Amazfit Active Max: Verfügbarkeit und Fazit
Richtungswechsel werden sauber dargestellt, die Karte dreht sich sinnvoll mit der Bewegung, Abbiegehinweise sind gut erkennbar und getimt. Auch wenn die Karten nicht topografisch sind, ist die Navigation für Lauf- oder Wandertouren auch ohne Smartphone sehr gut nutzbar.
Zur Trainingsauswertung gehören klassische Kennzahlen wie Trainingsbelastung, Erholungszeit, Ruhepuls und Herzfrequenzvariabilität.
Ergänzt werden sie durch den sogenannten Biocharge-Wert, der den aktuellen Erholungszustand zusammenfassen soll. Schlaftracking, Stressmessung und Atemfrequenz sind ebenfalls integriert. Garmin-Nutzer kennen etwas Vergleichbares als Body Battery.
Die Auswertung erfolgt direkt auf der Active Max und ausführlicher in der Zepp-App (iOS und Android). Zusätzlich bietet Amazfit auch KI-gestützte Trainingspläne, die sich am bisherigen Aktivitätsniveau orientieren.
Im Alltag stehen uns typische Smartwatch-Funktionen zur Verfügung. Dazu zählen Benachrichtigungen, Bluetooth-Telefonie über integrierten Lautsprecher und Mikrofon sowie kontaktloses Bezahlen per NFC. Amazfit nutzt dafür den Dienst Zepp Pay, der in erster Linie mit Mastercard funktioniert und teilweise auch Maestro- oder Curve-Karten unterstützt.
In dem 4 GByte großen Speicher lassen sich neben Offlinekarten auch große Mengen von Musik oder Podcasts speichern und ohne Smartphone anhören. Über die App werden Plattformen wie Strava, Komoot, Adidas Running, Google Fit und Health Connect unterstützt.
Ein wichtiger Punkt, damit die guten Vorsätze dauerhaft durchgehalten werden, ist die sehr ordentliche Akkulaufzeit: Amazfit gibt bis zu 25 Tage bei typischer Nutzung an, was im Testumfeld realistisch erscheint, sofern GPS nicht täglich über längere Zeit genutzt wird. Aber auch bei regelmäßigen Outdoor-Aktivitäten sind Laufzeiten von deutlich über einer Woche möglich.


















Die Active Max ist ab dem 30. Dezember 2025 für 170 Euro unter anderem direkt beim Hersteller Amazfit(öffnet im neuen Fenster) erhältlich, dann kommen aber noch über 30 Euro an Steuern dazu. Im üblichen deutschen Onlinehandel gelten die 170 Euro. Das 22 mm breite Band ist ohne Probleme austauschbar.
Fazit
Die Amazfit Active Max bietet gute Hardware und ein umfangreiches Funktionspaket bei einem ungewöhnlich niedrigen Preis. Displayqualität, Akkulaufzeit und Systemperformance bewegen sich auf einem Niveau, das wir sonst von deutlich (!) teureren Sportuhren kennen. Die Bedienung ist einfach, aber gut, die Software wirkt ausgereift.
Besonders die Offline-Navigation, die flexible Trainingsdarstellung und praktische Details wie das Fortsetzen von Aktivitäten heben die Uhr von einfachen Einsteiger-Modellen ab. Gleichzeitig bleibt die Active Max übersichtlich genug, um auch ohne tiefes Trainingswissen sinnvoll genutzt zu werden.
Wer eine zuverlässige Sport- und Alltagsuhr mit sehr guter Ausstattung sucht, findet mit der Amazfit Active Max aus unserer Sicht ein stimmiges Angebot ohne ernsthafte Schwächen.