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Altersverifikation in Betriebssystemen: Kalifornien nimmt Open Source von Altersabfrage aus

Die Ausnahmen für Open Source von der Altersprüfung betreffen nicht nur Linux, sondern auch Bibliotheken und Paketmanager.
/ Mike Faust
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Gavon Newsom, Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, muss das Gesetz noch bestätigen. (Bild: Johannes Simon/Getty Images)
Gavon Newsom, Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, muss das Gesetz noch bestätigen. Bild: Johannes Simon/Getty Images

Das Parlament des US-Bundesstaats Kalifornien hat ein Gesetz(öffnet im neuen Fenster) verabschiedet und mit diesem die Vorschriften für die Altersverifizierung für Open-Source-Betriebssysteme deutlich entschärft. Wie aus einem Bericht von Toms Hardware(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, wurde das Gesetz ohne Gegenstimmen angenommen, muss allerdings noch von Gouverneur Gavin Newsom bestätigt werden.

Zuvor wurde im Jahr 2025 in Kalifornien der Digital Age Assurance Act verabschiedet, der Betriebssystemanbieter ab 1. Januar 2027 dazu verpflichtet, beim Einrichten eines Nutzeraccounts eine Möglichkeit zur Angabe von Geburtsdatum oder Alter anzubieten.

Daraus sollte anschließend ein Bereich zur Altersprüfung im Betriebssystem erzeugt werden, den Apps bei Bedarf abfragen können. Eine Prüfung von Altersnachweisen schreibt das Gesetz allerdings nicht generell vor.

Windows und MacOS bleiben von Altersprüfung betroffen

Das nun verabschiedete Gesetz definiert nun genauer, wer überhaupt als Betriebssystemanbieter gilt. Ausgenommen werden etwa Anbieter, die Software unter Bedingungen verteilen, die Empfängern das Kopieren, Weiterverbreiten und Verändern erlauben. Damit fallen typische Open-Source-Lizenzen wie GPL, MIT, BSD oder Apache unter die Ausnahme.

Die Ausnahme ist nicht auf Linux beschränkt, da auch einzelne Softwarekomponenten, die nicht als eigenständige Anwendung über einen App-Store angeboten werden, ausgenommen sind. Damit sollen etwa Bibliotheken und Abhängigkeiten aus klassischen Paketmanagern nicht versehentlich unter die Regeln fallen.

Zusätzlich werden Erweiterungs-Stores ausgenommen, wenn sie ausschließlich Add-ons für eine übergeordnete Anwendung verteilen. Browser-Erweiterungen sollen damit ebenfalls nicht wie klassische App-Stores behandelt werden.

Für proprietäre Betriebssysteme wie Windows, MacOS, iOS und Android ändert sich an der grundsätzlichen Pflicht zur Altersprüfung nichts. Bei neuen Geräten soll die Altersangabe ab Januar 2027 während des Account-Setups verpflichtend sein. Für bereits zuvor eingerichtete Geräte gilt eine Übergangsfrist bis Juli 2027.

Unklar bleibt dagegen die Lage bei SteamOS. Große Teile des Systems basieren auf Arch Linux und sind Open Source, Valve liefert das Betriebssystem aber zusammen mit proprietären Komponenten wie dem Steam-Client aus. Ob die konkrete Distribution deshalb vollständig unter die Ausnahme fällt, ist bislang nicht abschließend geklärt.


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