Endlich gibt es Geld von Investoren

Altris sah sich den gleichen Geldproblemen gegenüber wie alle anderen Entwickler von Natrium-Ionen-Akkus. So freute sich die Firma noch im April 2021 über eine Investition von umgerechnet 300.000 Euro. Aber dann stellte CATL im Juli 2021 die Pläne für Natrium-Ionen-Akkus vor und machte deutlich, dass Auswege aus der Lithium-Knappheit existieren. Seitdem haben Investoren sehr viel mehr Interesse an der Technologie.

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Faradion konnte 2021 durch eine Kooperation mit dem britischen Akkuhersteller AMTE erste Prototypen in größeren Mengen bauen und die Technologie demonstrieren. Die Firma wurde im Dezember 2021 für 117 Millionen Euro von Reliance Industries aufgekauft. Der Bau der Ferrum-Fabrik von Altris brauchte nur eine Investition von 9,6 Millionen Euro. Das Geld dafür kommt hauptsächlich von der Investitionsfirma Monolindo, dem Akkuhersteller Northvolt und dem Europäischen Innovations- und Technologieinstitut EIT.

Die Geldbeträge erreichen zwar noch längst nicht das Ausmaß der Investitionen in Firmen wie Quantumscape, die Milliarden an Investitionsgeldern einwarb und allein von VW 150 Millionen Euro bekam, noch bevor die Firma auch nur eine funktionierende Akkuzelle vorzuweisen hatte. Aber für Natrium-Ionen-Akkus muss auch keine völlig neue Fertigungstechnik erfunden werden. Sie können wie herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus gebaut werden und erfordern deshalb wesentlich weniger Investitionsgelder.

Eine europäische Industrie braucht weitere Investitionen

Es werden aber weitere Investitionen nach dem Bau der Pilotfabrik nötig sein, um ausreichend Material für die Massenfertigung von Akkus in Europa zur Verfügung zu haben. Die Grenzen werden nicht durch die Verfügbarkeit der Rohstoffe gesetzt, sondern durch die Produktionskapazität der Anlagen. Selbst wenn die Produktion der Kathoden gesichert ist, muss noch der harte Kohlenstoff als Anodenmaterial produziert werden. Stora Enso, eine schwedisch-finnische Firma für Holzprodukte, soll aber nach eigenen Angaben in der Lage sein, mehr als 300.000 Tonnen jährlich aus Lignin zu produzieren, ein Abfallstoff der im Normalfall verbrannt wird.

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Ohne weitere Investitionen in Europa wird es auch bei Natrium-Ionen-Akkus zu einer Abhängigkeit von Asien kommen. Denn in China werden der Bau und die Entwicklung von Natrium-Ionen-Akkus im Rahmen der Strategie zur Sicherung strategischer Rohstoffe auf staatlicher Ebene und Provinzebene gefördert. In Europa konzentriert sich diese Strategie dagegen bislang nur auf die Sicherung der größtenteils ausländischen Quellen von Lithium, Nickel, Kobalt und Graphit, nicht auf die Entwicklung von Alternativen, die besser verfügbar sind.

Nachtrag vom 16. Mai 2022, 19:56 Uhr

Ein Leser machte Golem.de darauf aufmerksam, dass die Firma Stora Enso die Produktion von hartem Kohlenstoff plane, der auch für Natrium-Ionen-Akkus geeignet sei. Der Artikel wurde entsprechend ergänzt.

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 Altris schafft sich die eigene Kundschaft
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Kotaru 17. Mai 2022 / Themenstart

Offensichtlich ist es ja bereits mehreren Firmen unabhängig voneinander gelungen bereits...

Frank... 16. Mai 2022 / Themenstart

Es ist das Entsetzen. Falls irgendwo Blut geflossen ist, dann nicht meins, davon wüsste...

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