Always Connected PCs: Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

Immer an, immer online: Microsofts Always Connected PCs mit Qualcomms ARM-System-on-a-Chip stehen kurz vor dem Marktstart. Anders als beim Start von Windows RT fehlen bei Windows 10 on ARM aber noch die Partner, vor allem im deutschsprachigen Raum.

Artikel von veröffentlicht am
Lenovos ARM-PC mit Minecraft.
Lenovos ARM-PC mit Minecraft. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Sie sollen bald kommen: Microsofts neue Always Connected PCs sollen die ersten größeren Windows-Geräte sein, die fast nie ausgeschaltet werden müssen. Dafür nutzen sie ein ARM-System-on-a-Chip: Qualcomms Snapdragon 835. Auf dem System läuft ein fast vollwertiges Windows. Das Konzept steht kurz vor dem Marktstart und dementsprechend haben Microsoft und Qualcomm gemeinsam auf dem Mobile World Congress in Barcelona die ersten fertigen Geräte gezeigt und ein wenig über die weiteren Pläne der Zukunft verraten.

Inhalt:
  1. Always Connected PCs: Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen
  2. Das erfolglose RT hatte mehr Ankündigungen

Die Partner für Windows on ARM sind für den Anfang Asus, HP und Lenovo, die in den nächsten Monaten jeweils ein Gerät auf Basis der Snapdragon-Plattform auf den Markt bringen werden. Wichtig ist dabei, dass die Gerätekategorie grundsätzlich mit einem LTE-Modem ausgestattet und damit eigentlich immer online sein wird.

Zielgruppe von Windows on ARM sind sogenannte Prosumer, also Kunden, die sich zwischen dem professionellen Markt und dem Endkundenmarkt bewegen. Sie sollen nicht nur möglichst immer online sein können, sondern auch möglichst selten das Ladegerät mitnehmen müssen: Für die klassische Tagesreise zu einem Termin soll die Akkukapazität ausreichen, selbst der kurze Urlaub mit gelegentlichem E-Mail-Abrufen soll ohne Laden möglich werden.

Zwei Detachables, ein Convertible

Zwei der Notebooks werden eine eSIM haben: das Miix 630 von Lenovo und das Nova Go von Asus. Das Asus-Gerät hat eine Besonderheit: Es ist das einzige Convertible zum Umklappen, kann also auch als vollwertiges Notebook auf dem Schoß verwendet werden. Die Geräte von Lenovo und HP sind Detachables, bei denen sich das Tablet von der Tastatur abtrennen lässt, und damit eher Tischgeräte.

  • Qualcomm zeigte Lenovos Gerät mit spielbarem Minecraft. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Den Programme-Ordner gibt es jetzt drei Mal. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Im Inneren steckt ein ARM-SoC. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Mahr als 20 Stunden Videobetrieb sollen kein Problem darstellen. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
Qualcomm zeigte Lenovos Gerät mit spielbarem Minecraft. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. Marketing Automation Professional (m/f/d)
    ALLPLAN GmbH, München
  2. Solution Architect Shopfloor Management (m/w/d)
    DRÄXLMAIER Group, München
Detailsuche

Die Geräte von HP und Lenovo werden mit USB Typ C aufgeladen und können mit vielen Ladegeräten zusammenarbeiten. Laut Qualcomm werden auch niedrige Power-Delivery-Profile unterstützt. Eine USB-C-Powerbank sollte also ohne Probleme verwendet werden können.

HP zögert, Lenovo braucht Zeit

Das HP Envy x2 (12e) wird überraschenderweise allerdings nur in wenigen Märkten angeboten. Die neue Gerätekategorie wird im Asien-Pazifik-Raum beispielsweise in Australien angeboten. In Europa sind Großbritannien und Nordirland geplant. Die USA sind als Heimatmarkt auch dabei. Das vorsichtige Vorgehen von HP deutet darauf hin, dass wohl kein großer Markt erwartet wird - keine gute Voraussetzung für Microsofts und Qualcomms neue Plattform.

Lenovo hingegen plant, sein Miix 630 im deutschsprachigen Raum auf den Markt zu bringen. Auf Nachfrage konnte uns das Unternehmen grob sagen, dass die Jahresmitte 2018 geplant ist. Die Ausstattung ist noch nicht final festgelegt, derzeit sieht es aber nach einer Konfiguration mit 8 GByte RAM und 128 GByte SSD aus. Ob diese Variante neben einem Nano-SIM-Slot auch eine eSIM aktiv haben wird, ist noch unklar. Der Preis wird vermutlich bei ungefähr 1.000 Euro liegen.

Asus dürfte deutlich früher auf den Markt kommen. Offiziell ist vom 2. Quartal 2018 die Rede, doch es könnte schon die nächsten Wochen so weit sein - zu einem Preis von 800 Euro. Die Konfiguration ähnelt der von Lenovo.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Das erfolglose RT hatte mehr Ankündigungen 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Private Paula 27. Mär 2018

800 bis 1000 Euro fuer ein fast vollstaendiges Windows mit langer Laufzeit. Fuer den...

Private Paula 27. Mär 2018

HP ist doch Meister im Vorstellen und verschwinden lassen. :) Da treffen sich die beiden...

DeathMD 09. Mär 2018

Das ist ja das Schlimme daran. Die Lumias waren eigentlich auch toll, zumindest was die...

VigarLunaris 09. Mär 2018

Lass das Teil mal in den Handel kommen, dann ist es eigentlich nur die Frage von einem...

xmaniac 09. Mär 2018

...weil die nach Windows RT und Windows Phone inzwischen wissen, wie MS vom einen auf den...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Framework Laptop im Hardware-Test
Schrauber aller Länder, vereinigt euch!

Der modulare Framework Laptop ist ein wahrgewordener Basteltraum. Und unsere Begeisterung für das, was damit alles möglich ist, lässt sich nur schwer bändigen.
Ein Test von Oliver Nickel und Sebastian Grüner

Framework Laptop im Hardware-Test: Schrauber aller Länder, vereinigt euch!
Artikel
  1. Rohstoffe: Lithiumkarbonat für über 50 Euro/kg gefährdet Akkupreise
    Rohstoffe
    Lithiumkarbonat für über 50 Euro/kg gefährdet Akkupreise

    Die Lithiumknappheit treibt Kosten für Akkuhersteller in die Höhe und lässt Alternativen attraktiver werden.
    Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  2. 5.000 Dollar Belohnung: Elon Musk wollte Twitter-Konto von 19-Jährigem stilllegen
    5.000 Dollar Belohnung
    Elon Musk wollte Twitter-Konto von 19-Jährigem stilllegen

    Tesla-Chef Elon Musk bot einem US-Teenager jüngst angeblich 5.000 US-Dollar, damit der seinen auf Twitter betriebenen Flight-Tracker einstellt.

  3. Wochenrückblick: Zu viele Zertifikate
    Wochenrückblick
    Zu viele Zertifikate

    Golem.de-Wochenrückblick Zu viele Impfzertifikate und zu lange Kündigungsfristen: die Woche im Video.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 12GB 1.499€ • iPhone 13 Pro 512GB 1.349€ • DXRacer Gaming-Stuhl 159€ • LG OLED 55 Zoll 1.149€ • PS5 Digital mit o2-Vertrag bestellbar • Prime-Filme für je 0,99€ leihen • One Plus Nord 2 335€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Sennheiser Gaming-Headset 169,90€ [Werbung]
    •  /