Altice: Vodafone verliert durch Partner-Ausstieg bei OXG über eine Milliarde Euro
Die Vodafone Group verliert durch den Ausstieg ihres Glasfaser-Joint-Venture-Partners bei OXG über eine Milliarde Euro. Das berichtet die britische Financial Times(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Personen, die mit den Vertragsbedingungen vertraut sind. Vodafone habe die Investoren über diese Änderung nicht informiert.
Die französische Bank Société Générale kauft den 50-prozentigen Anteil von Altice an der OXG-Glasfaser-Beteiligungs-GmbH. Der Telco-Milliardär Patrick Drahi ist Vorsitzender des Verwaltungsrats der französisch-niederländischen Unternehmensgruppe Altice Europe.
Der britische Telekommunikationskonzern hätte von Drahis Geodesia Zahlungen in Höhe von 487 Millionen Euro sowie potenziell eine erfolgsabhängige Zahlung über 595 Millionen Euro erhalten sollen, wenn OXG bestimmte Meilensteine und Geschäftsziele erreicht hätte. Laut den Quellen unterliegt die Société Générale nicht denselben Verpflichtungen. Drahi hatte im Juni 2026 bereits den Verkauf seines französischen Telekommunikationskonzerns SFR für 20,35 Milliarden Euro vereinbart, um seine Verschuldung zu lindern.
OXG liegt bei den Ausbauzielen weit zurück
OXG hatte nach dem Start im März 2023 angekündigt, innerhalb von sechs Jahren sieben Milliarden Euro in den Ausbau von Glasfaser für über sieben Millionen Haushalte in Deutschland zu investieren. Wie der Netzbetreiber am 10. September 2026 erklärte, hatte man jedoch erst eine Million Haushalte mit FTTH (Homes Passed) erreicht, also die Glasfaser bis zum Straßenzug oder an die Grundstücksgrenze verlegt.
Die erste von Drahis aufgeschobenen Zahlungen wäre erst fällig geworden, nachdem OXG die Marke von 1,5 Millionen Haushalten erreicht hätte.
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