Always-On-Display: Lenovo bezichtigt Samsung des geistigen Diebstahls
War es Unwissenheit oder eine bewusste Provokation? Lenovo bezichtigt Samsung via Twitter(öffnet im neuen Fenster) des geistigen Diebstahls. Es geht um die Frage, welches Unternehmen das Always-On-Display für Smartphones erfunden hat. Die Lenovo-Marke Moto fragt via Twitter vieldeutig: "In welcher Galaxie ist es ok, coole Funktionen eines Telefons eines Konkurrenten zu stehlen?" Samsung und sein neues Galaxy Note 7 werden zwar nicht namentlich erwähnt, aber der Verweis auf Galaxy (Galaxie) und die kürzlich erfolgte Vorstellung des Galaxy Note 7 ist hier eindeutig. Das neue Samsung-Smartphone hat ein Always-On-Display.
Der wahre Vorreiter war nicht Motorola
Als Hashtag wird von Lenovo TheOriginalAlwaysOnDisplay verwendet, um zu zeigen, worum es überhaupt geht. Laut Lenovo wurde ein Always-On-Display also seinerzeit zuerst von einem Motorola-Smartphone genutzt. Die Reaktionen auf Twitter lassen nicht lange auf sich warten, denn viele Nutzer zweifeln an, dass ein Smartphone von Motorola als erstes die Technik des Always-On-Displays verwendet hat. Motorola wurde vor einiger Zeit von Lenovo übernommen.
In den Twitter-Kommentaren offenbart sich ein sehr verschiedener Kenntnisstand der Diskutanten. Die ersten Reaktionen sehen Lumia-Smartphones als Vorreiter bei Always-On-Displays. Und es dauert gar nicht lange, bis sich Nutzer melden, die sich noch an Symbian-Smartphones von Nokia erinnern, die bereits mit einem Always-On-Display ausgestattet waren. Durch die vor einigen Jahren erfolgte Übernahme von Nokias Mobilfunksparte durch Microsoft gibt es sogar den aberwitzigen Vorwurf, Lumia hätte von Nokia abgekupfert.
Samsung schweigt dazu
Dabei wird nicht nur übersehen, dass Lumia nur eine Marke und nie ein Unternehmen gewesen ist. Andere greifen dann bald korrigierend ein und gehen darauf ein, dass Nokia das Always-On-Display von der Symbian-Welt in die Windows-Phone-Welt übertragen habe. Samsung selbst hat auf den Twitter-Beitrag von Lenovo nicht reagiert. CNet(öffnet im neuen Fenster) hat Lenovo um eine Stellungnahme gebeten, die wollten dazu allerdings keinen weiteren Kommentar abgeben.
Daher bleibt unklar, ob das Twitter-Posting die Folge geringen Hintergrundwissens ist oder ob damit bewusst eine Debatte losgetreten werden sollte.
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