Amazfit T-Rex 2 im Test: Günstige AMOLED-Alternative zur Garmin Fenix
Sind das echte Zeiger – oder doch nicht? Zumindest wir mussten beim Anblick des Standard-Zifferblatts der Amazfit T-Rex 2(öffnet im neuen Fenster) genau hinschauen. Um dann festzustellen: Nein, die sind nicht echt, sondern einfach schön plastisch inklusive einem angedeuteten Schattenwurf gestaltet.
Beim Test der rund 230 Euro teuren T-Rex 2 gab es noch ein paar mehr Momente, in denen wir unseren Augen erst nicht trauen wollten.
Das Wearable bietet eine ungewöhnlich gute Ausstattung mit einem 1,39 Zoll großen AMOLED-Display (454 x 454 Pixel), das eine für Sonnentage ausreichende Helligkeit von 1.000 Nits schafft.
Die Uhr kann Daten von GPS und Galileo sowie drei weiteren Positionssatelliten über Dualband auswerten – das ist der aktuelle Stand der Technik.
Dazu kommt ein Barometer, eine ordentliche Herzfrequenzmessung mit nur einer Diode sowie ein Akku mit einer Kapazität von 500 mAh.
Letzterer schafft im Smartwatch-Modus mit kleinen Einschränkungen bis zu 24 Tage und im echten Alltag mit Rumspielen an der Uhr und Aktivitäten bis zu zehn Tage – ein sehr guter Wert.
Ganz grundsätzlich: Die T-Rex 2 ist eine Sportuhr mit einem Durchmesser von rund 47 Millimetern und einer Höhe von knapp 14 Millimetern, mit der wir Laufeinheiten und Radtouren ebenso wie Wanderungen und andere Sportarten aufzeichnen können.
Dazu kommen Schrittzählung, Kalorienschätzung, eine ordentlich funktionierende Schlafanalyse sowie Benachrichtigungen – wofür die Uhr, wie inzwischen üblich, per Bluetooth LE mit einem Smartphone gekoppelt sein muss.
Die App trägt den Namen Zepp, sie funktioniert mit iOS ab Version 11.0 und mit Android ab 5.0. Das Betriebssystem der Uhr heißt Zepp OS – wir haben es also nicht mit WearOS von Google zu tun. Die App ist gut gemacht, könnte aber noch etwas Feintuning und mehr Funktionen gebrauchen.
Der Datenaustausch zwischen Smartwatch und App einerseits sowie zwischen App und Strava andererseits funktioniert – meistens. Bei einer Laufeinheit hat die T-Rex 2 zwar die Route korrekt aufgezeichnet, was man auf dem Wearable sehen kann. Die App hat dann aber die GPS-Daten nicht synchronisiert, sondern nur den Rest – und nichts davon an Strava geliefert.
Ärgerlich, aber wohl ein Einzelfall: Bei weiteren Versuchen (inklusive Spaziergängen rund um die 20 bis 30 Aktivitäten) hatten wir dieses Problem nicht mehr. Deshalb gehen wir von einem Einzelfall aus.
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Anders als bei Garmin ist es nicht möglich, die Trainingsdatei per USB auf einen Rechner zu übertragen. Die Smartwatch kann nicht mit externen Sensoren verbunden werden, auch das Senden der Herzfrequenz ist nicht möglich.

Die Benutzerführung der T-Rex 2 wirkt sehr aufgeräumt. Wir sind auf Anhieb mit der Bedienung klargekommen. Dafür sorgen auch die vier Tasten, mit denen wir zusätzlich zu Touch durch die Menüs springen können.
Auch wenn es eine Taste weniger ist: Das System erinnert uns an die Fenix von Garmin beziehungsweise an die rund 900 Euro teure AMOLED-Version Epix 2 ( Test auf Golem.de ). Wer sich damit auskennt, hat auch mit der T-Rex 2 keine Probleme.
Eine Besonderheit ist allerdings Touch auf der Uhr von Amazfit: Wir können das Display nicht durch Antippen des Displays aufwecken, sondern nur über die übernervöse Gestenaktivierung.
Je nach Modus funktioniert Tippen und Wischen dann oder eben auch nicht – was unter anderem als Maßnahme gedacht ist, um unerwünschte Eingaben etwas während Sporteinheiten zu verhindern.
Amazfit T-Rex 2: Verfügbarkeit und Fazit
Das mag nach Kritik klingen, ist aber positiv gemeint: Wir finden die Aufteilung von Touch und Taste zwar nicht immer nachvollziehbar. Aber im Alltag funktioniert alles prächtig, die Steuerung mit den Tasten (gute Druckpunkte!) macht Spaß und Fehleingaben gab es bei uns nie.
Auch abgesehen von den Tasten haben wir über einige weitere Elemente gestaunt, die uns an die Fenix 7 und die Epix 2 von Garmin erinnern. So sehen die Trainingsseiten quasi identisch aus.
Die Datenfelder und die Bedienung der App für Kraftsport sind mehr oder weniger unverändert bei Garmin abgekupfert. Wobei die Amazfit sogar etwas besser beim korrekten Zählen von Wiederholungen ist. Dafür liefert Garmin in der App mehr Analyse.
Weniger genau nimmt es die T-Rex 2 bei der Herzfrequenzmessung am Handgelenk. Im Alltag entspricht der angegebene Puls meist der Angabe auf Referenzgeräten. Beim Sport gibt es Schwankungen, die etwas größer sind als üblich.
Wer nicht gerade Intervalltrainings absolviert oder sich auf einen Marathon vorbereitet, kann mit den Werten aber ganz gut leben, finden wir. Die GPS-Daten wirken korrekt, im Vergleich mit der Garmin Fenix 7 ergeben sich nur Abweichungen von wenigen Metern.
Noch ein paar Worte zu den Akkulaufzeiten, die ein Highlight der T-Rex 2 sind: Amazfit gibt bis zu 24 Tage bei intensiver Nutzung an, was wir uns stimmig vorkommt und für ein Wearable mit dieser Größe sehr gut ist. Bei GPS-Aktivitäten sind je nach Modus zwischen 26 und 58 Stunden drin.
Ein Unterschied zur Epix 2 und Fenix 7 ist, dass die T-Rex 2 keine Offlinekarten hat. Es gibt lediglich Brotkrümelnavigation oder eine direkte Linie etwa zurück zum Startpunkt. GPX-Strecken können auf das Wearable übertragen werden, was über die App läuft und minimal umständlich gelöst ist.
Die Amazfit T-Rex 2 ist für rund 230 Euro in vier Farbversionen erhältlich. Der Hersteller gibt die Wasserdichtigkeit mit 10 ATM an, es gibt ein integriertes Barometer. Das recht steife Armband ist mit Spezialschrauben befestigt und kann nicht getauscht werden. Der Metallbügel auf der rechten Seite ist übrigens nur Dekoration, er kann weder gedrückt noch bewegt werden.
Fazit
Die T-Rex 2 von Amazfit ist unter Preis-Leistungs-Gesichtspunkten eine hervorragende Sportuhr – aber auch für mehr Geld wäre sie eine Empfehlung. Der Hersteller macht ein paar Dinge viel besser als ein großer Teil der Wettbewerber.
Die Bedienung mit der Mischung aus Touch und Tasten ist klasse, die Akkulaufzeiten sind super und das Display mit den eigenwilligen, aber handwerklich gut gestalteten Zifferblättern ist ein Hingucker.
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Auch die Benutzeroberfläche wirkt durchdacht. Man merkt, dass die Programmierer bei Amazfit nicht nur Featurelisten abgearbeitet haben, sondern ihren Markt und die Kunden kennen. Auch wenn vieles bei Garmin abgekupfert ist: es funktioniert, und zwar fast auf Anhieb.
Kleine Abstriche muss man bei der nicht fantastischen, aber für Hobbysportler ausreichenden Genauigkeit der Pulsmessung machen. Mäkeln kann man auch am etwas billig anmutenden Armband – uns würde das aber nicht ernsthaft stören.
Wer eine richtig gute Sportuhr sucht und den Look der T-Rex 2 mindestens okay findet, kann mit diesem Wearable sehr viel Spaß haben.
Weitere Informationen gibt es hier in unserem Ratgeber zum Thema Smartwatches .
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