Für Deutschland ist damit eine allgemeine Verfügbarkeit Ende 2026 oder Anfang 2027 denkbar.

Nicht alle Echo- und Fire-TV-Geräte funktionieren mit Alexa+

Alexa+ funktioniert auf mehreren älteren Echo-Produkten nicht. Dazu zählen der erste Echo-Lautsprecher und das erste Echo-Dot-Modell, der erste Echo-Plus-Lautsprecher (g+), der ursprüngliche Alexa-Wecker Echo Spot (g+) und die ersten beiden Generationen (g+) des smarten Displays Echo Show (g+).

Auch auf etlichen älteren Fire-TV-Geräten kann Alexa+ nicht verwendet werden. Amazon setzt mindestens die jeweils zweiten Generationen des Fire TV Stick HD, des Fire TV Stick 4K Max oder des Fire TV Stick 4K Plus voraus. Zudem wird beim Fire TV Cube die aktuelle dritte Generation (g+) benötigt und der Fire TV Stick 4K Select mit Vega OS (g+) wird unterstützt.

Wenn ein Gerät nicht Alexa+-fähig ist, läuft darauf die normale Version von Alexa. Da dabei das gleiche Kern-Ökosystem verwendet wird, stehen etwa Erinnerungen oder Routinen immer bereit.

Kunden stehen dann aber vor der Herausforderung, sich genau zu merken, welches Amazon-Gerät schon Alexa+-fähig ist und welches Gerät noch auf herkömmliche Weise mit möglichst exakten Sprachbefehlen gefüttert werden muss. Generell können in einer solchen Konstellation keine auf Alexa+ begonnenen Unterhaltungen auf einem normalen Alexa-Gerät fortgesetzt werden.

Erste Einschätzung

Noch konnten wir Alexa+ nicht selbst ausprobieren, Amazon zeigte lediglich ausgewählten Journalisten die KI-Version von Alexa. Die ersten Eindrücke sind überzeugend: Alles deutet darauf hin, dass das mühsame Syntax-Lernen bei Alexa endlich nicht mehr erforderlich ist. Alexa+ verhält sich endlich so, wie es Kunden von Alexa beim Verstehen von Befehlen seit Jahren erwarten.

Bleibt der schale Beigeschmack, dass Amazon-Kunden ohne aktives Prime-Abo für diese Leistung künftig bezahlen müssen. Dieser natürliche Umgang mit Amazons digitalem Assistenten wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von Amazon in Aussicht gestellt, ohne zu erwähnen, dass dafür dann ein kostenpflichtiges Abo nötig sein wird.

Wer einen Echo Show einsetzt, wird kaum Verständnis dafür haben, dass weiterhin Werbung auf dem smarten Display erscheint, obwohl Kunden das Gerät nicht nur bezahlt, sondern sogar ein kostenpflichtiges Abo dafür gebucht haben. Bis heute informiert Amazon auf den Echo-Show-Produktseiten nicht darüber, dass es sich dabei um ein werbefinanziertes Produkt handelt.


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