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Amazfit T-Rex Ultra 2 im Test: Große Sportuhr für schwere Kaliber

Die T-Rex Ultra 2 rückt mit viel Display und Akku in die Nähe der Garmin Fenix – allerdings zu einem deutlich günstigeren Preis.
/ Peter Steinlechner
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Amazfit T-Rex Ultra 2 (Bild: Amazfit)
Amazfit T-Rex Ultra 2 Bild: Amazfit

Nein, diese Uhr will nicht dezent sein. Gehäusegröße, Materialwahl und Gewicht der Amazfit T-Rex Ultra 2 zielen auf Robustheit und Präsenz ab. Mit rund 51 Millimetern Durchmesser, über 14 Millimetern Bauhöhe und knapp 90 Gramm gehört sie zu den größeren und schwereren Vertretern unter den Sportuhren. Klare Konkurrenten sind die Garmin Enduro 3 und Fenix 8 in 51 Millimetern ( Test auf Golem ).

Am Arm ist das jederzeit spürbar, gerade wenn man (wie ich) nicht gerade mit den Handgelenken eines kanadischen Holzfällers gesegnet ist. Im Alltag stört das allerdings kaum, beim Sport wobbelt das Wearable aber spürbar – zumindest bei mir.

Ein echter Vorteil: Amazfit verbaut ein 1,5 Zoll großes AMOLED-Panel mit 480 × 480 Pixeln, das vor allem durch seine sehr hohe Helligkeit auffällt. Mit bis zu 3.000 Nits gehört es zu den derzeit hellsten Displays in dieser Geräteklasse. Inhalte sind selbst bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos ablesbar.

Allerdings ist die maximale Helligkeit selten nötig, in vielen Situationen reicht eine deutlich reduzierte Einstellung aus – die Ultra 2 verfügt über einen entsprechenden Sensor, den man aber deaktivieren kann.

Neben dem großen Display gibt es auch viel Akku: Amazfit verbaut einen Stromspeicher mit 870 mAh, der laut Hersteller Laufzeiten von bis zu 30 Tagen ermöglichen soll. Nach etwas mehr als einer Woche erscheint das zumindest plausibel. Selbst bei aktivierten Sensoren und regelmäßiger Nutzung bewegt sich der Verbrauch auf einem Niveau, das man von klassischen Smartwatches kaum kennt.

Amazfit T-Rex Ultra 2 und Garmin Fenix 8 51 mm AMOLED
Amazfit T-Rex Ultra 2 Garmin Fenix 8 51 mm AMOLED
Größe 51 x 51 x 14,3 mm 51 x 51 x 14,7 mm
Gewicht Gehäuse 68 Gramm 74 Gramm (Edelstahl), 64 Gramm (Titan)
Display Größe / Auflösung / maximale Helligkeit 1,5 Zoll AMOLED / 480 × 480 Pixel / bis zu 3.000 Nits (lt. Hersteller) 1,4 Zoll AMOLED / 454 x 454 Pixel / bis zu 1.000 Nits (Schätzung)
Akkulaufzeit Smartwatch Geste bis zu 30 Tage (Herstellerangabe) bis zu 29 Tage (Herstellerangabe)
Akkulaufzeit Smartwatch Always-on bis zu 15 Tage typische Nutzung (Schätzung) bis zu 13 Tage (Herstellerangabe)
Akkulaufzeit GPS-Aktivitäten bis zu 50 Stunden (Herstellerangabe) bis zu 68 Stunden (Herstellerangabe)
Speicher 64 GByte 32 GByte
wasserbeständig 10 ATM 10 ATM

Positiv fällt zudem die Ortung auf. Die Uhr nutzt mehrere Satellitensysteme gleichzeitig und liefert in der Praxis sehr stabile GPS-Tracks, auch in schwierigeren Umgebungen. Abweichungen sind selten und bewegen sich meist in einem Bereich, der für eine Sportuhr dieser Klasse absolut in Ordnung ist.

Ähnlich überzeugend arbeitet die Herzfrequenzmessung. Anders als bei vielen älteren Amazfit-Modellen erfolgt die Messung hier tatsächlich kontinuierlich und nicht nur in größeren Intervallen. Dadurch wirken die aufgezeichneten Daten deutlich konsistenter, auch bei wechselnden Belastungen.

Ergänzt wird das durch eine große Zahl an Sportprofilen und Funktionen, die vom klassischen Laufen und Radfahren bis hin zu spezifischeren Outdoor-Aktivitäten reichen. Dazu kommen typische Smartwatch-Features wie Schlaftracking, SpO2-Messung oder Trainingsauswertung. Offlinekarten sind wie bei fast allen neueren Sportuhren von Amazfit verfügbar und dank des schon angesprochenen Displays besonders gut ablesbar.

Die T-Rex Ultra 2 ist unter anderem bei Amazfit(öffnet im neuen Fenster) für 550 Euro erhältlich. Zum Betrieb ist ein mobiles Endgerät mit iOS oder Android nötig.

Fazit

Mit der T-Rex Ultra 2 bietet Amazfit sehr viel Outdoor-Sportuhr fürs Geld. Das Wearable wirkt hervorragend verarbeitet, es bietet ein fantastisches Display und eine komfortable Bedienung sowohl per Touch als auch mit den gut gemachten Tasten.

Die erinnern (wie vieles andere) stark an die Fenix-Serie von Garmin, entsprechend einfach fällt die Umstellung – obwohl die Ultra 2 eine Taste weniger hat.

Ganz ehrlich: Obwohl die Ultra 2 für meine Handgelenke eigentlich zu groß und schwer ist, wäre sie im aktuellen Portfolio von Amazfit klar meine erste Wahl. Wer sich dafür interessiert, sollte sie allerdings unbedingt Probe tragen oder eine Zurückschick-Option haben.


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