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Voraussetzungen für die neuen Windows-10-on-ARM-Geräte

Die Emulation wird nicht auf allen ARM-Geräten funktionieren. Zunächst steht natürlich die Partnerschaft zwischen Qualcomm und Microsoft im Vordergrund. Der Snapdragon 835 ist zwingende Voraussetzung für Qualcomms Plattform - und natürlich potenzieller Nachfolger der 800er-Serie. Die kleineren SoCs werden nicht unterstützt. Das gilt ärgerlicherweise auch für den Snapdragon 820.

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Wer sich an alte Versprechungen von HP erinnert, weiß, dass das von uns getestete HP Elite x3 auch mal sehr produktiv eingesetzt werden sollte. Qualcomm sagte dazu nur lapidar, dass dies ein Smartphone sei und suggerierte damit, dass dieses Gerät nicht unter Windows on ARM fällt und die Emulationsschicht nicht kommt. Schade.

Ein paar Anpassungen fehlen in Windows 10 noch

Eine weitere Voraussetzung ist das Betriebssystem. Ohne das Fall Creators Update geht es nicht. Nur dieses System ist auf die neue Plattform vorbereitet. Der gezeigten Demo fehlten allerdings noch Anpassungen. Im Task Manager sind zum Beispiel die Little-Kerne von den Big-Kernen nicht zu unterscheiden. Laut Qualcomm werden die Little-Kerne als CPU 0 bis 3 gelistet. Die angezeigten Taktraten beziehen sich auch auf diese. CPUs 4 bis 7 sind hingegen die schnellen Kerne.

Zum Fall Creators Update und damit zu Windows 10 on ARM gehört auch eine eSIM-Unterstützung (Embedded Subscriber Identification Module). Dass Microsoft an der eSIM-Unterstützung arbeitet, ist lange bekannt. Diese eSIMs haben einige Vorteile, da die SIM-Karte im Prinzip virtualisiert und heruntergeladen wird. Das macht die Geräte unabhängiger von Netzbetreibern und als Tourist oder Geschäftsreisender muss der Anwender nicht mehr nach Telefon-Shops suchen. Er steigt im Prinzip aus dem Flugzeug und lädt sich seine SIM-Karte herunter. Unter Windows ist das etwas völlig Neues.

Wer auf eSIM setzt, kann durchaus normale SIM-Karten nutzen

Qualcomm sieht aber nicht zwingend den Einsatz einer Embedded-SIM-Karte im Wortsinne vor. In den ersten Versionen wird es einen SIM-Kartenschacht geben, in dem eine eSIM-Karte, eine sogenannte eUICC, steckt, die eSIM-Fähigkeiten hat und vom Hostsystem auch programmiert werden kann. Diese eUICCs funktionieren nicht in normalen SIM-Kartenschächten.

Der Grund für eine entnehmbare eSIM liegt darin, dass noch längst nicht in allen Ländern die Infrastruktur dafür vorhanden ist. Bei Ländern mit guten eSIM-Angeboten kann es aber durchaus passieren, dass das Angebot nur auf einigen Frequenzen sinnvoll nutzbar ist. Sollte das eigene Gerät diese nicht unterstützen, ist der Einsatz einer klassischen SIM-Karte eine sinnvolle Alternative, wenn der Anwender nicht auf langsamere Frequenzen ausweichen will.

Große Investitionen sind nicht zu erwarten. Qualcomm geht von Geräten aus, die im Bereich zwischen 400 und 700 US-Dollar verkauft werden. Im Vergleich zu den Notebooks, die in Elektronikmärkten verkauft werden, ist das natürlich viel - allerdings sind das in der Regel auch keine reisetauglichen Kleinstgeräte. Der Preis liegt eher im Bereich der Oberklasse-Smartphones, für die auch reguläre Anwender oft bereit sind, hohe Preise zu zahlen.

Keine Chance für Hardwareupgrades

Problematisch ist aber die Hardware an sich. Es handelt sich um ein geschlossenes Smartphone-System. RAM und SSD sind verlötet, es gibt keinen M.2-Slot und den Prozessor kann erst recht niemand austauschen. Das ist laut Qualcomm auch nicht als Option geplant. Wer die Hardware kauft, sollte sich vorher gut überlegen, was er braucht.

Zunächst sind für ein System 4 oder 8 GByte RAM geplant. Das klingt für die Zukunft durchaus knapp, wobei wir nicht wissen, wie effizient der ARM-Code von Windows ist, was die RAM-Auslastung angeht. Allerdings gibt es auch keine klassischen Smartphone-Einschränkungen. Thermisch vorgesehen ist eine passive Kühlung bei höherer Leistung. Das sei kein Problem, sagt Qualcomm. Ein Always Connected PC hat einfach mehr Fläche für die Kühlung des ohnehin recht wenig Hitze produzierenden Snapdragon 835.

Neben den vielen Kompromissen gibt es aber interessante Vorteile. Der Rechner ist Qualcomms Plänen zufolge immer mit dem Internet verbunden und synchronisiert seine Daten. Das kennen bisher nur Smartphone-Nutzer. Zudem sind die Laufzeiten lang, da der Anwender ein schneller getaktetes Smartphone mit dem Platzangebot eines Notebooks oder Convertibles teilt. Da dürfte viel Platz für einen großen Akku vorhanden sein. Einen Arbeitstag soll so ein System ohne weiteres durchhalten. Und im Standby ist die Woche in der Praxis vermutlich auch möglich, wenn das Gerät nur ab und an beansprucht wird. Qualcomm selbst gibt Standby-Zeiten im Bereich von mehreren Wochen an.

 Always Connected PC: Unter 700 US-Dollar, 7 mm und 700 GrammIntel will mit Kokuna auch mitspielen 
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redmord 11. Jun 2017

Absolut. Da benötigt man auch keine 7 Mio. Furzapps. Auch Windows RT war bisher das...

redmord 11. Jun 2017

Die Atoms, m3 usw. sind alles SoCs. Das ist allein schon der Miniaturisierung geschuldet...

Trollversteher 09. Jun 2017

Richtig, ich denke nicht, dass man auf so einem Gerät eine vollwertige DAW wie Cubase...

FreiGeistler 09. Jun 2017

Nützt aber nichts, wenn die x32-Emulation auf ARM läuft.

ELKINATOR 09. Jun 2017

Nein, die werden nicht emuliert. Eine AMD64-CPU führt x86 nativ aus!


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